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Mit nur 1,64 Millionen Menschen ist Botswana sehr dünn besiedelt. Die Mehrheit der Einwohner gehört den Bantuvölkern an. Etwa 70-80% Angehörige der Sotho-Tswana-Gruppe, die sich zu 45% aus Ngwato, zu 15% aus Ngwaketse, zu weiteren 15% aus Kwena, zu 10% aus Tawana, zu 10% aus Kgatla, zu 3% aus Malete, zu 2% aus Rolong und zu 1% aus Tlokwa zusammensetzt. Die anderen Volksgruppen werden nach den Siedlungsgebieten in Okavango und Kalahari-Völker eingeteilt. Zu den weiteren Bevölkerungsgruppen gehören die San, Khoi Khoi, Inder, Europäer und Coloureds, deren Vorfahren Verbindungen von Schwarzen mit Weißen oder Asiaten entstammen.
2001 wurden die Tsolido-Hills im Nordwesten Botswanas zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Hier finden Sie noch heute die über Jahrhunderte erhaltenen Felsbilder der San, die Antilopen, Giraffen, Nilpferde, Löwen Jäger mit Pfeil und Bogen sowie andere Gestalten darstellten und wo Jäger einen geeigneten Unterschlupf fanden. Das älteste geschützte Gebiet ist für die Volkgruppe der San noch immer ein heiliger Ort. Sie werden auch Buschmänner genannt und zählen mit den Khoi Khoi (früher abwertend Hottentotten) zur Urbevölkerung Namibias und Botswanas. Diese Bezeichnung kam durch die Klicklaute in der Sprache zustande, die von den europäischen Ankömmlingen als Stottern missverstanden wurde. Kennzeichnende Merkmale der San sind die hohen Wangenknochen, die gelblich-helle Haut und das „Pfefferkornhaar“. Gegenwärtig leben nur noch sehr wenige San als Jäger, Fischer und Sammler. Die Mehrheit verdient ihren Lebensunterhalt auf Farmen oder als Touristenführer.
Die Ngwato stellen die größte Gruppe dar, die von den Kwena abstammen. Ursprünglich lebten sie im Central und Northeast District. Die aus dem Siedlungsgebiet um Kanye stammenden Ngwaketse stammen ebenfalls von den Kwena ab.
Die kleinste Gruppe der Abspaltungen von den Kwena sind die Tawana. In der Vergangenheit waren sie sehr wohlhabend und besaßen die mächtigsten Rinderherden.
Die Malete waren einst Teil der Ndebele, spalteten sich jedoch von ihnen ab und wanderten ins heutige South-Eastern District um.
Die Rolong verteilten sich damals über das ganze Land. Um 1900 kam die erste große Gruppe des Stammes aus der Republik Südafrika nach Moroka.
Ursprünglich kommen die Tlokwa aus dem Transvaal, siedelten dann allerdings nach Tlokweng. Rund die Hälfte der Einwohner gehört dem christlichen Glauben an, davon sind die meisten Protestanten oder Mitglieder afrikanischer unabhängiger Kirchen. Muslime und Hindus gehören zur religiösen Minderheit.
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Kultur
Eine traditionelle Speise des Landes ist Bogobe, das aus Sorghum, einer besonderen Hirseart und Wasser hergestellt wird. Oftmals wird es als Hauptspeise aber auch als Beilage serviert. Selbiges gibt es auch mit Mais, das Millipap.
San essen bevorzugt wasserhaltige Gewächse wie die Tsama-Melone oder die unterirdische Knolle der Morama aber auch geröstete Mopane-Würmer die als Delikatesse in Botswana gelten.
Typisch sind auch das Biltong, getrocknetes Rind- oder Wildfleisch am Stück oder geraspelt und unterschiedlich gewürzt sowie gegrilltes Schweinefleisch und die „Boerwoers“, eine schneckenförmige Bratwurst.
Alkoholische Getränke bestehen ebenfalls Größteilteils aus Sorghum, Zucker und Palmmilch. Diese sind nur in sogenannten „Bottle Stores“ erhältlich Bis zur Neuzeit gab es lediglich kulturelle Überlieferungen in Form von Geschichten, Volkstänzen und im Volksgesängen. Auch Gegenstände wie Flechtwaren und Steinwerkzeuge dienten nur zur Jagd und zum Haushalt. Schmuck wurde als Statussymbol getragen oder hatte eine reine rituelle Funktion. Heute sind die Werke einiger botswanischer Künstler in Galerien zu besichtigen.
An Felswänden, wie in den Tsodilo Hills im Nordwesten Botswanas findet man noch heute die über Jahrhunderte erhaltenen Felsbilder der San, die Antilopen, Giraffen, Nilpferde, Löwen Jäger mit Pfeil und Bogen sowie andere Gestalten darstellen. Hier fanden sie während der Jagd einen geeigneten Unterschlupf.
Das erste Flechtwerk, das zur Aufbewahrung von Getreide und Saat diente, wurde aus Palmfasern hergestellt. Heute werden in das damals noch abstakte Kunstwerk auch Tiere eingeflochten. Erstehen kann man eines dieser Korbwaren in und um Francistown.
Küchenutensilien und Möbel würden früher selbst hergestellt. Mittlerweile hat sich die Holzschnitzerei aus Hartholz zu einem lukrativen Geschäft entwickelt und es werden Figuren und Tiere als kleine oder große Mitbringsel aber auch Flecht- und Webwaren angeboten. Schmuck wird von der kreativen Volksgruppe der San hergestellt, die dabei Naturmaterialien wie Knochen und Eierschalen verwenden und daraus hübsche Armbänder oder Halsketten zaubern.
Der kulturelle Höhepunkt des Jahres ist das Maitisong-Festival, das größte Fest der darstellenden Künste. Jahr für Jahr treffen sich in der Hauptstadt zahlreiche Theater- und Musikgruppen aus dem ganzen südlichen Afrika um Musik, Theater, Film und Tanz im Freien darzubieten.
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