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Lilongwe
Die rund 647.000 Einwohner zählende Stadt Lilongwe ist die Hauptstadt Malawis. Sie liegt im Südwesten des Landes, westlich des Malawisees, auf einer Hochebene am Lilongwe-Fluss, unweit der Grenze zu den Nachbarländern Mosambik und Sambia.Die Stadtgründung ist mit dem Jahr 1947 datiert als Lilongwe zum Handelszentrum des Landes wurde. Erst im Jahr 1975 bekam sie den Status der Landeshauptstadt, vermittelt aber bis heute den Eindruck einer Kleinstadt mit vielen kleinen Feldern und Wiesen.
Lilongwe hat als Hauptstadt wenig sehenswerte Attraktionen, eignet sich jedoch bestens als Ausgangspunkt für Reisen durchs Land. Wer dennoch ein wenig Zeit hat sich der Stadt zu widmen, der sollte sich den lebendigen Markt auf der Malangalanga Road ansehen Auch ein Blick in die alten indischen Gewürz- und Bekleidungsläden lohnt sich allemal. Unter den zahlreichen schattenspendenden Bäumen verkaufen Frauen und Kinder selbstgemachte Snacks und erfrischende Getränke.
Tabak ist Malawis meist importierte und gewinnbringende Feldpflanze. Im März und April können Sie die berühmte Tabakauktion besichtigen bei der täglich rund 13.000 Tabakballen ihren Besitzer wechseln. Gruppen von Käufern laufen entlang der Bahnen, reden unaufhaltsam auf den Auktionator ein und kaufen alle sechs Sekunden einen Ballen.
Etwas außerhalb der Stadt liegt Salanjama, eine Bergkette. Vor diesen Hügeln liegt flaches, teilweise sumpfiges Hochland in dem weit über 400 Vogelarten gezählt wurden, die das Gebiet zum Eldorado für Ornithologen macht.
Nur dreißig Minuten Fahrzeit von Lilongwe entfernt befindet sich der gigantische Malawisee, sowie Senga Bay, ein hervorragendes Erholungs-und Freizeitgebiet.
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Mzuzu und das Viphya Plateau
Mzuzu, die drittgrößte Stadt Malawis, ist die Hauptstadt der Northern Region und Heimat von etwa 128.500 Einwohnern. Sie befindet sich auf einer Höhe von 1.254 Metern in einem Bergsattel der Viphya Mountains, am nördlichen Ende des Viphya Plateaus. Das wirtschaftliche und verwaltungstechnische Zentrum des Nordens stellt Kaffee, Tee, Macadamia, Tabak- und Baumwolle her und beschäftigt den Großteil aller hier lebenden Einwohner.Viphya ist ein etwa 200 km langer Höhenrücken der sich vom Tal des Dwangwa-Flusses im Süden bis zum Tal des Südlichen Rukuru am Fusse des Nyika-Plateaus erstreckt. Hier ragen bis zu 1.906 Meter hohe Berge gen Himmel. Während der Abhang nach Osten zum See großflächig für den Tee- und Kaffeeanbau genutzt wird, stehen auf der Westseite ausgedehnte Kiefernwälder. Sie gehören zu den größten von Menschen je gepflanzte Wäldern der Welt. Das zentrale Hochland dient den Menschen mit seinem hügeligen Grasland vor allem auch dem Anbau von Mais und Tabak. In den Wäldern der Region leben sowohl Buschböcke, Hyänen, Leoparden als auch die seltene Diademmeerkatze.
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Blantyre
Eine weitere Großstadt Malawis ist Blantyre, die älteste moderne Stadt des Landes. Sie liegt ganz im Südosten nahe der Grenze zu Mosambik auf einer Höhe von 1.039 Metern im Shire-Hochland. Die Stadt wurde 1895 als erste Stadt Zentralafrikas gegründet und hat heute mehr als eine halbe Million Einwohner. Der Name stammt vom Missionar und Afrikaforscher David Livingstone, der im schottischen Blantyre geboren wurde.
Gemeinsam mit ihrer Schwesterstadt Limbe ist Blantyre die größte Stadt des Landes, wirtschaftliches Zentrum und Sitz wichtiger Bildungseinrichtungen und Verlage. Außerdem ist die Stadt Standort einiger Sehenswürdigkeiten, darunter das Nationalmuseum und das Mandala-House. Es ist eines der ältesten europäischen Gebäude auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Unvergleichlich sind die Kirchenbauten St. Michael und All Angels. Das wohl imposanteste Gebäude der Stadt ist allerdings die Kirche „Church of Central Africa Presbyterians“ (CCAP). Sie wurde 1891 von schottischen Missionaren aus Ziegeln und Holz erbaut.
Regelmäßige Theateraufführungen malawischer und ausländischer Ensembles finden im French Cultural Centre statt.
In naher Umgebung von Blantyre liegen der Lengwe Nationalpark, der Universitätsstandort Zomba und die berühmten Wasserfälle von Kapichira, die alle einen Besuch wert sind.
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Zomba und das Zomba-Plateau
Viertgrößte Stadt Malawis ist der Ort Zomba im Shire-Hochland am Fuße des Zomba-Plateaus. Sie gilt als eine der schönsten Städte Malawis. Wegen der zahlreichen Niederschläge ist das Gebiet auf dem Plateau ganzjährig bewässert, was es zu einer dicht besiedelten und wohlhabenden Region macht.
Die Gründung Zombas erfolgte Mitte der 1880er Jahre von Europäischen Großgrundbesitzern. 1891 kam Zomba unter britisches Protektorat, aus dem 1907 die britischen Kolonie Njassaland hervorging. Der einstige Verwaltungssitz Malawis wurde mit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1964 zur Hauptstadt der unabhängigen Präsidialrepublik, bevor die Stadt 1975 von Lilongwe abgelöst wurde.Das Zomba-Plateau, eine herrliche Hochebene oberhalb der alten Kolonialhauptstadt Zomba erreicht eine Höhe von 1.800 Meter und verfügt zudem über einige Gipfel, die 2.080 Meter überschreiten. Auf drei Seiten fallen die Hänge steil in den Abgrund. Die Seite zur Stadt hin weist eine Wand von 750 Metern Höhe vor, während der Sprung im Westen noch höher ist. Hier bilden sich die äußersten Schluchten des Great Rift Valley und die Ebenen des Shire.
Das Reservat umfasst eine Fläche von 47 km². Der Großteil der Hochebene ist mit Bäumen bedeckt und eine der Waldreserven des Landes. Hauptsächlich wird diese Hochebene von üppigen Zypressen, mexikanischen Pinien, sowie herrlichen, sehr selten gewordene Zedern bewachsen. Die Schluchten und steilen Abhänge hingegen sind Lebensraum einer unglaublichen Vielfalt an Pflanzen und Blumen, angefangen von Kletterpflanzen des Urwalds, Wildblumen und Farnen, bis hin zu stachligen Pflanzen, Orchideen und Flechten.
Flüsse, Berge, Wasserfälle und Stauseen beheimaten Schirrantilopen, Affen, Schliefer und Otter, sowie eine Vielfalt an bunten Schmetterlingen und Vögeln die im Zomba-Plateau sehr vielfältig und unendlich schön sind.
Von „Queens View“ und „Emperor´s View“, haben Sie den perfekten Blick auf das Mulanje-Massiv und die Stadt Blantyre. Der erste Aussichtsplatz ist ihrer Majestät, der Königin Elisabeth, gewidmet. Der zweite hat den Namen des Kaiser Haile Selassie erhalten. Früher wurden diese beiden Aussichtsplätze als die Orte bezeichnet, von denen die Menschen den besten Blick auf das Englische Imperium hatten.
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Nyika Nationalpark
Der Nyika Nationalpark in Norden Malawis bedeckt beinahe die gesamte schroffe Nyika-Hochebene und liegt auf Höhen zwischen 2.000 und 3.000 Metern die oft von Wolken oder Neben umhüllt sind. Mit einer Fläche von 3.200 km², die neben dem zentralen Plateau auch das Escarpment sowie die Hügelketten im Nordosten und Süden einschließt, ist er der größte Nationalpark Malawis. "Nyika" bedeutet so viel wie "Wo das Wasser herkommt" und tatsächlich ist die Region von enormer Bedeutung für den Wasserhaushalt Nordmalawis.Weite, offene Ebenen, Nadelwälder, hügeliges, größtenteils unbewaldetes Grasland und weite sanfte Hügel bedeckt mit Mopanegras und Mimbobäumen sind charakteristisch für den Nyika-Nationalpark, der eine Vielzahl von Vögeln und Schmetterlingen Schutz bietet und damit zu einer außergewöhnlichen Biodiversität im südlichen Afrika beiträgt.
Aufgrund der Wilderei vergangener Jahre ist der Bestand an Wildtieren unglücklicherweise zurück gegangen. Weit verbreitet sind dennoch die großen, rötlichgrauen Antilopen und die kleineren Riedböcke, aber man kann auch auf Zebras, Warzenschweine, Hyänen, Schakale und Blauaffen treffen. Sogar zahlreiche Leoparden sind im Nyika Nationalpark beheimatet. Zu Pferd können Sie die Landschaft besonders schön erschließen und bei ausgedehnten Safaris auf dem Pferderücken lassen sich vor allem Zebras und Elenantilopen, die in anderen Parks nur selten beobachtet werden sehr,entdecken.
Die Aussicht von den steilen Plateaurändern der Nyika Nationalparks ist gigantisch und unbeschreiblich. Vom Jalawe Aussichtspunkt im Norden sehen Sie bei gutem Wetter über den Malawisee bis nach Tansania und Mosambik, auf der anderen Seite bis nach Sambia.
In der Blütezeit im Frühling bedecken Wildblumen, Gräser und etwa 200 Arten von Orchideen die weiten Flächen des Nyika Nationalparks.
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Vwasa Marsh-Wildreservat
Westlich von Mzuzu liegt das auf einer Höhe von etwa 1.600 Metern liegende, 1.000 km² große Vwasa Marsh-Wildreservat. Es bildet einen interessanten Kontrast zum Nyika Plateau. Wälder, offenes Grasland und Sümpfe dominieren hier die Landschaft in der sich zahlreiche Tiere niedergelassen haben. Ansonsten ist das Schutzgebiet vielerorts flach und mit Mopane Bäumen bewachsen.
Abgesehen von Elefanten, Büffeln und Flusspferden ist die Zahl der hier lebenden Tiere nicht groß. Dennoch gibt es die Möglichkeit auch Kudu, Impala, Warzenschweine, Paviane, Pukus und Lichtensteins Kuhantilopen zu sehen. Aber auch die seltenen Pferdeantilopen, Riedböcke und Ginsterkatzen, Klippspringer, Elenantilopen und Rappenantilopen kommen vor.
Die Feuchtgebiete des Vwasa Marsh-Wildreservates bieten Zuflucht für zahlreiche Vögel, darunter Webervögel, Kampfadler, Nachtschwalben, Rudeflügel, sowie mehrere Eulenarten.
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Malawisee Nationalpark, Malawisee und Likoma Island
Der 1980 gegründete Malawisee Nationalpark bei Monkey Bay am Südufer des Malawisees umfasst den südlichen und mittleren Teil des gleichnamigen Sees. Er ist umgeben von den mit Bäumen bewachsenen Hügeln der Nankumba Halbinsel, die den Mittelpunkt eines zwölf Inseln umfassenden Miniaturarchipels bildet. 1984 wurde er in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen und ist ein Gebiet von außergewöhnlicher Schönheit.
Das Gebiet des 88 km² großen Nationalparks dient dem Schutz der einzigartigen Vielfalt von tropischen Fischarten und deren Brutstätten im 560 Kilometer langen und bis zu 80 Kilometer breiten Malawisee. Er ist die die wohl größte Attraktion des Landes.
Endlose Sandstrände bilden den Rahmen für das tiefblaue Binnengewässer in der sich eine bemerkenswerte Unterwasserwelt präsentiert und dessen Wellen sich sanft im ständigen Wind kräuseln. An den Ufern des stellenweise 700 Meter tiefen Sees hat sich eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur herausgebildet.Vor allem die Region um die Stadt Salima mit dem Hauptbadeort Senga Bay ist wegen der herrlichen Sandstrände bei Besuchern sehr beliebt. Die meisten erschlossenen Küstenabschnitte haben wunderschöne kilometerlange weiße Strände die nur von Felsen und pittoresken Dörfern unterbrochen werden. Das Gewässer selbst ist zudem frei von Bilharziose Erregern und somit eignet sich der riesige See mit Durchschnittstemperaturen von 21 bis 28 °C hervorragend für die Freizeitgestaltung im Wasser.
Besonders Wassersportler, Surfer, Segler und vor allem Taucher kommen hier im kristallklaren Wasser voll auf ihre Kosten. Etwas gediegener verläuft hingegen eine Bootstour über dem Malawisee, die einzigartige Impressionen eröffnet.
Der wenig bevölkerte nördliche Abschnitt des Malawisees gehört zu den bezauberndsten und abwechslungsreichsten Gebieten des Landes. Er wird von den Viphya- und Livingstonia-Steilhängen, die vom Grund des Großen Grabenbruches in die Höhe aufsteigen, überwogen. Verschiedene Flüsse münden in den Malawisee und bilden große Sümpfe die sich dadurch hervorragend für Vogelbeobachtungen eignen.
Für Aquarianer gilt der Malawisee als Synonym für Artenreichtum. Durch seine isolierte Lage im Afrikanischen Grabenbruch konnte sich vor allem eine Vielfalt von 500 Arten Buntbarschen entwickeln Insgesamt liegt die Zahl der unterschiedlichen Arten bei etwa 1.000, davon sind 359 endemisch.
Auf dem Khondowe Plateau liegt die Missionsstation von Livingstonia. Das 1.000 Meter hoch gelegene Dorf bietet einen Panoramablick auf die schroffen Livingstone-Berge am gegenüberliegenden tansanischen Ufer des Malawisees, über dem es direkt auf einer Klippe liegt. Nach dem Tod von Livingstone im Jahre 1873, lebte die missionarische Arbeit wieder auf und eine Gruppe der freien Kirche von Schottland erbaute die Mission in Cape MacLear, die später in Livingstonia umbenannt wurde. Noch immer ist dieser kleine Ort faszinierend. Neben dem Museum können Sie im Dorf die Kirche der Mission bewundern. Ganz in der Nähe stürzen sich in wunderbarer Umgebung die Manchewe Fälle rund 70 Meter tief einen Steilhang hinab, bevor sie sich in den See ergießen.
Im Malawisee, nur wenige Kilometer von der Küste zu Mosambik, liegen zwei bewohnte Inseln. Likoma Island ist eines der entlegensten und schönsten Reiseziele Malawis. Die Insel ist am besten per Kleinflugzeug zu erreichen, kann jedoch auch mit dem Boot angefahren werden. Zahlreichen Baobab Bäume stehen neben Mangobäumen und dominieren das Landschaftsbild von Likome Island.
Seit ihrer Entdeckung am Ende des neunzehnten Jahrhunderts durch die schottischen Missionare, ist Likoma praktisch unverändert geblieben. Die Infrastruktur ist auch weiterhin sehr zurückgeblieben und auch sonst scheint die Zeit hier stehen geblieben zu sein, denn auf fließend Wasser, größere Geschäfte und eine Teerstraße muss man weitgehend verzichten. So bewegt man sich auf Likoma Island auch am besten zu Fuß, mit dem Mountainbike oder Quadbike.Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel zählen die zwei Kathedralen, von denen die größere, St. Peter's Cathedral, sehr sehenswert ist. Die andere, St. Mark's Church im Süden von Likoma Island, ist von Kaya Mawa aus leicht aus zu erreichen. Aufklärung über das Alltagsleben der 10.000 Bewohner bekommen Sie auf einem interessanten Rundgang über den örtlichen Markt.
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Kapichira Wasserfälle
Ein spektakuläres Naturschauspiel sind die Kapichira Wasserfälle des Shire-Flusses. Besonders prachtvoll präsentieren sie sich in der Regenzeit wenn die Wassermassen zwischen den Granitfelsen etwa 80 Meter in die Tiefe stürzen.
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Felsmalereien in Chongoni
Der Chongoni ist ein 2.198 Meter hoher Berg, der sich in der gleichnamigen Provinz befindet. Die Fläche des Schutzgebietes beträgt 126 km² und ist auf bewaldeten Granithügeln im Mitteltafelland vorzufinden. Etwa 127 Felsenmalereien wurden hier vorgefunden und im Jahr 2006 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Sie zeigen die Traditionen der Sammler und der Pflückerjäger des Chewa-Volkes, andere Funde zeigen geometrische Figuren. Einige Zeichnungen stammen sogar aus der Steinzeit, andere Malereien sind wiederum im 20.Jahrhundert entstanden.
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Kasungu Nationalpark
Der Kasungu Nationalpark im Nordwesten der zentralen Region liegt 40 Kilometer westlich der Siedlung Kasungu auf einer Höhe zwischen 1.000 und 1.300 Metern. Er erstreckt sich über eine Fläche von rund 2.300 km² und ist eines der imposantesten Naturschutzgebiete des Landes.
Der Kasungu Nationalpark wurde bereits 1930 zum Tierreservat erklärt, erlangte aber erst 1970 den Status eines Nationalparks. Seit den 1970er Jahren entwickelte er sich zu einer beliebten Touristenattraktion, nachdem das lästige Problem mit den Tsetsefliegen erfolgreich bekämpft werden konnte.
Der Park charakterisiert sich durch eine Vielfalt an Habitaten und abwechslungsreichen Landschaften. In den Ebenen und kleinen Tälern breiten sich Feucht- und Sumpfgebiete aus. Offenes Grasland, dichtes Miombo Buschland auf sandigen Böden, welches von einzelnstehenden, markanten Felsen besonders im Zentralteil und einer imposanten Hügelkette im nordöstlichen Gebiet an der Grenze zu Sambia bestimmt wird, dominieren die Gegend des zweitgrößten Nationalparks Malawis. Besonders „Black Rock“ bietet eine imposante Aussicht über den Park.
Der Kasungu Nationalpark war einst berühmt für seinen Wildreichtum, vor allem für die riesigen Büffel- und Elefantenherden. Doch er litt stark unter ungehemmter Wilderei wodurch sich die Bestände stark dezimierten.Inwieweit sich der Tierbestand durch ein von der EU finanziertes Programm erholt hat, ist nur schwer einzuschätzen. Wegen der üppigen Vegetation ist das Aufspüren der Tierwelt im Park recht schwierig, dennoch zeigen sich in dem großen Waldgebiet einiger Säbelantilopen, Zebras, Kudus, Riedböcke und Elefanten. Nashörner und Wildhunde sind völlig ausgerottet. Mit etwas Glück erspähen Sie imposante Jäger wie die scheuen Geparden, Leoparden und Löwen, die sich jedoch meist versteckt halten.
Im Überflutungsbereich bilden sie die sogenannten Dambos, offene Graslandschaften entlang der Flussläufe, die allen voran den großen Büffelherden als Nahrung dienen. Die Vogelpopulation im Kasungu Nationalpark wird auf über 300 verschiedene Spezies geschätzt.
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Lengwe Nationalpark
Im Südwesten des Landes bei Chikwawa liegt der 130 km² große, trockene und überaus heiße Lengwe Nationalpark. Das Reservat zum Schutz dieser Antilopenart wurde schon 1928 gegründet und 1970 in einen abwechslungsreichen Nationalpark umgewandelt. Im Norden zeichnet sich der Lengwe Nationalpark durch laubabwerfende Trockenwälder aus, in der Mitte dominieren Dornbusch- und Akaziensavannen, im Süden ändert sich die Landschaft in Marsche und Grassavannen.
An vier künstlichen Wasserlöchern herrscht ein reges Kommen und Gehen. Die Zahlen der zur Tränke kommenden Tiere sind bemerkenswert. Aus Beobachtungsständen können Sie unter anderem die seltenen und scheuen Nyala-Antilopen, Buschböcke, Kudus, Impala, Warzenschweine, Gelbe Paviane, Diadem- und Grüne Meerkatzen, Zebramangusten und Duiker beobachten. Warzen- und Pinselohrschweine kommen nicht nur zum Trinken, sondern suhlen hier auch ausgiebig.
Viele Vogelarten, darunter Spinte, Nektarvögel, Helmperlhühner und Hagedasch-Ibisse sind im Lengwe Nationalpark den ganzen Tag über zu beobachten, häufig finden sich auch sonst sehr selten zu beobachtende Arten von Greifvögeln am Wasser ein. Eine Kostbarkeit ist das Kräuselhauben-Perlhuhn, aber auch der seltene Zimtroller ist im Lengwe Nationalpark Zuhause und kein anderer Ort in Afrika eignet sich besser, um die die zerbrechlich wirkenden Moschusböckchen zu beobachten.
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Liwonde Nationalpark
Der fast 600 km² große Liwonde Nationalpark liegt in den Ebenen des Shire Valley und erstreckt sich vom Malombesee im Norden Malawis bis zur Stadt Liwonde im Süden. Dank seiner professionellen Führung und der wunderschönen Landschaft mit seinen Teichen, Lagunen, Savannen, Ebenen, Mopaniwäldern und Hügeln ist er entscheidend für die unglaubliche Vielfalt an Pflanzen, Wildtieren und Vögeln die hier ihre Lebensräume in wunderschöner Umgebung gefunden haben.Im nördlichen Teil des Parks sind die meisten Wildtiere vorzufinden, darunter Säbelantilopen, Zebras, Löwen, Kudus, Duiker, Warzenschweine und sogar Spitzmaulnashörner gehören zu den Bewohnern des Parks. Mit Glück lassen sich sogar Rappenantilopen blicken. Auch eine große Menge Elefanten, afrikanischen Geparden und Leoparden sind im Liwonde Nationalpark anzutreffen. Am Malombesee und am mächtigen, eindrucksvollen Shire-Fluss mit seinen Lagunen und Nebenarmen, finden sich häufig Tausende Nilpferde und Krokodile ein. Sie lassen sich auf einer interessanten Erlebnisbootsfahrt durch die Papyrussümpfe beobachten besonders gut beobachten.
Aber nicht nur die Suche nach Großwild ist ein besonderes Ereignis. Der Liwonde Nationalpark zählt nämlich zum einen wegen der großen Artenvielfalt, zum anderen auch wegen der relativen Leichtigkeit, "außergewöhnliche" Vögel zu sehen, zu den besten Vogelbeobachtungsplätzen im südlichen Afrika. Ein neugeschaffenes Wasservogelschutzgebiet bietet Reihern, Enten, Gänsen, Seefalken, Fischeulen von Pel, Weißrückennachtreihern, Palmengeiern, Boehm'schen Bienenfressern, Eisvögeln und Kormoranen hervorragende Nistplätze. Auch seltene Vögel wie die Fischeule, aber auch Scherenschnäbel, Schreiseeadler, Weißrückennachtreiher und viele lokale Arten sind hier vorzufinden.
Zwischen November und Mai ist der Liwonde Nationalpark geschlossen. Während der Regenzeit wandern viele Tiere ins Nachbarland Mosambik.
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Mulanje Bergmassiv
Das Mulanje Bergmassiv welches sich 70 Kilometer südlich von Blantyre befindet, wird von fast vertikalen Klippen aus nackten Felsen umgeben, die eine Höhe von etwa 1.000 Metern erreichen. Wegen seiner Schroffheit, gigantischer Granitwände und der beeindruckenden Höhe, ist er ein beliebtes Tagesziel. Von Montan-, Kiefern-, und Nebelwald bis zu hochalpinen Matten, Felsklüften und Gratpfaden wird alles geboten Mit über 3.000 Metern erreicht hier der Sapitwa den höchsten Punkt des Landes. Der spektakulärste Gipfel und die höchste Felswand ganz Afrikas ist mit 2.556 Metern der Chambe. Er erhebt sich mit seiner 1.500 Meter hohen, nahezu senkrechten Westwand aus der ebenen Grassavanne zwischen ihm und dem Shire-Hochland. Häufig liegt er über dem Nebel, der ständig die Abhänge umgibt. Deswegen wird der der Berg auch als „Insel in den Wolken“ bezeichnet.
Wanderer stellt das Mulanje Bergmassiv vor eine große, abenteuerliche Herausforderung, denn das Gelände ist teilweise sehr schwierig, kann von riesigem Geröll zerklüftet sein und weist große Höhenunterschiede auf. Kleine Seen und Wasserfälle die im Mulanje Bergmassiv vorzufinden sind, machen diese Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.
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Weitere Schutzgebiete
Das etwa 65 Kilometer nördlich von Lengwe gelegene Majete-Wildreservat liegt abgelegen und ist kaum erschlossen. Zahlreichen Tierarten wie Flusspferden, Elefanten und Großkatzen bietet er Schutz. Ein weiteres Wildreservat ist südöstlich von Lengwe zu finden. Das Mwabvi-Wildreservat ist Zufluchtsort einiger schwarzer Nashörner, Impalas, Zebras und Säbelantilopen.
Weitere Schutzgebiete sind das Nkhotakota-Wildreservat in der mittleren Region Malawis, Lizard Island bei Salima und der Michiru Mountain Park in der Nähe von Blantyre.
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