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Religion
Rund 35% der in Tansania lebenden Menschen gehören der islamischen Religion an. Sie leben vor allem an der Küste. Auf Sansibar gibt es sogar 98% Muslime. Im Inland hingegen gehören viele, nämlich rund 40% durch die Bekehrung von europäischen Missionaren dem katholischen oder protestantischen Glauben an. Die restlichen 25% der Bevölkerung gehören dem hinduistischen Glauben an oder glauben an Naturreligionen und pflegen den Ahnenkultur. Dazu gehören die Naturmedizin, der Totenkult, der Ahnenglaube sowie die Beschwörung von Geistern, Dämonen und dem „Kisuaheli Mungu“, einem Gott. Auch Medizinmänner, Heiler, Hexenmeister oder die „Mugangas“, Beschneidungspriester gehören zu der Kultur der Bevölkerung. Auch Christen und Moslems treten den Glaubenswelten und Ritualen mit großem Respekt entgegen und binden sie zum Teil ihre Religion mit ein.
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Musik und Kunst
Ein Teil der Kultur bildet auch die „Ngoma“. Unter diesem Begriff werden Musik, Tanz und jegliche Art von musikalisch begleiteten Aufführungen zusammengefasst, die zum Alltag eines jeden dazugehören. Es wird sehr häufig auf Kiswahili gesungen, egal ob während der Arbeit oder beim abendlichen Zusammensitzen. „Ngoma“ ist zugleich aber auch der Name für eine einfache aber ursprüngliche Trommel, die in jedem Haushalt in Tansania zu finden ist. Andere traditionelle Instrumente sind die „kita“, eine Schalenzither, „kayambas“, Rasseln aus getrockneten Kürbissen die mit Kernen gefüllt sind sowie „siwa“, Blashörner und „tari“, Tambourine. Auch auf Sansibar spielt „taarab“, die klassische Musik eine große Rolle, die mit Instrumenten wie der Violine, Flöte, Zitter und Trommel erzeugt wird und meist von Tänzen begleitet wird, die als Kontaktaufnahme zu den Ahnen durchgeführt werden. Die Töpferei, die von Frauen betrieben wird zählt ebenso zur traditionellen Kunst, wie die Masken und Schnitzereien. Besonders auf Sansibar, in der Altstadt „Stone Town“ schmückten die Reichen ihre Paläste mit geschnitzten Rahmen, Balkonen, Haushaltsgegenständen und Türen, die heute noch zum Teil zu bewundern sind. Letzte heißen deswegen „Sansibar-Türen“.
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Essen und Trinken
Auf Grund der vielen Fremdeinflüsse vor allem aus der indischen und arabischen Kultur, gibt es nur vereinzelt typische Landesgerichte. Hauptsächlich bestehen die Speisen aus den Grundnahrungsmitteln Maniok, Mais und Reis, die oftmals in Form eines Breis gereicht werden. Dazu gibt es Gemüse wie gekochten Kohl, Zwiebeln, Bohnen oder Spinat, ein Sud aus Kokosmilch, sowie Fisch, Krustentiere, Tintenfisch und Fleisch von Ziege oder vom Rind. Huhn kommt in den Gerichten meist selten vor, ebenso wie Schweinefleisch, das von dem Großteil der islamisch geprägten Bevölkerung nicht gegessen werden darf. Außerdem gibt es in Tansania Speisen wie „Matoke“, Kochbananen die in Öl geraten und dann zu einem Brei gestampft werden, „Supo“, eine Suppe die aus den Fischresten, Krabben, Hummern, Zitronengras und Chili besteht, „Samozas“, eine Art gebackene Teigtasche, welche wahlweise auch mit Hack oder Gemüse gefüllt ist oder auch „Pilau“. Damit ist ein mit Rosinen und Kardamom gewürzter Reis mit Fleischstücken gemeint. Als Snack gibt es in Tansania beispielsweise „Mandazis“, trockene Krapfen oder auch in ein Omelette verbackene Kartoffelscheiben und Hühnchenfleisch. Getrunken wird am liebsten „Chai“, süßer Tee der mit Milch angereichert wird, aber auch Bier, welches meist von südafrikanischen, kenianischen und deutschen Brauereien hergestellt wird. Ebenso beliebt sind aber auch der schmackhafte Zuckerrohrschnaps „Konyagi“ oder „Pombe“, ein von einzelnen Familien gebrautes Bananen- oder Hirsebier. Dieses wird vor allem an Festtagen wie Hochzeiten oder Beschneidungszeremonien ausgeschenkt.
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