
Die Inselgruppe der Maskarenen, wozu neben Mauritius auch Rodrigues und La Réunion gehören, entstand vor ca. 8 Millionen Jahren aufgrund von vulkanischen Aktivitäten im Indischen Ozean. Schon im 10. Jahrhundert war die Insel arabischen Seefahrer bekannt und wurde von ihnen „Dina Harobi“ genannt, was soviel bedeutet wie „verlassene Insel“. Die Araber wurden allerdings nie auf der Insel sesshaft, weil sie überwiegend Händler waren und die Insel nur zur Nahrungsmittel- und Trinkwasseraufnahme diente.
Europäer entdeckten Mauritius zum ersten Mal am Anfang des 16. Jahrhunderts, vom Portugiesen Pedro Mascarenhas. An ihn erinnert noch heute der Name der Inselgruppe der Maskarenen. Die Insel Mauritius wurde von den Portugiesen nicht als Kolonie genutzt, sondern diente nur als Stützpunkt.
Im Jahre 1598 wurde Mauritius von den Holländern in den Besitz genommen, allerdings gaben diese die Insel nach 20 Jahren auf, da der Versuch sie zu besiedeln scheiterte. Zunächst geriet die Insel in die Hand der Piraten, die zur damaligen Zeit gut organisiert waren und der Handelsschifffahrt erhebliche Schäden zufügten. Während dieser Zeit wurde die Insel fast vollständig abgeholzt und die Tierbestände stark verkleinert und einige sogar ausgerottet, wie zum Beispiel der Dodo.
Im Jahre 1715 wollten die Franzosen durch den Besitz der Insel die wichtige Schiffsroute nach Indien schützen. 1810 kam es zu einer großen Seeschlacht zwischen England und Frankreich bei Grand Port und die Franzosen wurden von den Engländern vertrieben, welche 1835 die Sklaverei abschafften und für die positive wirtschaftliche Entwicklung von Mauritus verantwortlich waren. Am 12. März 1968 wurde Mauritus für unabhängig erklärt.