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Städte & Nationalparks

Distrikt Kampala
Kampala

Auf einer Höhe von 1.155 Metern liegt Ugandas Hauptstadt Kampala. Das unangefochtene Zentrum des Landes ist zugleich Sitz der Regierung und nur wenige Kilometer vom Victoriasee entfernt. Geschätzte 1,35 Millionen Menschen leben in der Hauptstadt.

Die Ursprünge Kampalas gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als die bugandischen Könige hier auf den Hügeln ihre Residenz hatten. Auf einem der Hügel errichtete später der britische Gesandte Captain Frederick Lord Lugard sein Fort. Und genau hier liegt der Ursprung des Stadtnamens, denn die Kurzform „Kampala“ leitet sich von dem Begriff „Kasozi ka Impala“ ab und bedeutet Übersetzt „Hügel der Impala“, denn damals beweideten zahlreiche Impala-Antilopen den Hügel des heutigen Old Kampala.

Nach der Errichtung des Fortes 1890 für die British East Africa Company, strömten mehr und mehr Menschen nach Kampala und so breitet sich die heutige Hauptstadt auf weitere sieben Hügel aus, die von wunderschönen Tälern, Uganda, Rwenzori Hochland Ugandagrünen Sumpflandschaften und Bächen umgeben sind. Jeder der Hügel führte einst eine vorherrschende Funktion aus. Kololo/Nakasero wurde das Zentrum für die öffentliche Verwaltung und war das bevorzugte Wohngebiet der Mitarbeiter. Die zentralen Einrichtungen der Katholiken, Protestanten und Moslems befanden sich auf den Hügeln Rubaga, Namirembe und Kibuli. Makerere entwickelte sich zum Universitätscampus und in Mulago siedelten sich Gesundheitseinrichtungen an. Noch bis heute sind diese Identitäten erhalten geblieben.

1906 wurde Kampala nach britischem Recht zur Ortschaft erklärt und stieg 1949 zur Verwaltungsgemeinde auf. Erst 1962 löste Kampala die Stadt Entebbe nach einer Wahlentscheidung als nationale Hauptstadt ab. Doch die Bürgerkriegsjahre unter Obote und Amin gingen nicht spurlos an Kampala vorüber. Viele Gebäude fielen der Zerstörung zum Opfer und die Infrastruktur brach völlig zusammen. Kampala erholte sich schnell und entwickelte sich während der 90er Jahre zu einer hellen, dynamischen, weltoffenen und geschäftigen Stadt mit moderner Atmosphäre. Das gegenwärtige Stadtbild wird heute von einer Skyline, Stadtparks, Geschäften, Hotels, Bars und internationalen Restaurants dominiert. Viele kleine Flüsse und Bäche durchziehen die grüne Stadt und vielerorts verspürt man ein europäisches Flair.
Kampala und seine Umgebung laden mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu Stadtspaziergängen und Tagesausflügen ein. Einige der Sehenswürdigkeiten der Stadt sind zwei zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaute Kathedralen. An Sakralbauten existiert in Kampala unter anderem die älteste protestantische Kathedrale in ganz Afrika. Sowohl die Namirembe-Kathedrale, die auch unter dem Namen St.-Pauls-Kathedrale bekannt ist, als auch die römisch-katholische Rubaga-Kathedrale, die Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Rubaga-Hügel erbaut wurde, sind jeweils Sitze eines Bischofs. Darüber hinaus steht in Kampala die islamische Kibuli-Moschee, die heute Sitz des obersten muslimischen Rates und eine der größten Moscheen von Uganda ist. Von deren Minarett können Sie einen traumhaften Ausblick über Kampala genießen.

Ferner gibt es in der Hauptstadt Sikh- und Hindu- Tempel, sowie das einzige „Haus der Andacht“, ein Sakralbau der Bahaivon dem es in ganz Afrika nur diesen einzigen Tempel der Glaubensgemeinschaft gibt. Das schöne, ruhige Plätzchen verfügt über einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Uganda, Elefantenfamilie UgandaDas National Museum, ältestes Museum seiner Art in Afrika, beherbergt eine umfassende Sammlung von Ausstellungsstücken, die die ethnisch-historischen und kulturellen Ursprünge des Landes zeigen. Unzählige Museumsstücke der traditionellen Kultur, Archäologie, Geschichte und Wissenschaft werden im National Museum präsentiert. Des Weiteren dokumentiert die Sammlung die Entwicklung Ugandas.
Ständig wechselnde Ausstellungen laden zum Besuch der Nommo Galerie ein. Der Ort ist ein bekannter Treffpunkt für Künstler, Kenner und Kunstliebhaber aus ganz Uganda. Auch das Sheraton-Hotel zeigt in feinstem Ambiente seiner weitläufigen Räumlichkeiten Gemälde, Batiken und Skulpturen die zum Verkauf bereit stehen.

Auf dem Kasubi-Hügel, einige Kilometer außerhalb von Kampala, liegen die Kasubi Tombs. In der Mitte des etwa 30 Hektar großen Geländes steht der ehemalige Palast des Kabaka des Königreiches Buganda aus dem Jahre 1882. 1884 ist dieser zur königlichen Grabstätte der vier Könige Mutesa I., Mwanga II, Daudi Chwa II. und Mutesa II umfunktioniert worden. Alle sind in demselben Grab bestattet worden, dem sogenannten Muzibu-Azaale-Mpanga. Das zentrale Gebäude des königlichen Friedhofs hat einen Durchmesser von 31 Metern und eine Höhe von 12 Metern. Es ist ein kreisförmiges Bauwerk, das mit einem imposanten Strohdach überzogen ist. Viele organischen Materialien, hauptsächlich Holz, Stroh, Schilf, Lehm und sogar Tierhäuten wurden verarbeitet. Das spirituell und auch kulturell wichtige Zentrum der Buganda wurde im Jahr 2001 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und zeigt ein hervorragendes Beispiel für die Architektur des Volkes.

Wie die Kasubi-Tombs, ist auch der Namungongo Martyrs‘ Shrine eine Gedenkstätte von großer kulturhistorischer Bedeutung. 1879 kamen erste christliche Missionare von Europa nach Uganda. Der junge König Mwanga unterstützte die Missionare, doch seine Beamten und Ratgeber lehnten das Christentum als eine Fremdreligion ab und hielten die europäischen Missionare für Spione. Daraufhin kam es 1886 zu einem Massaker von rund 20 Personen statt.  Der viel besuchte Wallfahrtsort für Katholiken und Anglikaner wurde 1969 nach dem Papstbesuch errichtet und 1975 geweiht.

Distrikt Wakiso
Entebbe

Das kleine Städtchen Entebbe liegt etwa 40 Kilometer südlich von Kampala auf einer Halbinsel am Viktoriasee. Übersetzt bedeutet „Entebbe“ in Luganda so viel wie „Sitz“ oder „Stuhl“. Einer Legende nach entschied der Rechtsprechende, der auf einem Sitz aus Stein saß, die Rechtsstreitigkeiten der Ortsansässigen im heutigen Entebbe.
Im Jahr 1893 machte der höchste Kolonialbeamte Sir Gerald Porter Entebbe zum Verwaltungs- und Handelszentrum der britischen Kolonie und führte damit zur späteren Bedeutung der Stadt. Bis 1962 fungierte Entebbe nämlich als Hauptstadt von Uganda. Heute sind hier nur noch einige Ministerien des Landes zu finden. Im Gegensatz zu Kampala geht es in Entebbe wesentlich ruhiger zu. Einen Besuch ist der knapp 3 km² Botanische Garten der Stadt wert. Er wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts am Ufer des Viktoriasees errichtet. Einst war die Einrichtung als Forschungsstation für die Einführung exotischer Früchte und Zierpflanzen gedacht. Akrobatisch herumturnende Affen und farbige Tropenvögel erfüllen heute die tropischen Gärten. Ein dschungelartiger Wald bildet den Lebensraum zahlreicher Vogelarten, darunter Schreiseeadler, Reiher, Graupapageien, Nashornvögel und Turakos. Aber auch die Schwarz-Weißen Colobusaffen sieht man im Botanischen Garten umher springen. Zwischen 1932 und 1948 wurde der Botanische Garten für die Dreharbeiten von insgesamt 12 Tarzan-Filmen mit dem bekanntesten Tarzan-Darsteller Johnny Weissmüller genutzt.

Interessant ist auch das Uganda Education Wildlife Center aus dem Jahr 1920. Die Auffangstation kümmert sich um verletzte und verwaiste Tiere. Auf dem 30 Hektar großen Parkgelände können Sie zahlreiche Tierarten in ihren natürlichen Habitaten kennen lernen. Primatenfreunde hingegen sollten Ngamba Island besuchen. Entspannung bieten die Stände am Viktoriasee. Ein ausgedehnter, zum Seeufer hinunterführender Golfplatz lädt zum Golfen ein.

Distrikt Jinja
Jinja

Uganda, Kampala Uganda

Jinja, die viertgrößte Stadt Ugandas, liegt nahe dem Austritt des Weißen Nils an der Küste des Viktoriasees im Südosten des Landes. Rund 100.000 Menschen wohnen in dem Städtchen, das auf einer Höhe von 1.143 Metern gelegen ist. Der Stadtname Jinja leitet sich vom lugandischen Wort „ejjinja“ ab, und bedeutet „Stein“, denn die erste hier gelegen Siedlung lag auf einem solchen.

Weltweite Berühmtheit erlangte Jinja Ende des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit galt der Austritt des Nil aus dem Victoriasee seit der Entdeckung des britischen Afrikaforschers John Speke im Jahr 1862 lange Zeit als seine Quelle. Auch wenn der Ursprung tatsächlich in den Gebirgen des ostafrikanischen Grabenbruchs in Burundi sowie in Ruanda liegt, ist der Victoriasee für die Bewohner Ugandas nach wie vor die Quelle des Nils und eine einzigartige Sehenswürdigkeit.


Offiziell wurde Jinja 1900 gegründet, als mit dem Bau einer Telegrafenleitung über dem Nil zugleich eine Ortschaft errichtet wurde. Nach und nach gewann die Stadt bedingt durch das günstiges Klima, die fruchtbaren Böden und fischreichen Gewässer an großer wirtschaftlicher Bedeutung. Durch die Dampfer- und Fährverbindungen konnte die Stadt über den Victoriasee mit den globalen Handelswegen verbunden werden. All diese Faktoren begünstigten die Entwicklung der Stadt hin zu einem Handels- und Wirtschaftszentrum. Die größte Bedeutung haben dabei bis heute landwirtschaftliche Güter wie Zucker, Baumwolle, Holz, sowie die Eisenindustrie.


Unweit der Stelle an der der Nil den Viktoriasee verlässt, liegen die Bujagali Wasserfälle, Ostafrikas Gegenstück zu den weiter im Süden gelegenen „Adrenalin-Stätten“ in Victoria Falls oder Kapstadt. Sie sind nach einer Familie benannt, die von alters her für die Fälle und die sie umgebenden heiligen Plätze verantwortlich ist. Die Bujagali Falls, die eine sich über mehr als sechs Kilometer erstreckende Folge von fünf Stromschnellen sind, eigenen sich ideal für Wildwasserfahrten. Sie gehören zu den aufregendsten aber auch sichersten Stromschnellen der Welt. Auch auf dem Victoriasee und dem Nil sind Kanu- und Bootsfahrten möglich. Selbstfahrer können sich hier ein Bott mieten und das Ufer oder die Insel Samuka eigenständig entdecken.
Ganz in der Nähe, etwa 3,2 Kilometer unterhalb des ehemaligen natürlichen Abflusses des Nil aus dem Viktoriasee, befindet sich seit 1952 der Owen-Falls Damm, auch Nalubaale-Damm genannt. Hier kann durch das Elektrizitätswerk an der Staumauer Strom für Uganda und Kenia gewonnen werde.
Nur 20 Kilometer in Richtung Kampala, auf der Wasserscheide zweier Zuflüsse des Weißen Nil, befindet sich der 300 km² große Mabira-Wald. Das Gebiet des natürlichen Regewaldes steht unter Schutz und beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten. Erst 2007 wurde hier eine neue Affenart entdeckt. Wer eine ugandischen Brauerei besichtigen möchte, sollte in Jinja die Firma „Nile Breweries“, aufsuchen. Nach einer vorherigen Anmeldung öffnet die Brauerei gerne seine Pforten für eine Besichtigungstour.

Distrikt Mbale
Mbale

Im Osten Ugandas, am Fuße des Mount Elgon, der über 4.321 Meter imposant in die Höhe ragt, liegt die Stadt Mbale. Viele Gebäude der 70.000 Einwohner zählenden Stadt stammen noch aus der Zeit des 2. Weltkrieges. Mbale, von europäischen Siedlern zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet, wird nun größtenteils von der Indischen Bevölkerung bewohnt und regiert. Die üppig grüne Stadt hat sich zum Zentrum des ugandischen Kaffeeanbaus etabliert. Eine Seltenheit stellt die 1988 etablierte Mbale Islamic University, eine islamische Universität, dar.
Mbale eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Mount-Elgon-Nationalpark in dem Wanderungen in einer herrlichen Bergalandschaft möglich sind. Sehr sehenswert sind auch die hier herabfallenden Sipi-Falls am Nordhang des Massivs. Weitere touristische Attraktionen in der Umgebung von Mbale sind der Kyogasee oder die Felsmalereien in Kumi oder Kakoro. Nachkommen der Jäger- und Sammlerkulturen, die einst einen Großteil Ostafrikas bevölkerten, hinterließen in den Nyero Rocks imposante, mindestens 400 Jahre alte Malereien in einem Granitfelsen, auch als Moru Ikara bekannt. Die Felswände zeigen sehr große traditionelle Ornamente und Zeichnungen von Kanus und Zebras. Sie gehören zu den besterhaltenen archäologischen Fundorten dieser Art in Ostafrika.

Distrikt Hoima
Hoima

Im Westen von Uganda, in unmittelbarer Nähe zum Lake Albert und direkt am Rande des zentralafrikanischen Grabenbruchs liegt Hoima, das Zentrum des Volkes Bunyoro. Zu Zeiten des Königreichs war die Stadt mit seiner Königsresidenz noch ein einflussreicher Ort. Die wohl einzige Sehenswürdigkeit in der Umgebung ist Katasiha Port and Cave. König Kabalega nutzte die nahe Höhle als Versteck, denn schließlich war die Bunyoro-Kitara-Region eine von Briten und Baganda eroberte Gegend.
Sehenswert sind auch die Königsgräber „Mparo Tombs“, die sich 4 Kilometer außerhalb Hoimas bei Mparo befinden. Sie sind die Grabstätten zweier Omukama (Könige) von Bunyoro, dem eben genannten Cwa II. Kabalega und Sir Tito Winyis IV.

Distrikt Masindi
Masindi

Im zentralen Westen Ugandas liegt die 30.000 Einwohner zählende Stadt Masindi. Hier befindet sich das Zentrum des bedeutenden Tabakanbaus.  Die Stadt bietet keine Sehenswürdigkeiten und dient eher als Durchfahrtstation zum Murchison-Falls Nationalpark, sowie dem nahegelegenen Budongo Forest Reserve, einem der am besten erhaltenen Regenwaldgebiete in Ostafrika. Etwa 50 Kilometer in südöstlicher Richtung finden Sie das Ziwa Rhino Schutzgebiet, in dem Breitmaulnashörner angesiedelt wurden.

Distrikt Kabarole
Fort Portal

Uganda, Kibale Forest UgandaIm Westen von Uganda liegt die rund 43.000 Einwohner zählende Stadt Fort Portal. Einst war das Gebiet um die heutige Stadt das Kernland des Königreichs Toro, das 1993 kulturell wiederbelebt wurde.  1891 wurden an dieser Stelle damit begonnen eine Kette von Forts einschließlich "Fort Gerry", welches das spätere Fort Portal wurde, zu errichten, um König Kasagama's Reich Toro zu schützen. Von diesen Forts aus wurde das Land von Europäern, Indern, Nubiern, Baganda, Swahilis, Somalis und anderen Stämmen geplündert und verwüstet. Südlich der Stadt liegt mit den Grabstätten der königlichen Familie von Toro, den sogenannten Karambi Tombs, eine der Sehenswürdigkeiten von Fort Portal. Unter anderem wurden hier die Gräber von Daudi Kyebambe (Kasagama) und George Kamurasi Rukidi II. errichtet. In der Nähe von Fort Portal liegt das wunderschöne Rwenzori-Gebirge, sowie die beiden Nationalparks Kibale und Queen-Elizabeth.

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Nationalparks

Zahlreiche Schutzgebiete und insgesamt zehn Nationalparks ,die fast alle in den feuchteren Gebieten Ugandas liegen, bieten für Tier- und naturinteressierte Touristen eine große Auswahl und lassen einen Besuch zu einem Naturerlebnis werden.

Distrikt Masindi
Murchison Falls Nationalpark

Im Nordwesten Ugandas, an der Nordspitze des Albertsees, etwa 230 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt, liegt der 3.877 km² große Nationalpark Murchison Falls, der die anliegenden Wildreservate Bugungu und Karuma Wildlife Reserve, sowie das nahe gelegenen Budongo Forest Reserve einschließt. Die Hügel des Parks sind mit Palmen und zum Teil auch mit dichtem Buschland bewachsen Etwa 80 Säugetierarten und weit über 400 Vogelarten leben in Ugandas größtem Nationalpark. Nach Beginn der Diktatur von Idi Amin Dada schlachteten korrupte Offiziere für die hunderte Elefanten zur „Gewinnung“ von Elfenbein mit Maschinengewehren. Auch andere Tierarten, vor allem Löwen und Leoparden wurden wegen ihrer Felle und Trophäen bis fast zur Ausrottung bejagt.

Mittlerweile ist die Wildtierpopulation im Murchison Falls Nationlpark so hoch wie zu den besten Zeiten. Die Savanne im Norden des Parks bevölkern typische Arten wie Husarenaffen, Büffel, Löwen, Elefanten, Uganda Moorantilopen, Pataaffen, Zibetkatzen, Afrikanische Büffel, Warzenschweine, Uganda-Kobs, Krokodile, sowie die seltene Rothschild-Giraffe. Im Bodongo Forest Reserve im Südosten des Parks leben in mehreren Gruppen Schimpansen. Sie sind die typischen Regenwald-Bewohner. Den spektakulären Höhepunkt des Murchison Falls Nationalparks bilden die ehrfurchtgebietenden Murchison Wasserfälle des 50 Meter breite Weiße Nils, der sich auf seinem Weg nach Norden durch eine felsige Enge von nur 6 Metern drängt und über 3 Kaskaden 43 Meter in die Tiefe fällt. Besonders gut lässt sich das Naturschauspiel während einer Bootstour auf dem Nil bewundern. Unterhalb des spektakulären Wasserfalls finden sich meist morgens und nachmittags riesige Ansammlungen von Flusspferden ein. Auch der seltene Schuhschnabel ist im Murchison Falls Nationalpark vorzufinden.

Der Murchison Falls Nationalpark ist ganzjährig zugänglich. Die besten Reisezeiten liegen allerdings zwischen Dezember und Februar sowie in der Zeit von Juni bis Juli.

Distrikt Kasese/Bushenyi/Rukungiri
Queen Elizabeth Nationalpark

Mit einer Fläche von 1.978 km² ist der Queen Elizabeth Nationalpark zwar nur halb so groß wie der Murchison-Falls Nationalpark im Nordwesten des Landes, dennoch besticht er durch sein Abwechslungsreichtum und gehört zu den eindrucksvollsten Nationalparks in ganz Afrika. Mehr als 500 Vogelarten zeugen von einer außergewöhnlichen ökologischen Vielfalt und somit stellt der Queen Elizabeth Nationalpark ein Paradies für Vogelliebhaber dar.

Uganda, Queen Elizabeth Nationalpark Uganda, Giraffen UgandaDer Park liegt am unteren Ende des Rift Valley zwischen dem Edward- und dem Georgsee und verfügt über einen nördlichen und einen südlichen Teil, in dem sich in zwei unterschiedlichen Ökosystemen Grassavannen mit Akazien, Mischlaubwälder, grüne Wiesen, offenes Buschland, dichte Papyrus-Sümpfe sowie Fluss-, See- und Kraterlandschaften, sowie Feuchtgebiete in direkter Nachbarschaft präsentieren. Der Kazinga-Kanal stellt dabei eine natürliche Trennlinie dar. Über dem südwestlichen Zipfel des Nationalparks verläuft der Äquator.
Die flankierende üppige Savanne des Queen Elizabeth Nationalparks bietet Büffeln und verschiedenen Antilopenarten vorzügliche Weidegründe. Elefanten zerren unterdessen riesige Äste von den Bäumen um genüsslich die Blätter zu verspeisen, während im Maramagambo-Wald verschiedene Affenarten durch die Baumkronen huschen.  Eine der Hauptattraktionen des Queen Elizabeth Nationalpark ist ein Bootstrip auf dem Kazinga Kanal, entlang des Ufers des Edwardsees. Von dieser Perspektive aus erschließt sich Ihnen eine gute Möglichkeit die Tiere aus sicherer Entfernung zu beobachten. Unter anderem finden sich hier Schreiseeadler, Goliathreiher, Defassa-Wasserböcke und Zebramangusten ein. Selbstverständlich können Sie hier auch Tiere wie etwa Hyänen, afrikanische Wildkatzen, Leoparden, Büffel, Kormorane, Pelikane, Nilpferde und Eisvögel in ihrer natürlichen Umgebung kennen lernen.

Als besondere Tiere im Queen Elizabeth Nationalpark sind zum einen die legendärem, Bäume erkletternden Löwen des Ishasha-Sektors und zum anderen die anderswo schwer zu findenden Riesenwaldschweine zu erwähnen. In den Krater- und Salzseen hingegen leben große Populationen von Flamingos, die das Gebiet aus der Ferne rosarot erscheinen lassen.

Distrikt Kaabong
Kidepo Valley Nationalpark

Mit einer Größe von 1.422 km² ist der im äußersten Nordosten, an der Grenze zum Sudan und Kenia gelegene, wilde und deswegen wenig besuchte Kidepo-Valley Nationalpark nach dem Murchison-Falls und Queen Elizabeth Nationalpark der drittgrößte Nationalpark des Landes.  Er unterscheidet sich durch das semi-aride Klima stark von den anderen Nationalparks des Westens und Südwestens. Die Gipfel des 2.750 Meter hohen zerklüfteten Morungole Bergs und des 2.147 Meter hohen Zulia überragen das Bergpanorama. Die kleinen Hügel, Felsgruppen und Inselberge verheißen traumhaft schöne Aussichten.

Das Gebiet des Kidepo Valley Nationalparks unterteilt sich in das Kidepo Tal im Nordosten und das Narus Tal im Südwesten, wobei sich im Narus Tal eine unglaubliche Vielfalt von Tieren aufhält weil der Fluss hier ganzjährig Wasser führt.
Uganda, Nilpferde Uganda, Safari UgandaFast Dreißig der hier vorkommenden Säugetierarten gibt es in keinem anderen Tierschutzgebiet in Uganda. Dazu zählen beispielsweise die Streifenhyäne, das Karakal und das Oribi. Weiterhin sind Zebras, Antilopen, Kudus, Löwen, Elefanten, Giraffen und Antilopen, ebenso wie Leoparden und sogar Geparden anzutreffen. Auch Riedböcke, Dikdiks, Gazellen, Oryx- und Pferdeantilopen, Warzenschweine, Elenantilopen, Defasssa Wasserböcke und Schakale sind im Kidepo Valley Nationalpark anzutreffen. Der Vogelreichtum mit mehr als 500 Vogelarten ist gigantisch wobei 60 Spezies endemisch sind. Ornithologen werden von diesem Paradies auf Erden begeistert sein.

Aufgrund seiner abgelegenen Lage sollten Sie den Kidepo Valley Nationalpark am besten mit einer Chartermaschine anfliegen. Eine Anreise mit dem Auto würde von Kampala aus etwa 2 Tage dauern.

Distrikt Kapchorwa
Mount Elgon Nationalpark

Die wohl aufregendste Landschaft Ugandas liegt nicht weit von der Stadt Mbale an der Ostgrenze von Uganda zu Kenia, entfernt. Im 1.145 km² großen Mount Elgon Nationlapark, von dem ein kleiner Teil in Kenia liegt, finden Sie eine wundervolle Vielfalt an Landschaften und Vegetationen vor. Mehrere Flüsse, wie Suam, Nzoia und Turkwel haben hier ihre Quellen.

Der Mount Elgon Nationalpark befindet sich auf Höhenlagen die zwischen 2.336 bis 4.321 Metern schwanken. Hier ragt der erloschene Vulkan Mount Elgon gen Himmel. Er wurde nach dem Stamm der Elgonyi benannt, die einst an der Südseite des Bergs lebten. Mit 6 Kilometern hat er den größten Kratergrund der Welt und kann viele kleine Wasserfälle, Höhlen und Heißwasserquellen aufweisen. Der Suam wird dabei von den heißen Quellen im Inneren des Kraters gespeist. Die Böden des Mount Elgon bestehen hauptsächlich aus rotem Laterit. Viele Elefanten und andere Tiere kommen von weit her, um in den Lavahöhlen salzige Erde zu fressen.

Der höchste seiner insgesamt fünf Gipfel ist der 4.321 Meter hohe Wagagai der sich hervorragend besteigen lässt. Die tieferen Hänge sind von Podo-Bäumen bewachsen, von Moorflächen umsäumt, sowie von Bambuswäldern, Lobelien, Seggengras und Baumsenezien geprägt. Von den sanft ansteigenden, bewaldeten Hängen ergeben sich herrliche Ausblicke auf die großen Höhlen, Schluchten und Wasserfälle des Parks. Der vorherrschende Gebirgswald und das Gras- und Moorland machen den Mount Elgon Nationalpark zu einem sehr lohnenswerten Ziel für Wanderer und andere Naturbegeisterte.

Distrikt Kasese
Rwenzori Nationalpark

An der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo öffnete der 996 km² große Rwenzori Nationalpark, der den zentralen Bereich des gleichnamigen Gebirges schützt, seine Pforten. Uganda, Mountains of the Moon UgandaAls einziges der hohen Gebirge Afrikas ist er nicht vulkanischen Ursprungs. Das Rwenzori-Gebirge ist eine geologische Besonderheit, denn hier entstand ein Bruch innerhalb einer Kontinentalplatte. Dadurch bildete sich der Ostafrikanische Graben als Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs.

Der Name des Rwenzori Nationalparks bedeutet in der Sprache der auf ugandischer Seite ansässigen Batoro "Regenmacher“, denn die bis zu 5.190 Meter hohe und fast 50 km breite Gebirgskette gehört zu den regenreichsten Regionen Afrikas.
Höhenbedingt wachsen in diesem Gebirge, das in Nord-Süd-Richtung etwa 160 km lang und 50 km breit ist, sehr unterschiedliche Vegetationszonen. Von ausgedehnten Regen- und Bambuswäldern über krautige Baumpflanzen, Moorland, einer bizarr anmutenden Decke von Riesenheidekraut und Lobelien bis zur alpinen Höhenvegetation. Seit 1994 gehören die legendären Mondberge zum UNESCO-Weltnaturerbe. In der Mitte der Bergkette stehen sechs Bergspitzen mit ewigem Schnee, drei davon sind Gletscher und das obwohl sie in den tropisch-heißen Regionen in unmittelbarer Nähe zum Äquator liegen. Schon im Jahre 150 hatte Ptolomäus aus Alexandrien sie so bezeichnet, als er von schneebedeckten Bergen tief in Afrika schrieb.
Die Margherita-Spitze des Mt. Stanley ist mit einer winterlichen Höhe von 5.109 Metern der größte Berg Ugandas und dritthöchster Punkt Afrikas. Die phantastisch anmutenden, nebelumhüllten Gipfel bieten eine einzigartige Kulisse und zeigen hoch oben einen gigantischen Pflanzenwuchs. Ambitionierte Bergwanderer und Bergsteiger können sich hier an interessanten, leichten bis herausfordernden Routen in einem erstklassigen Wandergebiet erfreuen, das in eine bezaubernde Landschaft gebettet ist.
In den tieferen Regionen des Rwenzori leben einige Affenarten wie Schimpansen, Angola-Stummelaffen und Diademmeerkatzen. Auch Buschböcke und Afrikanische Büffel kommen hier vor, wobei letztere zu den selten vorkommenden Arten gehören. Der Schwarzstirnducker und das Riesenwaldschwein kommen in Höhen bis zu 3.000 Metern beständig vor, sind manchmal aber auch bis zur Baumgrenze hinauf anzutreffen. Der Afrikanische Elefant ist in tieferen Lagen häufiger zu sehen, wandert jedoch besonders auf der kongolesischen Westseite. Bis in diese Höhe kommt auch der Baumschliefer häufig vor, noch höher zieht es den Leopard. Als Vertreter der Amphibien ist der endemische Frosch zu erwähnen. Darüber hinaus sind im Rwenzori Nationalpark zwei Chamäleon- und 241 Vogelarten zu bestaunen, von denen nur 19 in diesem Gebiet vorkommen. Darunter befinden sich die Afrikanische Waldohreule, die Rwenzori-Nachtschwalbe, der Kastanienlist und der Lobelien-Nektarvogel. Geierraben und Bergbussarde sind in allen Höhenlagen bis in die Gipfelregionen zu finden.

Uganda, Hochland UgandaVielseitiger als die Tierwelt präsentiert sich die Pflanzenwelt im Rwenzori Nationalpark. Das Schmelzwasser der Gletscher und die hohen Regenfälle sind für eine unglaublich vielfältige und üppige Vegetation verantwortlich, die von riesenwüchsigen Pflanzen bis zu moosbehangenen tropischen Feuchtwäldern reicht. Das Tiefland ist hauptsächlich von Grasland geprägt, das bis in eine Höhe von etwa 2.000 Metern hinaufreicht. An den Hügeln wachsen kürzere Gräser und vielfarbige Moose, Flechten, Wildblumen, Farne und Schirmakazien. In dieser Zone werden unter anderem Maniok, Kochbananen, Bohnen, Süßkartoffeln und Taro angebaut.

Der Bergwald mit Höhen bis zu 2.500 Metern ist nicht besonders dicht bewachsen und weist ein lückenhaftes Kronendach auf. Viele der hier wachsenden Bäume erreichen 30 Meter, darunter sind etwa Steineiben, Baumfarne, Bananengewächse und zahlreiche Kletterpflanzen, die ein nur schwer durchdringbares Gestrüpp bilden.  Bis etwa 3.000 Meter sind Bambus und Akanthusgewächse die charakteristischen Pflanzen dieser Ebene. Die Baumgrenze liegt erst in einer Höhe um die 4.000 Meter. Die hier wachsenden Riesenlobelien sind die Charakterpflanzen des Rwenzori und können bis zu acht Meter hoch werden. Zwischen 4.000 und 5.000 Metern liegt die Alpine Zone, in der Strohblumen wachsen, die bis zu eineinhalb Meter hoch werden. Auch Frauenmantelgewächse und Helichrysum sind hier vorzufinden.

Distrikt Kabarole
Kibale Nationalpark

Der Kibale Nationalpark im Westen Ugandas liegt auf einer Höhe zwischen 1.590 Metern im Norden und 1.110 Metern im Süden. Trotz seiner Nähe zum Queen Elizabeth Nationalpark unterscheiden sich die beiden Parks in einigen Eigenheiten von einander. So bedecken indigene, immergrüne Feucht- und Laubwälder fast 80 % der 766 km² großen Fläche. Den restlichen Teil nehmen Sümpfe und Grasland ein. Aus dem einstigen Waldreservat entwickelte sich 1993 der Kibale Nationalpark, die wohl beste Stelle für eine Begegnung mit Schimpansen in freier Wildbahn. Seine enorme Vielfalt an Primatenarten beinhaltet ferner akrobatische schwarzweiße und rote Colobusaffen, L’Hoest Affen, olivfarbene Paviane, Diadem Meerkatzen, schwarz-weiße Mantelaffen, Schwarzbackige Weißnasen und Guerezas. Auch hübsche Vollbartmeerkatzen zeigen sich häufig im Park.

Im Kibale Nationalpark können Sie außerdem über 300 Vogelarten und etwa 140 Schmetterlingsarten sehen. Zudem bewohnen Buschböcke, Riesenwaldschweine, Zibetkatzen, Moorantilopen, Wasserböcke, Büffel, Flusspferde, rote und blaue Duiker, sowie Baum-Schuppentiere das Gebiet. Obwohl man Elefanten im Kibale Nationalpark selten zu sehen bekommt, sind die Zeichen ihrer Präsenz reichlich vorhanden.  Der Kibale Nationalpark besitzt riesige alte Bäume, die eine Höhe von bis zu 55 Metern erreichen. Dieser wundervolle Ort eignet sich bestens, um den Reichtum an Leben eines tropischen Regenwaldes mit seinem Überfluss an exotischen Lebensformen kennen zu lernen.

Distrikt Rukungiri/ Kabale/ Kisoro
Bwindi Impenetrable Nationalpark

Uganda, Vogelwelt UgandaSeit dem Jahr 1991 ist der 331 km² große Bwindi Impenetrable Nationalpark im Südwesten Ugandas, nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, der Öffentlichkeit zugänglich. In der ursprünglichen und sehr alten, dichten Kraut- Strauch- und Buschvegetation fanden bereits mehr als 120 Säugetierarten ihren Lebensraum und im Wald wachsen über 150 verschiedenen Arten von Sträuchern, Moosen, Gräsern und Orchideen. Einige wenige, aber dafür riesige Bäume ranken gen Himmel, um ein wenig Licht abzubekommen.
Daraus wurde der Name des Nationalparks abgeleitet, denn „Bwindi „ heißt übersetzt „Platz der Dunkelheit“ und „impenetrable“ bedeutet. „undurchdringlich“. Diese beiden Worte beschreiben somit bestens den Charakter des Schutzgebietes. Dank der unglaublichen Naturfülle, wie sie in keinem anderen Gebiet in Afrika zu finden ist, wurde der Bwindi Impenetrable Nationalpark 1994 in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Kein Wunder, dass sich entlang der steilen Hänge des Albertine-Grabenbruchs mehr als die Hälfte aller geschätzten 600 Berggorillas, die es auf der Welt gibt, angesiedelt haben. Allein weil man hier wunderbar auf Gorilla-Pirsch gehen kann, ist der faszinierende Bwindi Impenetrable Nationalpark einen Besuch wert. Das Durchqueren des Terrains ist anstrengend, aber der lange Weg lohnt sich für dieses einmalige Erlebnis.

Weiterhin leben im Bwindi Impenetrable Nationalpark Schimpansen, Anubis-Paviane, Guerezas Meerkatzen, Halbaffen, Waldelefanten, Ducker, Zibetkatzen, Schakale, Riesenwaldschweine, Goldkatzen, Pinselohrschweine, Schlangen, Ginsterkatzen, Schmetterlinge und über 340 Vogelarten wie die Rothals Alete, der Feinsänger, der Schwarzkehl- und der Rwenzori Schnäpper. 23 Vogelarten sind sogar endemisch und nisten nur im Bwindi-Impenetrable Nationalpark.
In den Höhenlagen die von 1.160 bis 2.600 Metern reichen, siedelte sich dagegen eine Vielfalt an Pflanzenarten an. Sträucher, Farne, Moose, Gräser, Orchideen und mehr als 160 Baumarten, von denen es 10 nur in Uganda gibt, kommen im Bwindi-Impenetrable Nationalpark vor.

Distrikt Mbarara
Lake Mburo Nationalpark

Der 260 km² große Lake Mburo-Nationalpark besteht seit 1982 und befindet sich zwischen den Städten Masaka und Mbarara in einem Gebiet mit sanften Hügelketten und grasbewachsenen Tälern. Er besitzt zahlreiche Sumpfgebiete und insgesamt vierzehn Seen, die für ihren Vogelreichtum bekannt sind. Einer davon ist der namensgebende Lake Mburo. Die Geschichte mit dem die Namensgebung des Parks verbunden ist, hatte einen dramatischen Verlauf. Kigarama, der Bruder von Mburo träumte, sie seien beide in Gefahr. Obwohl er Mburo warnte, folgte ihm dieser nicht auf die rettenden Hügel und musste im Wasser ertrinken.

Den größten Teil des Lake Mburo Nationalparks nehmen Savannen mit Akazien ein. Das abwechslungsreiche Landschaftsbild runden weite Flächen mit Schirmakazien in offener Grasebene ab. Zebras, Topi, Warzenschweine, Büffel, Impalas, Leoparden, Wasserböcke, Hyänen und Schakale. Auch die letzte überlebende Elen-Antilopen-Population Ugandas ist im Lake Mburo Nationalpark beheimatet. Im Wasser leben Krokodile und Flusspferde, der schöne Sitatunga kommt in den Papyrus-Sümpfen vor. Diese spezielle Antilope mit verlängerten Hufen bewegt sich frei im sumpfigen Land. Lediglich Großwildarten wie Löwen halten sich im Lake Mburo Nationalpark nicht mehr auf.

Sehr vielfältig präsentiert sich die Vogelwelt des Nationalparks. Schätzungsweise leben hier 310 Vogelarten, wie auch 60 spezielle Wasservögel, zu denen Darter, weiße Pelikane, Kormorane und Schwarzschwalben gehören. Zu den Küsten- und Sumpfvögeln zählen der Fischadler, der afrikanische Flossenfuß, der große weiße Reiher und der Nachtreiher.

Distrikt Bundibugho
Semliki Nationalpark

Der schwer zu erreichende Semliki Nationalpark, ist ein ugandischer Ausläufer des am Fuße des nördlichen Rwenzori-Gebirges gelegenen kongolesischen Ituri-Regenwaldes. Er wurde 1932 gegründet, als man die Bewohner der Walddörfer zum Schutz vor der Schlafkrankheit und Gelbfieber evakuierte. Viele Jahre später, 1993, wurde das Forest Reserve zum Nationalpark erklärt. Der Nationalpark unterscheidet sich besonders von den anderen Parks in Uganda, da er auf einer Höhe von 700 Metern liegt. Somit herrscht hier ein feuchtwarmes Klima mit Tagestemperaturen bis um die 30° Celsius. Auch bildet die flache Landschaft bestehend aus Steppen- und Trockenland und Bambuswäldern einen krassen Gegensatz zur schroffen Gebirgslandschaft der angrenzenden Rwenzoris. Die Wälder des Parks, die zu den ältesten Afrikas gehören, zeichnen sich durch eine große Artenvielfalt aus. Etwa ein Drittel der insgesamt 300 Baumarten wachsen im Semliki Nationalpark.

Einige Flüsse, die durch den Park verlaufen, bilden sich in der Regenzeit zu großen Überschwemmungsebenen. Die tropischen Flachlandwälder mit Grasland-Savannen und Auen sind für Ornithologen von besonderem Interesse, und die natürliche Verbindung zum Kongo-Becken ist ein Grund für die wunderbar vielfältige Vogelwelt mit 400 verschiedenen Arten. Unter ihnen sind etwa 40 kongolesische Vogelarten die es in Uganda sonst nirgends gibt,. Auch die 65 Säugetierarten und fast 300 Schmetterlingsarten sind für die Besucher von großem Interesse und locken in den Nordosten Ugandas. Auch Schimpansen und verschiedene Affenarten, Büffel, Zibetkatzen, Eichhörnchen, Antilopen, Uganda Moorantilopen, Waldelefanten, Riesen-Waldschweine, Hippos, Krokodile, Uganda Kobs und Leoparden leben im Semliki Nationalpark.  Zahlreiche heiße Quellen wie die von Sempay, sind die Heimat von einem Mosaik aus verschiedenen Mikro-Lebewesen. Viele Tierarten versorgt die Quelle zudem mit Salz.

Distrikt Kisoro
Mgahinga Gorilla-Nationalpark

Auf einer Höhe zwischen 2.600 und 4.100 Metern liegt der 34 km² kleine Mgahinga Gorilla Nationalpark. Der kleinste aller 10 ugandischen Nationalparks umfasst den in Uganda befindlichen Teil der neun Virunga-Vulkane, wo sich das Dreiländereck zwischen Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo befindet.

Zum ugandischem Gebiet gehören die drei Vulkan-Gipfel Mt. Sabinyo (3.645 Meter), Mt. Gahinga (3.474 Meter) und Mt. Muhavura (4.127 Meter), wobei letzterer auch den höchsten Punkt des Parks darstellt.

Uganda, Bwindi Impenetrable Forest Uganda, Gorilla Trekking UgandaIn erster Linie errichtete man den Mgahinga Gorilla Nationalpark, dessen Gebiet zum einen Teil aus Bergwald, zum anderen Teil aus Grasland besteht als Zufluchtsort für die seltenen Berggorillas. Ungefähr 380 Exemplare leben derzeit im Park, allerdings stehen die Chance die riesigen Affen auf einem Ausflug in den Mgahinga Gorilla Nationlapark zu sehen nicht immer gut, denn die Tiere wandern zwischen den Nachbarländern und Uganda hin und her. Dafür zeigen sich verschiedene Tierarten wie Colobus- und Goldenaffen, Schakale, Stachelschweine, Riesenwaldschweine, Leoparden, Buschböcke, Honigdachse, Erdferkel, Goldene Meerkatzen, Waldelefanten, Büffel und Ducker.

Interessant ist die artenreiche Flora die Ihnen auf verschiedenen Wanderwegen begegnet die bis zum höchsten Gipfel des Parks führen. In den unteren Ebenen besteht der Berg aus Hochgebirgssavanne mit vielen Moosgewächsen, während man weiter oben auf Bambuswälder trifft.

 

 

 

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