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Bevölkerung

Tansania, Massai TansaniaAuf einer Fläche von rund 945.087 km² leben 36.766.356 Menschen, was eine Bevölkerungsdichte von 39 Einwohnern pro km² ergibt. Im Vergleich zu Deutschland mit 230 Menschen pro km² ist Tansania also relativ dünn besiedelt. Allerdings gestaltet sich die Verbreitung sehr unterschiedlich. Rund 26% leben in Städten, davon etwa 10% in Dar Es Salaam. Weitere Besiedlungen sind in der Region um den Victoriasee, wo ungefähr ein Drittel aller Menschen lebt. Des Weiteren haben sich viele im Nordosten, an den Hängen des Mount Kilimanjaro und der Usambara-Berge angesiedelt, sowie am Makonde Plateau und in den Southern Highlands. Dort fällt besonders viel Regen und durch den mineralhaltigen Vulkanboden wird besonders viel Landwirtschaft betrieben. Die meisten Einwohner gibt es jedoch auf der Insel Ukerewe im Victoriasee und im Chagga-Gebiet. Der Rest der Landesfläche ist sozusagen menschenleer, da kaum Niederschlag fällt und die Böden unfruchtbar sind.

Bis zu 130 verschieden Volksgruppen sind in Tansania beheimatet. 95% der dort lebenden Menschen gehören den Bantu-Völkern Sukuma, Nyamwezi, Makonde, Haya, Chagga, Gogo, Hehe, Nyakusa, Ha, Shambaa, Ngoni und Luguru an. Weitere ethnische Gruppen sind die nilotischen beziehungsweise simi-nomadischen Barabaig und Maasai wie die Arusha, Rendille und Samburu. Die Kuschiten gehören zu den semitischen Hamiten. Sie sprechen als Afro-Asiaten Arabisch, die Sandawe, Burungi und Gorowa hingegen sprechen Iraqw. Beide gingen mit wenigen Einzelfällen in Kiswahili auf.

Als kleinste Ethnie existieren in Tansania auch die Khiosan, die sogenannten Bushmen. Sie sind das älteste Volk des Kontinents und haben sich in den trockenen Regionen des Zentralplateaus und den Steppengebieten angesiedelt. Aber auch Asiaten wie Inder, Goanesen und Pakistanis sind in Tansania beheimatet. Sie kamen vor allem in der Zeit zwischen den zwei Weltkriegen und sind in der Wirtschaft tätig.

Die ursprüngliche Bevölkerung von Sansibar sind die Hamidu, Tumbatu und Pemba, die ebenfalls zu den Bantu-Stämmen gehören. Tumbatu und Pemba leben auf den gleichnamigen Inseln. Hamidu hingegen sind auch auf dem Festland anzutreffen.

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Sukuma

Tansania, Massai Krieger TansaniaDie Sukuma sind die größte Ethnie des Landes. Rund 3 Millionen Menschen besiedeln das Südufer des Viktoriasees und das Gebiet um Mwanza, dem wichtigsten Zentrum dieses Volkes. Ihren Unterhalt sichern sie durch die Feldwirtschaft, Fischerei, Rinderzucht und den Handel, der vor allem von Frauen betrieben wird. In ihrem Siedlungsgebiet wird zudem Baumwolle angebaut. Bekannt sind die Sukuma durch den „bogobogobo“, einen sogenannten Schlangentanz, bei dem sie sich lebenden Schlangen wie Phytons um den Körper legen.

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Nyamwezi

Nach den Sukuma sind die Nyamwezi die zweitgrößte Ethnie von Tansania. Ihr Gebiet erstreckt sich vom südlichen Rukwasee über das Moyowosi-Feuchtgebiet und Tabora bis nach Itigi. Sie leben vor allem vom Anbau der Grundnahrungsmittel wie Maniok und vom Honigsammeln in den Miombe-Wäldern.

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Makonde

Relativ isoliert - im Südosten des Landes - lebt das Bantu-Volk Makonde, die mit rund einer halben Million Menschen ebenfalls zu einer der größten Gruppen gehört. Sie haben sich vor allem an der Küste im südöstlichen Tansania und jenseits des Rowuma-Grenzflusses in Mosambik niedergelassen. Die begabten Makonde sind besonders für ihre außergewöhnliche Kunsthandwerke sowie für den kulturellen Konservatismus und ihrer Bereitschaft, ihr Land und ihre Lebensart zu verteidigen, bekannt.

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Chagga

Rund um den Mount Kilimandscharo lebt die 800.000 Menschen umfassende Ethnie der Chagga, die die drittgrößte Bevölkerungsgruppe darstellt. Sie sind auch unter dem Namen „Jagga“, „Dschagga“ und „Waschagga“ bekannt sind. Einige wenige arbeiten im Tourismus. Überwiegend betreiben sie jedoch Rinder- und Ziegenzucht sowie Feldarbeit. Die fruchtbaren Vulkanböden und das feuchte Klima bieten hervorragende Voraussetzungen für den Anbau von Maniok, Eleusine, Süßkartoffeln, rotne Bohnen, der Mbeke-Pflanze und Bananen. Diese wird für die Herstellung von „Pombe“, dem regionalen Bier genutzt, das meist anlässlich von Festen getrunken wird. Die Aura des Mount Kilimanjaro soll den Lebensgeist der Chagga wach halten, wodurch einige Menschen älter als 100 Jahre werden.

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Gogo

Die Region bei Dodoma, in der Nähe der Maasaisteppe leben die Gogo, die vermutlich ein Mischvolk der nördlich lebenden Maasai und der südlich lebenden Hehe sind. Sie betreiben Rinderzucht und Wanderackerbau. Ein kennzeichnendes Merkmal in der Region sind die flachen, viereckigen und sehr niedrigen Hütten, die weit auseinander gebaut sind und „tembe“ genannt werden.

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Hehe

Tansania, Bevoelkerung TansaniaDie Hehe, die auch unter der Bezeichung „Wahehe“ bekannt sind, stellen eine Bevölkerungsgruppe Tansanias dar, die unter dem Chief Mkwawa gegen die deutsche Kolonialherrschaft ankämpfte und durch ihren langanhaltenden Widerstand bekannt wurde. Sie haben sich in dem Gebiet um Iringa niedergelassen

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Nyakusa

Im Rungwe Valley, vom Nyasa-See bis zu den Poroto Mountains sind die Nyakusa beheimatet, die die größte ethnische Gruppe im Südwesten des Landes darstellen.

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Ha

Die Region Kigoma, der Tongwe am Malagarasi-Fluß, der Sowa von der Region Kibwesa und der Bende, Fipa und Lungu werden von den Ha bewohnt. Sie betreiben Fischfang und nutzen die dort anlegenden Schiffe um an Bord mit Kleinhändlern zu handeln. An diese werden vor allem die Süßwassersardine „Dagaa“ aus dem Lake Tanganyika verkauft.

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Ngoni

Um den Malawi-See in Mosambik, Sambia, Malawi und Tansania leben die rund 300 000 Ngoni von der Viehzucht und dem Feldbau.

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Barabaig

Die Barabaig sind eine noch sehr unerforschte Gruppe, die isoliert lebt und zu der nilotischen Volksgruppe der Tatoga angehört. Ihren Wohlstand erkennt man an der Anzahl der Rinder, von denen sie neben der Jagd und dem Ackerbau leben. Auf Grund von Krankheiten und der europäischen Kolonialisierung ist die Zahl der einst großen Ethnie auf nur 50.000 Menschen geschrumpft.

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Suaheli

Die Suaheli sind ein Mischvolk, welches die Küste und die Inseln vom Süden Somalias bis in den Norden von Mosambik bewohnt. Daher stammt auch der Name „Suaheli“, der von dem arabischen Wort „Sahil“ abgeleitet wird und „Küste“ bedeutet.

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Sandawe

Ein Jäger- und Sammlervolk sind die Sandawe, die in Nordtansania leben. Sie haben genauso wie die Buschmänner des Südens eine helle Hautfarbe, sowie eine kleine Körpergröße und das kennzeichnende „Popcornhaar“. Obwohl sich ihre Sprache unterscheidet, haben auch die Sandawe die sogenannten „Klicklaute“. Über ihr Leben und die Anzahl der Stammesangehörigen ist nicht viel bekannt, jedoch wurde ihre Existenz durch Landnahmen sehr stark bedroht.

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Maasai

Ein über die Grenzen von Afrika bekanntes Volk sind die Maasai (Massai, Masai), die mit rund 120.000 Menschen in Tansania vertreten sind und in der gleichnaTansania, Massai Krieger Tansaniamigen Maasaisteppe und in der Ngorongoro Conservation Area vorkommen. Anders als die anderen Ethnien von Tansania, sind die Maasai groß und haben eine schlanke Figur, die sie mit roten oder blauen togaähnlichen Gewändern bedecken. Das Nomadenvolk lebt vor allem von der Zucht von Schafen, Ziegen, Eseln und Rindern, die in ihrer Kultur ein Statussymbol sind und den wertvollsten Besitz der Menschen darstellen. Mit ihnen ziehen sie im Umkreis ihres Landes umher, um Wasserstellen und Weidefläche für die Tiere aufzusuchen. Oftmals wird das Hauptnahrungsmittel Milch mit Rinderblut vermischt, dass durch das anritzen des Tieres entnommen wird. Im Anschluss daran, verbinden die Maasai das verwundete Rind, damit es weiterleben kann und trinken die Milchblutmischung, die unter dem Namen „Saroi“ bekannt ist. Nicht ungewöhnlich ist es auch, dass Maasai-Männer mehrere Frauen haben, von denen jede einzelne mit ihren Kindern in einem separaten Haus lebt. Auch das nächtigen bei Frauen eines anderen Maasai der selben Altersgruppe ist nichts unnormales. Zu den vielen Zeremonien des Volkes gehören auch die Beschneidung der Jungen, die alle 7 bis 15 Jahre stattfindet und die Genitalverstümmelung der Mädchen. Bei den Ritualen Schmerz zu zeigen ist strengstens verboten.

 

 

 

 

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