Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld.

 

Die angeforderte Inhalte werden

für Sie geladen...

 

Ihr AfricanWorld Reiseteam

:: Ostafrika :: Madagaskar :: Land und Leute :: Kultur und Religion ::

 

Religionen

Madagaskar, Dhow Madagaskar

Mit 40% der Bevölkerung, gehört ein Großteil der Menschen dem christlichen Glauben an. Die Unterteilung in römisch-katholisch und protestantisch ist nahezu gleich. Rund 5% glauben an den Islam und die restlichen 55% der Bevölkerung haben den madagassischen Glauben, zu dem die Ahnenverehrung und der Monotheismus zählen. Die Christen und Moslems folgen zwar den vorgegebnen Regeln ihrer Religion, richten jedoch ihr tägliches Leben auch nach den madagassischen Traditionen.

::

Kultur, Traditionen und Kunst

Die Madagassen verfolgen bis heute zahlreiche Traditionen, denn Glaube und Aberglaube, Ahnenkult und Verbot sowie Astrologie und Orakel bilden die Pfeiler der althergebrachten madagassischen Brauchtümer und Gedankenwelten. Sie glauben beispielsweise an gute, aber auch böse Geister, die als Menschen, Tiere oder Pflanzen wiedergeboren werden, oder aber auch in den Gebeinen der Verstorbenen wohnen. Fallen einem Madagassen beispielsweise die Haare aus, so sieht er dies als Zeichen des „Agatra“, dem Geist des Todes. Sie fürchten aber auch den Geist der Lemuren, die auf der Insel leben. Deswegen dürfen diese Affen auch nicht getötet werden.
Des Weiteren leben die Madagassen nach vielen Geboten und Verboten, die auf Erfahrungen des Dorfes, der Ahnen oder der Familienmitglieder zurückzuführen sind. Diese werden von Generation zu Generation übertragen und neue „fadys“ dürfen nur vom Dorfältesten eingeführt oder abgeschafft werden. Dieselben Regeln gelten für Touristen. Auf Grund dessen ist es oftmals ratsam, sich von einem Einheimischen begleiten zu lassen, der die „fadys“ am besten kennt.
Madagaskar, Sakatia island Madagaskar, Sakatia Lodge MadagaskarMadagassen vertrauen auf Medizinmänner, Heiler, Astrologen und Zauberer, die hoch geschätzt werden. In Ritualen nehmen sie Verbindung zu den Ahnen auf, die den Schöpfergott „Zanahary“ um Hilfe bitten sollen. Steine, Perlen, Talismane und Amulette sollen vor Krankheiten und Feinden schützen. Zu den bedeutendsten Traditionen zählen die Beschneidung der Jungen, die außer von den Vezo von allen Stämmen praktiziert wird. Meinst findet diese im madagassischen Winter zwischen Juni und September statt und wird an Neugeborenen vorgenommen.
Die Antanosy zelebrieren hingegen jede drei Jahre eine Massenbeschneidung. In den Gegenden um Mananjary findet jedes siebte Jahr solch eine Zeremonie statt, an der alle Jungen zwischen zwei und neun Jahren teilnehmen.
Beisetzungen der Verstorbenen erfolgen meist in einem Familiengrab, dem „Razana“. Anders als hier sehen die Angehörigen den Tod als einen Übergang vom körperlichen Dasein zu einer Seele an, die in einer anderen Form weiterlebt. Die Totenumwendung ist ebenfalls eine Tradition des madagassischen Volkes und vor allem im Hochland start verbreitet. Sie glauben fest daran, dass die Vorfahren immer Teil der Familie bleiben und somit ist es auch nach dem Tod die Pflicht eines jeden, seinen Ahnen zu würdigen und zu verehren. Zunächst werden die sterblichen Überreste der Verstorbenen aus dem Grab genommen und in Bastmatten gewickelt. Dann wird ein Fest gefeiert, an dem die ganze Familie des Toten teilnimmt. Der Tote wird durch das Dorf getragen, lernt neue Familienmitglieder kennen und erfährt vom Dorfältesten, was seit seinem Tod oder der letzten Totenumwendung passiert ist. Für die Zeremonie werden wie beim Begräbnis die Zeburinder geopfert und das Fest von Musik und Tanzgruppen untermalt. Am Ende werden die sterblichen Überreste oder der Staub in neue Laken gewickelt und in ihre Grabstätte zurückgebracht.

Die Sakalava feiern auch die „Fitampoha“, die Waschung der königlichen Reliquien. Madagaskar, Nosy Be Madagaskar, Princess Bora Lodge MadagaskarWeitere Feste die zelebriert werden, sind das Fest der „tromba“ bei den Sakalava und das historische Badefest oder Neujahrsfest „alahamady“ bei den Merina ebenso wie das Fest „tsanga tsainy“, das im Gebiet der Volksgruppe der Antankarana im Norden gefeiert wird. Die Madagassen drücken sich in Form von traditionellen Volksmusik, Jazz, Chanson bis zur westlich geprägten Pop-Musik aus. Genutzt werden dafür beispielsweise die madagassischen Instrumente „Valiha“, ein Bambusrohr mit Saiten, die gitarrenähnliche „Kabosa“ und die „Jejy“, die „Amponga“, eine Art Trommel oder das „Anjomara“, ein Blasinstrument, das mit dem Alpenhorn zu vergleichen ist. Zu allen wichtigen Anlässen, wie Hochzeiten, Begräbnissen und den Totenumwendungen werden „Kabarys“, freie Reden gehalten die von Sprichwörtern, Bildern und Beispielen geprägt sind. Das beliebteste Spiel der Bevölkerung ist das „Fanorona“ arabischer Herkunft, das man mit dem Damenspiel hierzulande vergleichen kann. Auch „Katra“, das aus Afrika stammt und wird gerne und überall gespielt.

::

Hausbau

Nahezu jedes Haus auf Madagaskar hat einen rechteckigen Grundriss, der von den asiatischen Völkern abstammt und ist in der Nord-Süd-Ausrichtung mit einem Eingang nach Westen angelegt. Die Nordseite wird von der Autorität besetzt, der Osten des Hauses ist für die Ahnen und Gottheiten, der Westen für Türen und Festern und der Süden gilt als Ort der Zauberei. Im Gegensatz zur Vergangenheit werden mittlerweile neben Lehmziegel, Holz, Palmfasern und Blätter auch Steine genutzt. Die Häuser der Betsileo, die im südlichen Hochland ansässig sind, haben ähnliche Häuser wie die Merina, verfügen jedoch noch über geschnitzte Balkone und Fensterläden. An der Küste hingegen stehen meist Holzhäuser auf Pfählen um eine gute Durchlüftung zu garantieren. Oftmals werden sie von starken Stürmen zerstört, können allerdings schnell wieder hergerichtet werden. Nichtsdestotrotz wird Beton immer häufiger als Baumaterial eingesetzt.

::

Essen und Trinken

Die Küche des Landes ist sehr multikulturell und enthält fast immer das Hauptnahrungsmittel Reis, das den Mittelpunkt von Frühstück, Mittag- und Abendessen bildet. Es wird in Form von flüssigem Reisbrei, gebackenen Reisküchlein oder auch als Getränk serviert. Rund 150 g bis 200 g Reis pro Person werden dafür verwendet. Madagaskar, Essen MadagaskarSomit sind die Madagassen, die größten Reiskonsumenten pro Einwohner. Bei besonderen Gelegenheiten oder an guten Tagen wird die Mahlzeit auch mit Geflügel, Rind- oder Schweinefleisch gereicht.
Des weiteren essen die Madagassen Suppen aus Kräutern, Eintöpfe aus Bohnen und Erbsen, Karotten, Auberginen und Kohl und nutzen Würzstoffe wie Ingwer, Knoblauch und Chili-Schoten mit denen das Essen angereichert wird. Sie stellen auch selbst in Teig ausgebackene „Neem“ her, die an Frühlingsrollen erinnern und neben Brochettes, sogenannten Fleischspießen auf den Märkten angeboten werden. Sehr lecker sind unter anderem auch ein mit Schweinefleisch gekochter Aal, mit Ingwer gekochte und geschmorte Ente, Buntbarsch nach madagassischer Art, mit Kokosmilch angereichertes Huhn, Rindfleischstreifen mit madagassischen Linsen, Gemüsebrühe mit Fleisch, Schweinefleisch mit zerstampften Manjokblättern, Rindfleisch mit Kürbis, Ochsenschwanz nach madagassischer Art mit Tomaten, Zwiebeln und Erdnüssen, dreieckige kleine Teigtaschen aus Reisteig, mit Hackfleisch und Kräutern gefüllt sowie luftgetrocknete und leicht geräucherte Fleischstreifen.
Zu den landestypischen Getränken gehören der Zuckerrohwein, ein süßes alkoholisches Getränk, der Palmenwein der aus dem Saft von Kokosnüssen gewonnen wird und Wein der aus den Anbaugebieten in der Gegend von Fianarantsoa und Antsirabe stammt. Bier wird aus der madagassischen Brauerei „T.H.B.“ verkauft, das sogar warm köstlich schmeckt. Auch der madagassische Schnaps, der „toaka“ oder „toaka gasy“ heißt und aus Früchten und Zuckerrohr gebrannt wird gehört ebenso wie der weiße und braune Rum zu den besonderen Getränken der „Roten Insel“. Sie werden oftmals als Cocktail serviert und mit Gewürzen, Obst, Vanille, Kakaobohnen oder Kokos vermischt wodurch ein einzigartiger Geschmack entsteht.

 

 

africanworld bei Facebook    Kontakt Impressum AGB Datenschutz Nutzungsbedingungen Jobs/Karriere Links Sitemap     Follow AfricanWorld on Twitter

 

©2005 - 2011 by AfricanWorld Touristic GmbH

 

Ihren Merkzettel ansehen.

Merkzettel

Unser Serviceteam erreichen Sie unter

0211 / 30 20 69 220

Es sind 0 Angebot(e) auf meinem Merkzettel an einen Freund / sich selbst senden Drucken

Die Angebote auf diesem Merkzettel sind nur aktiv, solange Sie auf der Webseite bleiben. Von hier aus gelangen Sie durch Anhaken der gewünschten Angebote zur Buchung. Überprüfen Sie ein weiteres mal Ihre Auswahl und klicken Sie auf "jetzt Buchen". Bitte beachten Sie, dass sich die Verfügbarkeit der nachfolgend aufgelisteten Angebote inzwischen geändert haben kann.

Gesamtreisepreis für alle Reisenden:
0 €