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Die Kultur des Landes entstand im Verlauf der Jahrhunderte aus unzähligen Quellen an der Küste Kenias. Angefangen mit den prähistorischen Zeugnissen der frühen Menschheit bis zur heutigen Zeit war und ist Kenia voller Kontraste, Vielfalt und nicht endender Veränderungen. Das Land besaß vor allem die Fähigkeit das Beste aus den verschiedenen Kulturen des Landes zu einer starken, einzigartiger Identität werden zu lassen, die modern sowie vielfältig aber trotzdem traditionell kenianisch ist.
Besonders in den Hafenstädten Mombasa, Malindi oder Lamu finden sich afrikanische Traditionen mit Einflüssen aus Arabien und Indien wieder. Diesem Schmelztiegel sei Dank entstand die Kultur der Swahili, deren Sprache heute die Hauptverkehrssprache des gesamten östlichen Afrikas ist.
Die arabischen Einflüsse der damaligen Zeit sind noch heute in der Architektur sichtbar. Zahlreiche Moscheen und prachtvolle Swahili-Bauten sind die Zeugen dieser Epoche. Damals wurde viel Wert auf Schnitzereien, Stuckaturen und überhängende Balkone gelegt. Auch die britische Baukunst hat hier seine Spuren hinterlassen. Besonders viele Gebäude und Häuser im neoklassizistischen Stil finden Sie in der Hauptstadt Nairobi. Musik und Tanz spielen in der kenianischen Kultur eine gewaltige Rolle. Egal ob auf der Arbeit, bei Hochzeiten oder auf dem Feld, stets wird vor sich her gesungen und das Tanzbein geschwungen. Weit verbreitet ist die Vokalmusik, die gemeinsam mit einem Chor oder als Solo vorgeführt wird, ebenso wie die „Tarabu-Musik“, ein Mix aus indischen, arabischen und afrikanischen Elementen, die in der Swahili-Sprache gesungen wird. Begleitet werden diese von typisch afrikanischen Instrumenten wie der Trommel, einfachen Zupfinstrumenten, Tamburin aber auch mit dem Akkordeon oder der Gitarre. Ein blutiger und schmerzvoller Brauch der Kenianer ist die Beschneidung, die regelmäßig an rund 75% der Bevölkerung durchgeführt wird. Die Verstümmelung der Mädchen wurde von der Regierung untersagt, dennoch zählt die Beschneidung der Jungen noch immer als ein wichtiger Teil der sozialen Organisation und zeigt den Übergang von einem Lebensabschnitt in den anderen. Während einer feierlichen Initiationszeremonie wird der Junge von einem Beschneider ohne jegliche Betäubung beschnitten und damit zum „Morani“.
So vielfältig wie die Anzahl der Stämme, ist auch die Kleidung der einzelnen Volksgruppen. Jeder Stamm in Kenia hat seine eigenen Trachten und Kleider die sie voneinander unterscheiden und unverwechselbar machen. Was die Kleidung besonders schön macht, sind seine bunten, gemusterten Stoffe, die meist den gesamten Körper bedecken. Kitenge beispielsweise ist ein traditionelles Kleid, das in fast allen afrikanischen Ländern sehr beliebt ist. Die rote Kleidung der Masai Stämmes zeigt die Liebe zur Mutter Erde.
(Das Projekt der Regierung mit Unterstützung der Firma Unilever eine nationale Tracht für das gesamte Land zu entwerfen wurde von der Bevölkerung jedoch nicht besonders positiv aufgenommen.)
Kenianische Künstler besitzen die wunderbare Fähigkeit ihren Skulpturen, Masken und Bildern immer wieder Leben einzuhauchen. Diesen spiegeln das Leben, die Umwelt, sowie die traditionellen Rituale und die Vielfältigkeit der Völker wieder. Die handgefertigte Ware ist nach wie vor weltweit beliebt und macht das Handwerk zu einer zentralen Einkommensquelle Kenias. Neben den oben genannten Waren werden aber auch Schnitzereien, Lederhandtaschen, Gürtel, Schuhe, Teller, Plastiken und Schmuck gefertigt.
Wie die meisten afrikanischen Völker legen auch die Kenianer einen großen Wert auf die Verehrung verstorbener Ahnen. Dies ist nicht Ahnenkult per se, sondern vielmehr die Überzeugung, dass der Geist nach dem Tod weiterlebt und geachtet werden muss. Die Person stirbt erst dann vollständig, wenn die Angehörigen aufhören sie zu verehren und vergessen.
Eine weitere Tradition des Landes ist der blutige und schmerzvolle Brauch der Beschneidung, die regelmäßig an rund 75% der Bevölkerung durchgeführt wird. Die Verstümmelung der Mädchen wurde von der Regierung untersagt, dennoch zählt die Beschneidung der Jungen noch immer als ein wichtiger Teil der sozialen Organisation und zeigt den Übergang von einem Lebensabschnitt in den anderen.
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Religion
Mehr als die Hälfte, nämlich rund 70% der kenianischen Bevölkerung bekennt sich zum christlichen Glauben. Etwa 26,5% sind anglikanisch, 26,4% römisch-katholisch, 2,5% gehören der orthodoxen Kirche an und die restlichen zählen zu den Baptisten, Protestanten und Methodisten. Im Vergleich zu anderen ostafrikanischen Ländern ist die Zahl der Muslime in Kenia relativ gering. Lediglich 6%, vor allem die an den Küsten, in den großen Städten und auf Lamu lebenden Kenianer sind Muslime. Aber auch hier werden die traditionellen afrikanischen Elemente miteingebunden. Weitere 19% verfolgen die traditionellen afrikanischen Religionen. Juden und Hindus bilden eine Minderheit in Kenia.
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Essen & Trinken
Die kenianische Küche ist sehr vielfältig und hat wie jedes Land seine besonderen Leibgerichte . Das Hauptnahrungsmittel der Kenianer ist Ugali, ein dicker Maismehlbrei zudem häufig Sukuma Wiki, eine Art Blattspinat mit Zwiebeln und Tomaten serviert wird. Die Kikuyo essen besonders viel Irio, ein Brei aus Bohnen, Bananen, Kartoffeln und Mais. Ein weiteres Leibgericht ist Githeri, ein Gemüseeintopf mit Mais, Bohnen, Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln, Kohl, Möhren und eine kleine Portion Fleisch. In Großstädten wie Nairobi und Mombasa werden in den Restaurants auch indische, französische, italienische, amerikanische, chinesische und japanische Spezialitäten zubereitet. Besonders häufig sind Fischgerichte, Hummer, Krabben, Garnelen und Austern auf den Speisekarten zu finden. Snacks für den kleinen Hunger zwischendurch können Sie an den kleinen Imbissen kaufen, an denen gegrillte Maiskolben, Fleischspieße, Mandazis (ein krapfenähnliches Gebäck) und Samosas, die auch unter Sambusas bekannt sind, verkauft werden. Die würzigen Teigtaschen sind mit Fleisch oder Gemüse gefüllt und werden in Öl gebraten. Beliebt sind auch Chapati, eine Art indisches Fladenbrot das häufig in Kombination mit Fisch gegessen wird. Zu besonderen Anlässen wird Nyama Choma zubereitet, gegrilltes Rind-, Hühnchen- und Lammfleisch. Im ganzen Land sind die üblichen Erfrischungsgetränke erhältlich. Leitungswasser sollte nicht getrunken und auch nicht zum Zähne putzen genutzt werden. Das in vielen Hotels bereitgestellte Wasser kann jedoch ohne Bedenken genutzt werden. Viele Kenianer trinken gerne Tee, der auch in Kenia hergestellt und mit viel Zucker und Milch angereichert wird. Typisch kenianische Getränke sind Kenya Gold, ein Likör aus Kaffee, Kenya Cane, kenianischer Zuckerrohrschnaps und Pombe, ein Bier aus Hirse, Mais und Bananen. Aber auch Biere wie „Tusker Lager“, „White Cap“ und „Pilsner“ werden nach westlicher Brauart von den 1922 gegründeten „Kenya Breweries“ produziert. In den Küstenstädtchen wird außerdem viel Palmwein getrunken.
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