
Seit 1991 ist Gabun eine Präsidialrepublik mit Mehrparteiensystem. Das Staatsoberhaupt des Landes ist der auf sieben Jahre direkt vom Volk gewählte Staatspräsident. Zusammen mit dem von ihm ernannten Premierminister sowie dem Kabinett ist er für die Ausübung der Exekutivgewalt zuständig.
Die zweigeteilte Legislative besteht aus einem Senat mit 91 für sechs Jahre indirekt gewählten Senatoren und einer Nationalversammlung, deren 120 Abgeordnete alle fünf Jahre direkt gewählt werden.
Die drei einflussreichsten Parteien Gabuns sind die Parti Démocratique Gabonais (PDG), die Parti Gabonais du Progrès (PGP), sowie die Rassemblement National des Bûcherons (RNB).
Der höchste Gerichtshof des Landes besteht aus drei Kammern. Das Rechtssystem basiert auf dem französischen Zivilrecht.
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Gabuns Wirtschaft ist seit 1995 privatwirtschaftlich geprägt. Als Teil der französischen Franc-Zone konnte sich Gabun eine für die Region relativ hohe wirtschaftliche und politische Stabilität sichern. Obwohl Gabun dadurch eines der reichsten Länder Zentralafrikas ist, leben rund 80 % der Einwohner unterhalb der Armutsgrenze.
Die Industrie Gabuns setzt sich aus der Holz- und Papier-, sowie der Textil- und Nahrungsmittelindustrie zusammen. Etwa vier Fünftel der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. In diesem Bereich wird ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet.
Aufgrund der beträchtlichen Erdölreserven an der Küste von Port-Gentil ist das Land eines der rohstoffreichsten des Kontinents. Etwa 80 % aller Exporteinnahmen werden durch Rohöl sowie Erdölprodukte erwirtschaftet. Uran, Gold sowie Mangan werden im Landesinneren von Gabun gewonnen. Letzteres gilt nach Erdöl und Holz als drittwichtigstes Exportgut. Des Weiteren führt Gabun Kautschuk, Zucker, Kakao, Palmöl sowie Kaffee aus. Mit Ausnahme von Kamerun sind Frankreich, Großbritannien, China und die USA die wichtigsten Handelspartner des Landes.