
Der erste europäische Seefahrer der die damals noch unbewohnte Insel entdeckte war der Portugiese Pedro Mascarenhas, welcher dort im Jahre 1507 landete. In den Anfängen des 17. Jahrhunderts wurde die idyllische Insel zur Zwischenstation niederländischer und englischer Schiffe, die auf dem Weg nach Indien waren und sich auf La Réunion Wasser und Nahrung beschafft haben. 1604 landeten die Franzosen auf der Insel und erklärten Sie zu einer Kolonie Frankreichs. Da der damalige König Ludwig XIII aus dem Adelsgeschlecht der Bourbonen stammte, wurde die Insel auf den Namen Île Bourbon getauft. Erst im Zuge der Französischen Revolution, im Jahre 1793, bekam die Insel ihren heutigen Namen: La Réunion. Dieser neue Name nahm Bezug auf die Versammlung während der Französischen Revolution von Revolutionären mit der Nationalgarde.
Die ersten Siedler (meist madagassischer Abstammung) ließen sich ab ca. 1665 nieder. Bis zum Jahre 1767 wurde die Insel von der Ostindienkompanie verwaltet, die ab 1715 den Kaffeeanbau einführt, der auch die Sklaverei auf die Insel bringt.
Zu Beginn des Jahres 1815 beginnt eine echte industrielle Revolution mit der Bewirtschaftung des Zuckerrohrs. Dieser sollte alle Krisen der Insel überleben und ist bis heute das Hauptprodukt der Landwirtschaft der Insel. In St. Leu im Museum Stella Matutina können Sie die Landwirtschaftsgeschichte La Réunions bis heute zurückverfolgen.
Im Jahre 1841 erfand der junge Sklave Edmond Albius die künstliche Befruchtung der Vanille und die Boubonvanille der Insel wird schnell die beste der Welt. Auch heute können Sie noch zahlreiche Vanilleplantagen im Osten der Insel besuchen.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Sklaverei aufgehoben, doch Herren und ehemaligen Sklaven fällt es damals schwer zusammenzuarbeiten.
1946 wird La Réunion Überseedepartment von Frankreich, welches stark in die kleine Insel investierte und dadurch die Entwicklung stark beeinflusste.