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Nationalparks/Städte/Inseln

Etwa 3% der Gesamtfläche des Landes werden von rund 47 Nationalparks und Reservaten eingenommen. Einige davon unterliegen der Aufsicht Madagaskar, Chacunsa Plage Madagaskardes Landwirtschaftsministeriums sowie des „World Wildlife Fund“ und der „Agence National pour la Gestion des Aires Protégés“. Letztere nimmt eine kleine Eintrittsgebühr von etwa 10€ pro Person für einen Besuch von bis zu vier Tagen. Für die Führung ist ein ausgebildeter Führer notwendig, der nochmals separat entlohnt werden muss. Die Naturparks werden in vier unterschiedlichen Kategorien unterteilt: Nationalparks = Parc National (PN), Integrale Schutzgebiete = Réserve Naturelle Intégrale (RNI), Spezialreservate = Réserve Spéciale (RS) und neue Kategorien von Schutzgebieten die Wiederaufforstungsgebiete, geschützte Waldgebiete und allgemeine Schutzgebiete umfassen.

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Andohahela Nationalpark

Im Süden der Insel, etwa 42 km westlich von Küstenstadt Fort-Dauphin liegt der insgesamt 76.020 ha große „Andohahela Nationalpark“, der einen Trockenwald mit Dornensavanne und immerfeuchten Regenwald umfasst. Letzterer wird von den Antanosy bewohnt, die Reis anbauen und Viehzucht betreiben. Im Trockenwald leben die Antandroy, die Trockenkulturbauern die sich mit dem Anbau von Mais, Süßkartoffeln und Manjok beschäftigen und außerdem Rinder züchten. Etwa 129 Vogelarten von denen 65% im Feuchtwald und 35% im Trockenwald endemisch sind, 13 Lemurenarten wie der Schwarzkopfmaki und der Katta, 119 Insektenarten, 10 Nagetierarten, 63 Reptilienarten und 49 Amphibien sowie der Fossa, dass einzige Raubtier der Insel können Sie in diesem Nationalpark beobachten. Die Flora wird von feuchtem Regenwald und Sukkulenten in der Trockensavanne dominiert. Viele der Pflanzen dienen als Medizinal-Pflanzen.

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Naturpark von Ambohitantely

Mit „Honighügel“ kann man die Bedeutung von Ambohitantely übersetzen. Das 5.600 ha große Reservat gehört zu einem der wenigen Hochland-Naturparks und ist auf einer Höhe zwischen 1448 bis 1662 Metern gelegen. Pinien, Eukalyptus, Zypressen, Orchideen und zahlreiche Edelhölzer und Palmen wachsen im „Naturpark von Ambohitantely“. Des weiteren leben dort um die 74 Vogelarten, 17 kleine Säugetierarten sowie Chamäleonarten und Geckos.

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Analamera Naturreservat

Madagaskar, Nosy Be Madagaskar, Amarina Hotel MadagaskarSüdlich von Diego Suarez liegt das „Analamera Naturreservat“. Es handelt sich um einen rund 42.000 ha großen Primärwald im Norden der Insel, der eine Mischung aus Regen- und Trockenwäldern in denen unter anderem Baobabs, Pachypodien und auch Palmen wachsen, ist. Einst fand man hier die Eierschalen des Vogel Rock. Heute ist das Gebiet das Zuhause von 7 Lemuren- und zahlreichen Eidechsenarten. Eine weitere Besonderheit, die das „Analamera Naturreservat“ kennzeichnen, sind die bizarren, rot gefärbten Kalksteinformationen, die „Tsingy rouge“ genannt werden und den messerspitzen Kalksteinformationen der „Tsingy du Nord“ und der „Tsingy de Bemaraha“ ähneln.

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Andasibe Nationalpark (Analamazaotra, Mantadia)

Bei Andasibe, einer Ortschaft im östlichen Hochland liegt das 810 ha große „Réserve de Faune Analamazaotra“, das auch unter dem Namen „Périnet“ bekannt ist. Hier leben in den Baumkronen die größten Exemplare der Indris, einer Lemurenart. Des weiteren sind hier Chamäleons, graue Bambuslemuren, Tenreks, Fingertiere, Papageien, kunterbunte Insekten aber auch zahlreiche Orchideen, Edelhölzer und Kakteengewächse untergebracht. Lassen Sie sich von einem von der Naturschutzbehörde ausgebildeten Führer durch den Park begleiten und sich von ihm die Tiere und Pflanzen des Parks zeigen. Sogar nächtliche Führungen um die nachtaktiven Bewohner kennen zu lernen, sind möglich. Etwa 8 km südöstlich vom „Réserve de Faune Analamazaotra“ liegt der 12.000 ha große „Nationalpark von Mantadia“. Beide Attraktionen sind sehr gut zu erreichen und somit die zwei meistbesuchten Schutzgebiete des Landes.

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Andringitra Nationalpark

Rund 100 km südlich von Fianarantsoa -am zweithöchsten Berg Madagaskars im südlichen Hochland- finden Sie den “Andringitra Nationalpark“. Nicht nur eindrucksvolle Wasserfälle, eingebettet in einem tropischen Regenwald, sondern auch 30 verschiedene Orchideenarten, wilde Blumen, 15 Lemurenarten, 106 Vogelarten und 11 Arten von Nagetieren werden Sie überraschen. Hier können Sie auch die Kultur und Musik der Madagassen kennen lernen.

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Ankarana Naturreservat (Tsingy du Nord)

Im Norden der Insel, etwa 100 km von Antsiranana (Diego Suarez) entfernt, liegt das „Ankarana Naturreservat“, auch unter dem Namen „Tsingy du Nord“ bekannt. Auf einer Fläche von 18.225 ha befinden sich unendlich viele Grotten, unterirdische Flüsse, Canyons sowie trockene und grüne Wälder die nur darauf warten von Ihnen entdeckt zu werden. Die Attraktion des Naturreservates sind die spitzen Felsformationen aus Kalksteinkarst, die „Tsingy“ genannt werden und bis zu 20 Meter in die Höhe ragen. Einige der dortigen Höhlen sind die Grabstätten von Königsfamilien und dürfen nur gemeinsam mit einem Mitglied der Königsfamilie betreten werden. Noch immer werden hier rituelle Zeremonien durchgeführt und jede fünf Jahre das „Tsangan-tsaina“-Fest gefeiert. Bewohnt wird das Naturreservat von 11 Lemurenakrten, sowie 90 Vogelarten, zahlreiche Reptilien und Amphibien. Auch Pflanzen wie Baobabs, Pachypodien und Euphorbien wachsen hier.

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Isalo Nationalpark

Madagaskar, Wasserfall MadagaskarIn der Nähe der Edelsteinfundstätte von Ilakaka, der durch seine Saphirfunde an Bekanntheit erlange, befindet sich der „Isalo Nationalpark“, der im Isalo-Massiv im Süden des Hochlandes der Insel liegt. Die Fläche von rund 81.540 ha, die auf einer Höhe von 900 bis 1082 Metern über dem Meeresspiegel liegt, wird von tiefen, wild zerklüfteten Canyons, klaren Bächen, weiten Grasflächen, Quellen, phantasievollen Felsformationen und Höhlen geprägt, die in einer Trockenzone liegen. Zudem sind im „Isalo Nationalpark“ 7 Lemurenarten, Chamäleons, 33 Arten von Reptilien und 77 Vogelarten - darunter der schwarze Papagei - untergebracht. Des weiteren verfügt der Nationalpark über eine schöne Flora, zu der Aloen, savannenartige, sowie grüne Wälder, Zwergbaobabs, Euphorbien und Didieraceen gehören, die über einen langen Zeitraum ohne Wasser auskommen können. Auf einer Ihrer Wanderungen sollten Sie unbedingt die „Grotte der Portugiesen“ besichtigen. Sie dauert zwar drei bis vier Tage, lohnt sich jedoch ohne jeglichen Einwand. Die Grotte wurde Erzählungen nach im 16. Jahrhundert von portugiesischen Seefahrern ihn die Felsen geschlagen, daher stammt auch der Name. Andere Berichte besagen, dass Araber die Höhlen nutzten, um dort ihre Waren unterzubringen, die sie als Tauchgegenstände für die Sklaven nutzten. Die natürliche Schwimmlandschaft eignet sich bestens zum Baden. Bitte beachten Sie, das der Besuch inur mit einer Genehmigung und unter der Leitung eines Führers möglich ist.

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Mananara Nationalpark

Das rund 140.000 ha große, von der UNESCO zum Biosphärereservat erklärte Gebiet, liegt zum einen Teil auf dem Festland und umfasst den Wald von Verezanantsoro, von Ivontaka Sud und Ivontaka Nord sowie die Insel von Nosy Atafana mit den dazugehörenden Riffen. Die Landschaft ist durch Granithügel gekennzeichnet und stellt den Lebensraum für 16 Reptilienarten, zu dem auch das Krokodil gehört, 60 Vogelarten, die Diademlemuren, die Vari-Lemuren, die Indris und die Aye-Ayes dar.

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Marojejy Nationalpark

Der Marojejy Nationalpark im Nordosten der Insel befindet sich etwa 60 km von Sambava, auf einer Höhe von rund 2.000 Metern und gehört zu den artenreichsten Biotopen der Welt. Der Park wurde 1952 vom Botaniker des „Muséum d’Histoires Naturelles in Paris“, Professor Humbert gegründet. Das Gebiet umfasst regenreiche Urwaldgebiete, kristallklare Flüsse, hohe Granitfelswände und mehr als 2.000 Arten endemischer Pflanzen, zahlreiche Palmenarten, Epiphyten, Orchideen, sowie 115 Vogelarten, 147 Arten von Amphibien und Reptilien, 10 Arten von Lemuren, darunter der Aye–Aye und der endemische Sifaka. Vom 2.132 Meter hohen „Marojejy“ können Sie einen herrlichen Ausblick auf den indischen Ozean genießen.

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Masoala Nationalpark

Auf der Halbinsel von Masoala im Nordosten der „Roten Insel“, liegt der 210.000 ha große „Masoala Nationalpark“, das das Schutzgebiet „Cap Est“ sowie das meeresbiologische Schutzgebiet von „Tanjona“ und die Schutzgebiete auf der Insel Nosy Mangabe in der Bucht von Antongil einschließt. Letztere wird durch einen dichten Regenwald gekennzeichnet und bietet vom höchsten Punkt der Insel aus, einen herrlichen Blick auf die Bucht und die Wale, die sich in den Gewässern tummeln. Auf dem Land leben zahlreiche Tiere wie Chamäleons, Frösche sowie Mausmakis,

Madagaskar, Palme Madagaskar

Varis und der Aye-Aye, die alle zu den Lemurenarten zählen. Bereits im 16. Jahrhundert diente Nosy Mangabe niederländischen Seemännern als Ausgangspunkt für den Sklavenhandel. Des weiteren leben im „Masoala Nationalpark“ dem größten Naturschutzgebiet Madagaskars auch verschiedene Fleischfresser, 9 Nagetierarten, 500 Insektenarten, 135 Arten von Schmetterlingen, Greifvögel, 60 Reptilien- und Amphibienarten und 90 Landvogelarten. Abwechslungsreiche Aktivitäten wie Bootsfahrten mit Tauchgängen werden vor Ort angeboten. Dort können Sie die traumhafte Meeresfauna bestaunen, zu der etwa 164 Korallenarten, 49 Muschelarten, 4 Schildkrötenarten, 27 Seegurken, 97 Arten von Korallen-Fischen, 2 Walarten und 23 Arten Süßwasserfische gehören, die das Meer in ein buntes Unterwasserparadies verwandeln.

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Montagne d´Ambre Nationalpark

Leicht zu erreichen ist der „Montagne d´Ambre Nationalpark“ im Nordwesten des Inselstaates, circa 30 km von Diego Suarez (Antsiranana), der durch den „WWF“ und den „ANGAP“ unterstützt wird. Der Name ist auf den bernsteinfarbenen Wald zurückzuführen. Neben dem bis zu 1.475 Meter hohen Bergmassiv vulkanischen Ursprungs, durchzieht ein Regenwald das 18.200 ha große Gebiet, zu dem auch der 3.360 ha große „Forêt d´Ambre“ gehört. Des weiteren finden Sie hier prachtvolle und seltene Orchideen, zahlreiche Farnarten, Fikus-Palmen, Schlingpflanzen, 9 Reptilarten, 75 Vogelarten und 25 Froscharten. Nehmen Sie sich am besten einen ausgebildeten Führer mit auf Ihre Wanderung. Er zeigt ihnen den Sandfordlemur, den Kronenlemur, Gabeldrongos, Fossas, die igelartigen Tenreks und vielleicht bekommen Sie auch den Mausmaki zu Gesicht. Durch den regelmäßigen Regenfall am Nachmittag, sind aus den Kratern kreisrunden Seen entstanden. Besonders schön sind auch die Wasserfälle „Rousettes“, „Ambohitra“ und Cascade Sacré“.

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Ranomafana Nationalpark

Zu der Provinz Fianarantsoa gehört seit der Gründung im Jahr 1991 der „Ranomafana Nationalpark“ im Südosten von Madagaskar. Er ist besonders durch seinen prachtvollen „Wasserfall des Namorona“, der durch einen Staudamm entstanden ist und die heißen Quellen mit einer Heilwirkung bekannt geworden. Daher stammt auch der Name „Ranomafana“, was übersetzt „bei den heißen Quellen“ bedeutet. Er gehört seit dem Jahr 2007 gemeinsam mit Marojejy, Masoala, Zahamena, Andringitra und Andohahela zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Nationalpark lässt sich in drei unterschiedliche Bereiche unterteilen, von denen allerdings nur „Talatakely“ erschlossen ist. Dort werden unter der Leitung eines Führer unterschiedliche Wanderrundgänge angeboten. Der kürzeste dauert 2 Stunden, der längste hingegen 2 Tage. Madagaskar, Wal MadagaskarEine großartige Vielfalt an Lemurenarten ebenso wie 118 Vogelarten, 40 Arten Säugetiere, 90 Schmetterlingsarten und diverse Reptilien sowie das größte madagassische Raubtier, der Fossa leben in dem rund 41.000 ha großen „Ranomafana Nationalpark“, der von einem stets grünen Bergregenwald geprägt ist. 1986 entdeckte der deutsche Forscher Bernhard Meier hier den Goldenen Bambuslemur.

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Tsingy de Bemaraha

In der Provinz Mahjanga und im Distrikt Antsalova im Westen von Madagaskar liegt das größte, jedoch auch am schwersten zugängliche Schutzgebiet „Réserve naturelle intégrale Tsingy de Bemaraha“, das seit 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Das 723 km² große Reservat besteht seit 1927 und wird vom Canyon des Manamboloflusses im Süden und von 400 Meter hohen Steilküsten umrahmt und erstreckt sich über ein Karstgebiet. Der Name „Tsingy“ wird von den bewundernswerten messerspitzen Kalteinformationen abgeleitet, die den Park prägen. Übersetzen kann man das madagassische Wort mit „auf den Zehenspitzen gehen“. Bewachsen wird das Gebiet von dichten trockenen Laubwäldern, kleinen Euphorbien und Sukkulenten und vielen endemischen Pflanzen, die sich an die Trockenheit angepasst haben. Rund 13 Lemurenarten, darunter die grauen Mausmakis und der Axe-Aye, 94 Vogelarten, 15 Fledermausarten, 22 Amphibienarten wie die Madagassische Schienenschildkröte und 66 Reptilienarten sind hier beheimatet.

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Tsimanampetsotsa Nationalpark

Madagaskar, Schildkroete MadagaskarEtwa 75 km südlich der Stadt Toliara im Südwesten, unweit der Küste des Kanals von Mosambik, befindet sich der sehr schwer erreichbare, 43.200 ha große „Tsimanampetsotsa Nationalpark“. Das Areal, das auf einem Kalkplateau am Ufer eines Sees liegt, gehört zu der Trockenzone und ist damit fast komplett regenfrei. Die Besonderheit des Parks sind die vielen Vögel, zu denen auch die rosa Flamingos und anderen Wasservögel gehören. Selbstverständlich können Sie auch hier auf Tag- und Nachtwanderungen den bekanntesten Bewohner der Insel antreffen. Neben den Kattas lebt hier der Mausmaki, der nachtaktive und kleinste Lemur der Insel. Die Landschaft wird durch einen dichten Wald mit bis zu 12 Meter hohen Didierazeen, bis zu 5 Meter hohen Euphorbien und Dornenpflanzen sowie Sanddünen geprägt, die sich trotz der außerordentlichen Trockenheit gut angepasst haben.

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Städte

Antananarivo

Die Hauptstadt Madagaskars liegt im zentralen Hochland auf 1245 Metern Höhe und ist mit rund 1,5 Millionen Menschen die größte Stadt der Insel. Die Millionenmetropole ist Verwaltungs-, Kommunikations-, Wirtschafts- und Kulturzentrum des Landes. Die Flüsse Mamba, Ikopa, Sisaony und Andromba durchqueren das Gebiet rund um die Stadt. Übersetzt bedeutet der Städtename „Stadt der Tausend“. Die Namensgebung kann bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgt werden, als der Merinakönig Andrianjaka eine Festung (Rova) bauen ließ, die von 1.000 Mann gegen die Angriffe der Vazimba verteidigt wurde. Der ehemalige Königspalast, der Rova von Antanarivo liegt noch etwa 200 Meter höher über der Stadt.

Ein Brand im Jahr 1995 zerstörte das Edelholzgebäude innerhalb und außerhalb der Steinkonstruktionen, die zwischen 1610 und 1896 erbaut wurden. Es wird vermutet, dass die Brandstifter, oppositionelle Küstenstämme ihre Unabhängigkeit demonstrieren wollten und nicht nur Schäden am historischen Gebäude entstanden, sondern auch kostbare Kunstgegenstände und Dokumente in den Flammen vernichtet wurden. Die erhaltenen Überbleibsel können Sie sich im Palast des Premierministers ansehen, der sich circa 200 Meter vom Rova befindet. Erbaut wurde das Gebäude 1872 vom englischen Architekten William Pool. Durch die Hilfe der UNESCO und zahlreicher Spenden von Organisationen, Institutionen, Firmen und Privatleuten konnte ein Teil des Bauwerks wieder hergestellt werden.

Madagaskar, Antananarivo MadagaskarUm den Rova herum liegt der Stadtteil „Anatirova“, in dem viele klassische Villen liegen. Die Gegend bietet Ihnen einen wunderbaren Blick auf das Zentrum und die umliegende Landschaft. Analakely, was soviel wie „kleiner Wald“ heißt ist der zentrale Bezirk von Antananarivo, der sich vom Bahnhof bis zur „Avenue de l'Indépendence“ ausdehnt. Der ehemals stattfindende Freitagsmarkt „Zoma“ wurde 1993 stillgelegt. Heutzutage finden Sie noch Märkte rund um die Marktpavillons und auf Marktplätzen in der ganzen Stadt verteilt.

Die Baukunst von „Tana“, wie Antanarivo kurz genannt wird, wurde stark von europäischen Architekten geprägt. In der Haupteinkaufsstraße „Avenue de l’ Indépendace“ können Sie noch heute Gebäude im französischen Kolonialstil begutachten und sich in einem der Restaurants, Cafés oder Bars eine kühle Erfrischung oder köstliche Mahlzeit gönnen. In unmittelbarer Nähe liegt der Bahnhof der Stadt, der nur noch selten von Güterzügen genutzt wird. Westlich davon liegt „Tsaralalana“, ein bekanntes Viertel in dem überwiegend Madagassen indo-pakistanischer Herkunft wohnen und in dem sich einige Clubs und Diskotheken etabliert haben. In nordöstlicher Richtung liegt „Behoririka“, die Gegend in der chinesisch-stämmige Geschäftsleute leben. Die Banken- und Einkaufsviertel „Antaninarenina“ und „Isoraka“ bieten hervorragende Schmuckläden in denen mitunter auf der Insel angefertigter Schmuck angeboten wird. Das in „Isoraka“ ansässige archäologische Museum „Musée de l'Art et de Archéologie“stellt stets wechselnde Ausstellungen zur Geschichte und Kultur Madagaskars aus. In dem Stadtteil „Antsahavola“ können Sie außerordentlich gut speisen. Viele der Restaurants und Hotels servieren vorzügliche französische Küche.

In „Mahamsina“ liegt das gleichnamige Stadion, das im 19. Jahrhundert als Versammlungsstätte für die Bewohner diente. Südlich davon finden Sie den Anosy-See, den „Engelsee“, der sich unterhalb des ehemaligen Königspalastes befindet. Im November blühen die an den Ufern gepflanzten Jacaranda-Bäume und verwandeln die Stadt in ein violettes Blütenmeer. Einen Besuch wert ist ebenfalls der vom französischen Naturforscher Grandidier gegründete Zoo von Antananarivo, der sich im Viertel „Tsimbazaza“ befindet. Er wird von vielen einheimischen Geschöpfen wie den Lemuren, den raren Madagaskar-Seeadlern oder dem Fossa bewohnt. Im Botanischen Garten, der rund um ein Gewässer angelegt wur

de, könne Sie entspannen und sich im Naturkundemuseum über die Tierwelt erkundigen.

Das Klima der Hauptstadt rangiert von gemäßigt bis subtropisch mit den kältesten Temperaturen im August. Je nach Höhenlage kühlte es sich bis auf 12°C ab.

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Antsirabe

Madagaskar, Wasserfall Madagaskar

Die Stadt Antsirabe, dessen Städtename mit „wo es viel Salz gibt“ übersetzt werden kann, liegt im kühlen Hochland auf rund 1.500 Meter Höhe und etwa 150 km von der Hauptstadt Antananarivo. Die Provinzhaupstadt wurde von einem norwegischen Missionar errichtet und wird noch bis heute von dem skandinavischen Land in der Entwicklungshilfe unterstützt. Die Stadt spielt vor aber auch in der Wirtschaft eine bedeutende Rolle. Die Textil-, Tabak-, und Milchindustrie des Landes hat hier seine Hauptstandorte bezogen. Die 100.000 Bewohner setzten sich größtenteils aus den Stämmen er Merina und Betsileo zusammen. Statt der Hektik, wie sie in Tana spürbar ist, können Sie in Antsirabe hervorragend entspannen.
Das Thermalbad „Hôtel des Thermes“ mit heißen mineralienreichen Quellen befindet sich in einem kolonialien Palast mit angeschlossenem Park, in dem niedliche, kleine Villen stehen. Bereits die französische und madagassische Oberschicht erholte sich hier und der König von Marokko, Mohammed V. verbrachte hier einige Jahre im Exil. Ein Höhepunkt, den die Stadt zu bieten hat, sind die Steinschleifereien. Dort werden aus den Quarzen und Halbedelsteinen Spiele, Gebrauchsgegenstände und Schmuck in allen Grössen, Farben und Preisklassen hergestellt, die Sie auf Verhandlungsbasis erstehen können. In der „Galer

ie Vohits’ Art“ stellen Künstler Skulpturen und Schmuck her. Auf dem allwöchentlichen Samstagsmarkt „Sabotsy“ im Westen von Antsirabe verkaufen Bauern ihre eigene Ware. Wenn Sie die Landschaft gerne auf dem Rücken eines Pferdes erkunden möchten, können Sie dies inklusive Fremdenführer am „Park de l’Est“ für einen günstigen Preis mieten. In unmittelbarer Nähe finden Sie die Modellfabrik „Miniature Mamy“, eine kleine Werkstatt in dem Sie die original nachgebauten Modelle der madagassischen Rikschas erstehen können. Diese werden aus alten Stoffen, Dosen, elektrischen Geräten und anderen Rohmaterialien hergestellt und sind ein schönes Andenken an Ihren Aufenthalt in Antsirabe. Selbstverständlich können Sie das berühmteste und wichtigste Verkehrsmittel der Stadt, das unter dem Namen ist “Posiposy“ oder „Pousse-Pousse“ bekannt ist und von denen es um die 5.000 Stück gibt für eine kurze oder längere Fahrt durch die Innenstadt nutzen. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 25°C. Nachts kühlt es allerdings stark ab.

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Fianarantsoa

Madagaskar, Terres Centrales Madagaskar

Nach der Hauptstadt Antananarivo ist Fianarantsoa die zweitgrößte Stadt von Madagaskar und Verwaltungsstadt und kulturelles Zentrum zugleich. Die Spuren der christlichen Missionen

sind noch heute spürbar. Krankenhäuser, Schulen, Verlage, Kirchen und die Universität der Stadt sind dank englischer und norwegischer Missionare entstanden. Fianarantsoa kann in drei Ebenen unterteilt werden. In der „Oberstadt“, die am höchsten Punkt liegt, können Sie viele anglikanische und katholische Kirchen finden, die hier erbaut wurden. Das Verwaltungszentrum und die modernen Hotels von Fianarantsoa hingegen liegen in „Nouvelle Ville“, der mittleren Ebene. Die letzten Ebene, die „Unterstadt“ zieht die Besucher mit den kleinen Lädchen, dem Markt und dem regen Zentrum in seinen Bann. Einige Kilometer außerhalb von Fianarantsoa liegen die wichtigsten Weinanbaugebiete des Inselstaates zu denen „Monastère de Maromby“, „Domaine de Clos Malaza“ und „Lazan'i Betsileo“ gehören. Dort wird außer Wein und Champagner auch Likör auf der Basis von Reis und Zuckerrohr hergestellt, der „Toaka Gasy“. Wenn Sie die Stadt in nordöstlicher Richtung verlassen, gelangen Sie zum Trapistenkloster „Monastère de Moromby“.

Hier wird der Wein „Maromby“ vor allem für katholische Missionen hergestellt, von d

em auch Sie sich etwas für einen kleinen Preis abfüllen lassen können. Etwas weiter südlich von Fianarantsoa können Sie das Naturschutzgebiet „Andringitra“ besuchen, das im Teil „Nationalparks“ näher beschrieben wird. Etwa 25 km von Fianarantsoa entfernt, wird in Sahambavy der gleichnamige bekannte Tee angebaut. Er schmeckt so köstlich, dass er auf dem Weltmarkt problemlos mit der Wettbewerb aus Indien und Sri Lanka konkurrieren kann. Kaum jemanden wundert es, dass deswegen 80% des Aufgussgetränks in die ganze Welt exportiert wird. Ambalavao, circa 56 km südlich des Ortes gelegen, wird als Tor zum Süden bezeichnet. Typisch für das Städtchen sind die Handwerksprodukte wie das „Papier d Antaimoro“, handgeschöpftes Papier das aus den Rinden des Havoa-Strauches produziert wird. Ausserdem können Sie hier die heiligen Felsen von Ifandana und die Königsgräber des sagenhaften Königs Rarivoarindrano besuchen. Ein weiterer Höhepunkt in der Nähe von Fianarants

oa sind die grandiosen Wasserfälle von Mandriampotsy, die etwa 45 km östlich liegen.

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Toliara (Tuléar)

Madagaskar, Tulear MadagaskarToliara, auch Tuléar genannt, ist mit Taolanaro die wichtigste Stadt im Süden der Insel. Die Hafenstadt ist zugleich Provinzhauptstadt und hat sich als bedeutendes Handelszentrum etabliert. Um 18

97 wurde Toliara von Franzosen gegründet und hat bis heute ihren charmanten Kolonialflair erhalten. Große Villen umgeben von prachtvollen Gärten kennzeichnen das Stadtbild, ebenso wie die ausgedehnten Alleen.

Ihren Tag können Sie an der Uferpromenade „Boulevard Lyautey“ ausklingen lassen. Dort finden sich eine Reihe guter Restaurants wie das „Le Corail“ und das „l'Etoile de Mer“ sowie Diskotheken. Wenn Sie abends das Tanzbein schwingen wollen, können Sie ebenfalls den „Zaza Club“ oder das „Le Corail“ aufsuchen in dem die Madagassen Tanzküste zeigen und eine typisch afrikanische Atmosphäre verbreiten. Aufführungen einheimischer Folkloregruppen finden beispielsweise regelmäßig im Hotel „Capricorn“ statt. Während Ihres Aufenthalts sollten Sie jedoch auch das "L'univers de la Pierre" besuchen. Im Edelstein- und Schmuckhandel werden regionale Edelsteine wie Saphire, Rubine und Aquamarine sowie die seltenen Tsavorit und Malaya sogar auf Bestellung individuell angefertigt. In der Nähe des „Boulevard Gallieni“ liegt die „Station Marine“. Dabei handelt es sich um ein ozeanographisches M

useum in dem unter anderem der Quantenflosser ausgestellt ist. Er wurde Ende der 1980er Jahre vor der Küste Madagaskars gefangen. Das „ Musée Mahafaly-Sakalava“ stellt Kunstwerke wie Statuen, Schnitzereien, Musikinstrumente und Masken der Sakalava, Mahafaly und Vezo aus. Ausflüge nach St. Augustin, Soalara und Anakoa können Sie entlang der Küste mit einem der Segelboote oder Motorpirogen unternehmen. Die Fahrt von 25 km ist über den Wasserweg schneller zu erreichen als auf dem Landweg denn ein Umweg von mehr als 240 km erschwert den Zugang zu den Orten. St. Augustin, das in einer weiten Bucht liegt, war einst ein Seeräuber- und Sklavenhändlerdorf. Etwas weiter davon liegt das Fischerdorf Soalara. Ein paar Hundert Meter vor der Küste von Anakao können Sie hervorragend Tauchen und Baden. Die Insel Nose Ve verfügt über traumhafte, weiße Sandstrände und wird von einem intakten Korallenriff eingeschlossen.

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Fort Dauphin (Tolanaro/Tolagnaro)

Madagaskar, Tsarabanjina island Hotel MadagaskarFort Dauphin trägt auch den madagassischen Namen Tolanaro oder auch Tolagnaro. Die Küstenstadt liegt im Südosten der Insel in der Provinz Toliara. Ganz in der Nähe lag von 1642-1674 der erste Siedlungsort der Franzosen unter der Verwaltung von Etienne de Flacourt. Er war ebenfalls der erste Autor, der Bücher über die „Rote Insel“ geschrieben hat. Das Buch "L'histoire de la grande Isle de Madagascar" erzählt über die Geschichte der Insel, seine Bewohner sowie Flora und Fauna. Des weiteren verfasste er das erste Wörterbuch der madagassischen

Sprache. Auf Grund der erhöhten Niederschläge ist die Landschaft grün und fruchtbar. Nur wenige Kilometer westlich fängt die Trockenzone mit dem Steppenland an. Überragt wird die Fort Dauphin vom 529 Meter hohen „Pic St. Louis“. Die Stadt selbst hat keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Jedoch liegen mehrere Ausflugsziele wie der Vinanibe-See, das portugiesische Fort, das Schutzgebiet „Nahampoana“, der Naturpark „Kaleta“, das bekannte private Schutzgebiet von „Berenty“ und das „Kap Ste. Marie“. Es ist der südlichste Punkt der Insel mit der höchsten Ansammlung an Schildkröten, darunter die Strahlenschildkröte und ist von Fort Dauphin aus nur mit einem Geländewagen zu erreichen. Die Temperaturen in Fort Dauphin liegen meist zwischen angenehmen 20°C und 26°C.

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Toamasina (Tamatave)

Die Hafenstadt Toamasina - auch Tamatave genannt, liegt an der Ostküste und ist die Heimat von ungefähr 200.000 Einwohnern. In der Vergangenheit diente die Stadt als Schlupfwinkel für Piraten und später als Anlaufpunkt für Sklavenhändler. Besonders schön präsentieren sich die Palmenalleen mit den prachtvollen Villen aus der Kolonialzeit, die belebten Märkten und die rege Stadtpromenade. Der Leuchtturm am Nordende der Stadt zeigt die Spuren des Schadens, die ein Zyklon Anfang 1996 hinterlassen hat. Wenn Sie einen Einblick in

die traditionelle Lebensweise der Betsimisaraka bekommen möchten, sollten Sie das „Musée Régional de Toama“ besuchen. Es ist in der „Villa Suzette“ untergebracht und zeigt die Kultur, die Häuser und die Herstellung der Pirogen. Etwa 10 km nördlich von Taomasina liegt der „Botanische Garten von Ivoloina“ am gleichnamigen Flu

ss Ivoloina. Er wurde bereits 1898 angelegt und beheimatet in gepflegten Gehegen Lemuren, Chamäleons und Schlangen. Einige von ihnen wurden aus der Gewalt von Schmugglern und illegalen Händlern befreit, aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen.

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Inseln 

Nosy Be

Madagaskar, Indischer Ozean Madagaskar

Die Vulkaninsel Nosy Be liegt etwa 40 km vor der Nordwestküste des Inselstaates Madagaskar und heißt übersetzt „große Insel“. Sie trägt zudem den Beinamen „Parfüminsel“, da hier Duftpflanzen wie Vanille, Nelken und Ylang-Ylang wachsen. Etwa 30% der gesamten Weltproduktion stammen von hier. Vom Festland aus können Sie die touristisch erschlossen Insel Nosy Be mit dem Flugzeug oder einer Fähre erreichen. Zu der Inselgruppe gehören des weiteren Nosy Komba, Nosy Mitsio und Nosy Tanikely. Die Größe der idyllischen Hauptinsel Nosy Be lässt sich mit der von Rügen vergleichen. Von Norden nach Süden erstreck sich die Fläche auf 30 km und von Osten nach Westen sind es 20 km. Sie wird von circa 60.000 Menschen bewohnt, die ihr Leben durch den Tourismus und den Gewürzanbau sichern. Die Insel eignet sich besonders für Selbsterkundungen. In den Lädchen und auf den Märkten können Sie Gewürze wie Pfeffer, Vanille, Nelke, die Ylang-Ylang-Essenz und Kaffee kaufen, mit den Einheimischen in Kontakt treten und eine besondere Form von Urlaub erleben.

Geprägt wird die Landschaft von primärem Urwald, Zuckerrohr- und Gewürzplantagen, vielen unberührten kleinen Inseln die vor der Küste liegen, fruchtbaren und vulkanischen Böden und traumhaften Sandstränden. Genießen Sie dort einen unbeschreiblich schönen Sonnenuntergang. Einen fantastischen Blick haben Sie ebenfalls vom 329 Meter hohen Gipfel des „Mont Passot“ aus. Auf dem Weg nach oben kommen Sie an den sieben heiligen Kraterseen vorbei. Für die Bewohner der Insel sind sie heilig, denn in ihnen sollen die Seelen der Ahnen weiterleben. Das Baden ist dort deswegen strengstens untersagt. Eine Wanderung zum 621 Meter hohen Vulkan ist ebenfalls möglich. Diese dauert um die vier Stunden und führt durch einen Urwald. Auf Grund der vielen Steckmücken sollten Sie stets gut geschützt sein. Die Hauptstadt von Nosy Be heißt Andoany beziehungsweise Hell-Ville und wurde von französischen Zuckerbaronen gegründet. Sie ließen sich prächtige Villen errichten von denen heute leider nur noch wenige Überreste zu sehen sind. Ein Stück Geschichte finden Sie auch auf dem Friedhof, der sich am Ortsausgang befindet. Hier liegen russische Soldaten die auf der Flucht vor der japanischen Flotte gestrandet sind. Russisch-orthodoxe Kreuze schmücken die Ruhestätten. Einen kleinen Snack sollten Sie sich an einem der vielen Stände gönnen, die von den Hausfrauen am Straßenrand aufgebaut werden. Sie bieten unter anderem gegrillte Fleischspieße, sogenannte „Brochettes“, Weißbrot und Salate an. Ein tolles Mitbringsel können Sie in der Zuckerfabrik von Djamandjary erstehen. Lediglich die Flasche müssen Sie selbst mitbringen und können sich dann günstig ein Pröbchen des Djamandjary-Rums abfüllen lassen. In der Stadt können Sie sich auch die auffälligen, igluförmigen Häuser aus Beton ansehen. Sie wurden früher von den Fabrikarbeitern bewohnt und schützen sie vor Zyklonen und vor den Lauffeuern. Wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt die Ylang-Ylang-Destillerie, die zu einer der größten der Welt gehört. Madagaskar, Tsaranabjina Island Hotel MadagaskarDie alten Maschinen wurden zwar bereits durch neue, modernere ersetzt, können jedoch weiterhin besichtigt werden. Geheimnisvoll liegt die Ruine der wahrscheinlich ersten Moschee von Madagaskar in der Nähe der Bucht von Lokobe. Vermutungen nach, ließen sich hier pakistanische Seefahrer nieder.

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Nosy Boraha

Rund 16.000 Bewohner leben auf Nosy Boraha, die auch unter dem Namen Ste. Marie bekannt ist. Sie können die tropischen Inseln von Antananarivo aus mit dem Flugzeug oder mit Bus und einer Fähre von Saonierana aus erreichen. Einst war die 60 km lange und maximal 5 km breite Insel Stützpunkt von Piraten und Piratenjägern der französischen und englischen Marine. Erzählungen zufolge haben die bekannten Piraten David Williams und Thomas White von Nosy Boraha aus ihre Raubzüge gestartet und hier ihre Schätze vergraben. Um 1750 herum wurde die Insel von den Franzosen regiert. Prinzessin Bety, die Tochter des Königs Ratsimilahos schenkte sie ihrem Mann, der sie wiederum and die französische Kolonialmacht verkaufte. Erst durch die Unabhängigkeit im Jahr 1960 ging die Insel an Madagaskar über. Hauptstadt von Nosy Boraha ist Ambodifotatra, die an der Westküste liegt und übersetzt „ am Fuße des Baumes Fototra“ heißt. Interessant ist der Piratenfriedhof von Ampanihy und die attraktiven Tauchmöglichkeiten. In der hügeligen Landschaft und den vom Regenwald bedeckten Wiesen, wachsen exotische Früchte, Gemüse und Reis. Besonders attraktiv ist das türkisfarbene Meer und die goldenen Sandstrände mit ihre kleinen ruhigen Buchten die von Korallenriffen umgeben sind. Außerordentlich schön und abwechslungsreich lassen sich die Wanderungen durch die Dünen, den Regenwald, über Hügel und an Bächen entlang gestalten. Der alljährliche Höhepunkt sind jedoch die Buckelwale, die die Gewässer zwischen Juni und Juli aufsuchen und hier ihre Jungen gebären. Im Süden von Ambodifototra liegt die Koralleninsel Ilot Madame, vor der „Baie des Forbans“, dem Eingang zur „Seeräuberbucht“. In der Bucht befindet sich die „Ile aux Forbans“ auf der Nathaniel North begraben liegt. Er teile seine Beute mit den Bewohnern und galt damit als „guter Seeräuber“.

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Nosy Sakatia

Etwas weiter westlich von Nosy Be liegt die Insel Nosy Sakatia, die Sie mit einem kleinen Motorboot von Ampasimoronja aus erreichen können. Traumhaft schöne Badestrände und gute Möglichkeiten zum Hochseefischen machen die kleine, fast menschenleere Insel so besonders.

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Nosy Ambariovato (Nosy Komba)

Madagaskar, Tsarabanjina Island Hotel MadagaskarSie können jedoch auch einen Ausflug zur Insel Nosy Ambariovato machen, die auch Nosy Komba genannt wird und als Lemureninsel bekannt ist. Auf der Vulkaninsel die ausnahmslos mit Wald und Plantagen bedecket ist, können Sie die Morenmakis, eine Lemurenart füttern. Geben Sie allerdings stets acht, denn die lebendigen Tierchen sind ganz schön gierig nach Nahrung und können sogar Ihre Taschen plündern. Natürlich können Sie auch den 622 Meter hohen Vulkan besteigen, der im Inselinnern liegt.

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Nosy Tanikely

Für das Schnorcheln eignet sich die Insel Nosy Tanikely besonders. Hier werden Sie von kunterbunten Fischen, Korallen und anderen Meeresbewohnern die sich im klaren Wasser tummeln begeistert sein. Hotels und Reisebüros in Nosy Ambariovato (Nosy Komba) oder auf Nosy Be bieten Über- und Tagesfahrten an.

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Nosy Iranja

Rund 60 km südwestlich von Nosy Be befindet sich die Insel Nosy Iranja, die Insel der Schildkröten. Auf Grund der etwas größeren Entfernung, eignet sich die Insel nur für mehrtägige Reisen. Die schneeweißen Strände laden zum Baden im herrlich klaren Wasser ein.

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Nosy Nato (Ile aux Nattes)

Vor der Südspitze der Insel Nosy Boraha (Ste. Marie) liegt Nosy Nato, auch unter Ile aux Nattes bekannt. Die rund 200 Bewohner der kleinen Nachbarinsel verdienen ihren Unterhalt mit dem Anbau von Reis und Gemüse sowie mit Rindern. Eine Besonderheit der Insel ist die endemische lilafarbene Orchidee, die sich an Pandanusbäumen emporrankt. Wenn Sie am „Plage Berlin“ sind, befinden Sie sich nicht in der Deutschen Hauptstadt, sondern am schönsten Strand der Insel. Er befindet sich im Süden und kann nur zu Fuß erreicht werden. Auslegerboote starten von Nosy Boraha (Ste. Marie).

 

 

 

 

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