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Nationalparks

Namibia, Erongo Berge NamibiaEtwa 15% der gesamten Fläche des Landes wurde unter Naturschutz gestellt. 21 Nationalparks und Wildreservate ermöglichen Ihnen, die ursprüngliche Natur zu entdecken. Alle sind Besuchern zugänglich und lassen sich mit dem Pkw oder Wohnmobil befahren. Alle Unterkünfte müssen im Voraus reserviert werden. Eintrittskarten für Tagesbesucher sind vor Ort erhältlich.

NORD - NAMIBIA

Caprivistreifen

Der Caprivi Zipfel ist ein schmaler, circa 400 Kilometer langer Landstreifen im äußersten Nordosten Namibias. 1890 wurde das Gebiet von Deutschland erworben, die Sansibar im Gegenzug an die Briten abtraten. Der Name Caprivi stammt von dem damaligen deutschen Reichskanzler Graf von Caprivi, der den Vertrag mit den Engländern unterzeichnete.

Der durch Niederschläge und die mächtigen Flüsse Okavango, Kwando und Zambesi entstehende Wasserreichtum verursacht den großen Wildbestand. Besonders zahlreich sind die Elefanten, die jedoch häufig in der dichten Vegetation verschwinden und sehr schwer erkennbar werde.

Circa 200 Kilometer östlich von Rundu entfernt, befinden sich die paradiesischen Popa Falls, eines der landschaftlichen Highlights im westlichen Teil des Caprivi,. An dieser Stelle durchbricht der Okavango hier ein 4 Meter hohes Felsenriff in seinem Flussbett.

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Kaokoveld

Die circa 50.000 km² große Trockenzone im namibischen Nordwesten nennt sich Kaokoveld (Kaokoland). Sie zählt zu den unberührtesten Regionen Namibias und grenzt im Westen an die Skelettküste, im Norden an den Grenzfluss zu Angola, den Kunene, Ruacana, im Osten an das ehemalige Ovamboland (heute Omusati-Region) und im Süden an das Damaraland. Die paradiesische Landschaft des Marienflusstales wird von violett schimmernden Bergketten umrahmt.

Aufgrund des geringen Niederschlags ist der Betrieb von Ackerbau im einsamen Kaokoveld nicht möglich. Deswegen züchten die hier lebenden Himba und Herero Vieh, jagen und sammeln.

Das starke Interesse vieler Touristen und das wachsende Bewusstsein für Naturschutz konnte das viele Wildern im Kaokoveld begrenzen. Inzwischen konnten wieder zahlreiche Nashörner und Elefanten angesiedelt werden. Letztere fühlen sich in der geschützten Abgeschiedenheit des Kaokolandes so wohl, dass sie sich schon wieder sehr stark vermehrt haben.

Das Kaokoveld lässt sich nur unter expeditionsmäßigen Bedingungen in Geländefahrzeugen und möglichst unter der Leitung eines erfahrenen Führers bereisen. 

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Kaudom National Park

An der Grenze zum Nachbarland Botswana, nördlich von Tsumkwe, liegt das wohl wildeste Naturschutzgebiet Namibias. Der Kaudom National Park befindet sich im Kalahari Sandveld und umfasst eine Fläche von 3.842 km². Zum Teil bedeckt dichter Trockenwald das Areal, das von mehreren Omiramba - breiten, sandigen Flussbetten, die nur nach heftigen Regengüssen kurzzeitig Wasser führen - durchbrochen wird.

Der wildreiche Park wird besonders in den Wintermonaten von großen Elefantenherden besucht. Außerdem leben Giraffen, Gnus, viele Antilopen Arten, Hyänen, Löwen und Leoparden sowie eine reiche Vogelwelt mit über 300 verschiedenen Arten im Kaudom National Park. Aufgrund der fehlenden Umzäunung kann das Wild seinen eigenen Migrationsrouten zwischen Namibia und Botswana sowie in den Caprivi folgen.

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NORD - NAMIBIA

Etoscha-Nationalpark

Mit einer Größe von 22.000 km² ist der Etoscha-Nationalpark am Nordwestrand des Kalahari-Beckens eines der größten Namibia, Etosha Nationalpark Namibia, Giraffe NamibiaAfrikas eines der Safari-Highlights im südlichen Afrika zugleich. Er wurde bereits 1907 von der Deutsch-Südwestafrikanischen Verwaltung zum Wildschutzgebiet erklärt.

Mittelpunkt des Etosha National Parks ist die 5.000 km² große Etosha Pfanne, ein meist weiß schimmernder ausgetrockneter Salzsee, welcher nur in seltenen starken Regenjahren mit Wasser gefüllt ist. Hier liegt auch der Ursprung des Namens. Ethosha bedeutet nämlich so viel wie „großer weißer Platz“. Ansonsten dominieren Dornsavanne, Grasland und Trockenwälder das Landschaftsbild des Parks.
Für Tierbeobachtungen eignet sich der Etosha Nationalpark besonders gut. Über 100 Tierarten und nahezu die gesamte Palette an afrikanischem Großwild ist im Park vertreten. Neben den "Grossen Fünf", Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard leben auch Giraffen, Zebras, Antilopen, Schwarzkopf Impala und Geparden auf dem Gelände des Etosha Nationalparks. Zahlreiche sowohl natürliche als auch künstlich angelegte Wasserstellen locken die Tiere besonders im trockenen Winter (Mai-September) an.

Der westliche Teil des Etosha Nationalparks darf jedoch nur unter der Leitung eines registrierter Reiseführer betreten werden.

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Die Fingerklippe

Ein lohnendes Ziel im Norden Namibias ist die sogenannte Fingerklippe. Das Tal der Ugab-Terassen erstreckt sich hier über ungefähr 80 Kilometer. Wie ein erhobener Zeigefinger mit einem Umfang von rund 44 Metern ragt die bekannteste alle Klippen ganze 35 Meter aus der Ebene des Ugab Tals empor. Die Spitze der Fingerklippe selbst liegt bei 929 Metern Höhe.

Die monumentalen Felsen, die aus über 30 Millionen Jahre alten Kalkgesteinschichten bestehen, erinnern stark an das Monument Valley der USA.

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Versteinerter Wald

Nicht weit von der Fingerklippe entfernt, circa 30 Kilometer westlich der Stadt Khorixas, liegt der „Versteinerten Wald“. Es handelt sich hierbei um ein ganz besonderes Ausflugsziel, welches des Naturschutzes mehr als würdig ist.
Die etwa 60 Baumstämme in dem fossilen Wald sind bis zu 30 Meter lang und haben dabei einen Umfang von bis zu sechs Metern.

Die bis 300 Millionen Jahre alten Stämme sind so gut erhalten, dass ihre Jahresringe deutlich erkennbar sind. Wurzeln haben sie allerdings keine, sodass man davon ausgeht, dass Treibholz vor langer Zeit mit einer Flutwelle aus Angola angeschwemmt wurden und hier strandete. Durch den Prozess der Verkieselung (Einbau von Kieselsäure) konnten sie somit erhalten blieben.

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Erongo Gebirge

Im Damaraland, westlich der Stadt Omaruru, südlich des gleichnamigen Flusses und östlich vom Brandbergmassiv liegt das Erongo Gebirge mit atemberaubenden Felsformationen und riesige Granitfelsen. 2.000 Meter hoch ist der alte, erodierte und längst völlig inaktive Vulkankegel von rund 30 Kilometer Durchmesser, dessen Name auf die Region Erongo zurück zu führen ist.

Noch heute ist die große Ringstruktur mit den drei inneren ebenen Becken des mächtigen alten Vulkans aus dem Weltall erkennbar. Den höchsten Punkt des Erongo-Gebirges erreicht der Erongoberg mit einer Höhe von 2.319 Metern. Auf einer ausgedehnte Wanderung oder Farmrundfahrt können Sie die außergewöhnliche Fauna und Flora kennen lernen.

Auf dem Gelände der Ameib-Farm befindet sich Phillips Cave, die wegen ihrer vielen Buschmannzeichnungen unter Denkmalschutz steht. Die bekannteste Abbildung zeigt einen weißen Elefanten.

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Spitzkoppe

Zwischen Usakos und Swakopmund liegt das "Matterhorn Namibias“. Namibia, Sonnenuntergang NamibiaDie rund 1.728 Meter hohe Spitzkoppe ist zwar nicht der höchste Berg des Landes, jedoch gilt das Inselgebirge als bekanntester Berg von Namibia. Bereits aus großer Entfernung sind die markanten Umrissen zu erkennen. Neben der Spitzkoppe liegen die Kleine Spitzkoppe mit einer Höhe von 1.584 Metern sowie die die Schwarze Spitzkoppe, die zu den wohl meist fotografierten Bildmotive Namibias zählen.

Die Entstehung des Berges ist auf vulkanische Aktivitäten zurück zu führen, die allerdings nie die Erdoberfläche erreichten. Winderosionen verursachten die heutigen zerklüfteten, kantigen Felsformationen, die sich nun über die Landschaft erheben.
Auch Kletterer und Bergsteiger sind von der harmlos wirkenden jedoch schwer besteigbaren Spitzkoppe begeistert. Eine Wanderung zwischen den skurrilen Gesteinsformationen in der herrlichen Landschaft tut’s jedoch auch.
Pflanzenliebhaber können hier interessante Gewächse wie die gelblichen Butterbäume entdecken.

Mehrere Tausend Jahre alt sind die Buschmann-Zeichnungen. Einige davon sind im "Bushman Paradise" unter einer überhängenden Felswand zu finden.

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Brandbergmassiv

Das Brandbergmassiv liegt im Westen Namibias, 90 Kilometer vom Atlantik entfernt. Hierzu gehört auch der Königstein. Er ist mit einer Höhe von 2.606 Metern der höchste Berg Namibias und überragt das umgebende Land um ganze 2.000 Meter. Die Gesteinsformation hat in der Draufsicht eine ovale Prägung und bedeckt ein Territorium von 760 km².

Der Name des „brennenden Berges“ ist ganz leicht zu erklären. Sobald die Sonne vom Westen her einstrahlt glüht seine Farbe stark auf. Voller Ehrfurcht nannten die Herero ihn deswegen auch „Berg der Götter“. Vereinzelt gibt es aber auch Tage an denen sich der Berg in Nebelschwaden, die aus der Namib heranziehen und an der Westflanke des Brandbergmassivs schließlich als Niederschlag ihr Ende finden, zeigt.

In den Tälern des Areals wachsen hauptsächlich Stinkbuscharten, wilde Feigen, sowie Akazien. Darunter ist auch die endemische Brandbergakazie, die mit ihren Wurzeln bis zum Grundwasser vorstoßen kann. Zwischen den Felsen und in den Bäumen flitzen Klippschliefer und Eidechsen häufig hin und her. Je weiter es nach oben geht, desto spärlicher wird jedoch die Vegetation. Dort wachsen dann nur Pflanzen wie der Flaschen- und der Köcherbaum.

Bis heute fand man im Brandbergmassiv fast 45.000 Felsmalereien, die zumeist an Überhängen und in unzugänglichem Gelände verewigt wurden. Sie legen Zeugnis davon ab, dass es hier einmal einen beeindruckenden Tierreichtum sowie künstlerisch begabte Chronisten gegeben hat. Die bekannteste Felsmalerei ist die ca. 45 cm große Weiße Dame (White Lady) umgeben von Jägern mit zeitgenössischen Jagdwaffen sowie von entsprechendem Jagdwild. Sie wurde  1917 von Reinhard Maack entdeckt und muss heute durch ein Gitter vor Vandalismus geschützt werde.

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Skelettküstenpark

Der Skelettküstenpark zwischen dem Ugab Fluss und der angolanischen Grenze liegt im nördlichen Teil der Namib Wüste. Die unberechenbaren Strömungen, die tosende Brandung und starker Nebel ließen hier viele Schiffe kentern und machte die Küste damit zum wohl größten Schiffsfriedhof der Welt. Wer hier überlebte, sah sich jedoch bald mit dem unweigerlichen Tod durch Verhungern und Verdursten in der lebensfeindlichen Küstenwüste konfrontiert. Und so endeten zahlreiche Seefahrerleben hier wodurch die trostlose Küste übersät mit menschlichen und tierischen Skeletten ihren Namen erhielt.

Das 16.000 km² große Naturschutzgebiet ist in zwei Zonen gegliedert. Zum einen in den Skelettküstenpark im Norden und zum anderen in das „Nationales Erholungsgebiet Westküste“ im Süden, das  frei zugänglich ist und den Menschen zur entspannten Freizeitgestaltung dient. Besonders Hochseeangler kommen beispielsweise in dem kleinen bunten Feriendorf Hentiesbaai (Henties Bay) an der Mündung des Omaruru Flusses auf ihre Kosten.

Ganz in der Nähe liegt das Cape Cross an dem sich eine bis zu 100.000 Tiere zählende Ohrenrobben- und Zwergpelzrobbenkolonie einfindet. Der portugiesische Seefahrer Diego Cão stellte hier 1486 als erster Europäer ein Padrao (Kreuz) zu Ehren des portugiesischen Königs auf. Die Tiere versammeln sich hier im Zeitraum von Oktober bis November um ihre Jungen zu gebären und lassen sich hervorragend beobachten.

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Waterberg Plateau

Namibia, Waterberg Plateau NamibiaDas Waterberg Plateau mit schroffen Sandsteintafelbergen, östlich von Otjiwarongo, erhebt sich heute auf bis zu 400 Metern über das umgebende Flachland. 20 Kilometer breit und 50 Kilometer lang ist das Tafelberg Massiv auf dessen Gipfelebene seit 1972 ein Nationalpark liegt. Wilde Feigenbäume, Feuerlilien und Korallenbäume gedeihen prächtig auf der 400 km² großen Fläche.

Im Waterberg Plateau Park können Sie herrliche Wanderausflüge unternehmen. Ein Soldatenfriedhof zeugt heute von den tragischen Ereignissen der Vergangenheit. Die ehemaligen Siedler des Gebietes - die Herero - wurden 1904 von deutschen Kolonialsoldaten eingekesselt und mussten sich nach blutigen Kämpfen den deutschen Truppen endgültig geschlagen geben. Einige flohen durch die Kalahari Wüste ins benachbarte Botswana, den anderen gelang die Flucht nicht oder sie fanden ihr endgültiges Schicksal in der östlichen heißen Wüstensteppe.

Die vergleichsweise üppig grüne und besonders artenreiche Vegetation und Fauna ist auf die vielen Oberflächenwasser und eine kräftige permanente Quellen zurück zu führen. Vor allem gefährdete Tierarten wie die Säbel- und Tsessebe Antilopen, Kapbüffel, Breit- und Spitzmaul-Nashörner, Rappen- und Pferdeantilopen, sowie Streifengnus finden sich hier zum Trinken ein. Aber auch Giraffen, Leoparden und Geparden, Hyänen und Schakale, afrikanische Wildhunde und Kap-Aasgeier, Dik-Diks, Buschbabies und Klippschliefer können hier Ihren Weg kreuzen. Sogar Dinosaurierspuren und versteinerte Dünen bleiben auf den geführten Wanderungen nicht unentdeckt.

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Khomashochland

Das Khomashochland ist das namensgebende Hochplateau der Khomasregion in dem auch die Hauptstadt Windhoek liegt. Darüber hinaus schließt es zusätzlich den nördlichen Teil der Region Omaheke mit Ausläufern bis in den Ghanzi District in Botswana ein. Am Gamsberg, wo das Khomashochland im Westen des Landes auf die Namib Wüste trifft, fällt es abrupt 1.000 Meter steil ab .Im Osten trifft das Khomashochland auf die Kalahari Wüste.

Die Landschaft dieser Region ist meist grün und bietet ein traumhaftes Panorama, vor allem wenn sich der unendliche Abendhimmel in ein buntes Meer aus Farben hüllt. Die beste Sicht auf den spektakulären Sonnenuntergang haben Sie von der auf 2.150 Metern Höhe gelegenen Amani Lodge.

Sportlich aktive können Sich auf eine geführte Abenteuer-Radtour durch das Khomashochland begeben oder einer Raubtierfütterungen beiwohnen. Die wilden Löwen, Leoparden und Geparden werden liebevoll in großen Freigehegen mit vielen Auslaufmöglichkeiten gehalten.

Wer sich aktiv an der namibischen Wildbestandspflege beteiligen will, der ist auf einer der Jagdfarmen herzlich willkommen. Unter fachkundiger Begleitung eines Jagdführers, können Sie hier sogenannte „Trophäentiere“ erlegen und damit die ortsansässigen Farmer unterstützen. 

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Hoba-Meterorit

Auf dem Gelände der „Hoba“-Farm in den Otavibergen, etwa 20 Kilometer westlich von Grootfontein liegt ein sensationeller Fund. Vor circa 80.000 Jahren schlug genau an dieser Stelle mit Abstand der größte Meteorit auf der Erde ein. Schätzungsweise wiegt er zwischen 50 und 60 Tonnen und soll zwischen 190 bis 410 Millionen Jahre alt sein.

Entdeckt wurde er ganz nebenbei beim Pflügen des Bodens. Herbeigerufene Fachleute legten den riesigen Meteorit frei, der von Jacobus Hermanus Brits identifiziert und beschrieben wurde. Der wissenschaftliche Bericht über den Hoba-Meteorit wurde 1920 veröffentlicht und ist heute im Grootfontein-Museum zu sehen.

Heute ruht der Meteorit freigelegt in seinem eigenen Amphitheater und lädt staunende Besucher zum Verweilen ein.

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WEST - NAMIBIA

Namib Naukluft Nationalpark

Namibia, Namib Naukluft Nationalpark NamibiaSand und Steine, Sonne und Luftspiegelungen, blauer Himmel – oder Sterne, soweit das Auge reicht. Kleinste Käfer wie der Tok Tokkie, der den Küstennebel mit seinem Leib einfängt, um davon zu trinken. Antilopen wie der Gemsbock, dessen Körper sich auf Temperaturen aufheizen kann, die kein anderes Lebewesen überleben würde. Pflanzen wie die weltweit einmalige Welwitschia Mirabilis, die an manchen Standorten schon viele Hundert Jahre alt ist und noch immer wächst. Die Wüste – so weit, so einsam und doch so vielfältig, so vielfarbig und so voller Leben. Trotzdem bedeutet ihr Name „Leerer Platz” bzw. „Ort wo nichts ist”. Alleine die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 2.000 Kilometer Länge. Von der Meeresküste aus ragt die Namib etwa 160 Kilometer ins Landesinnere hinein und berührt im Norden die Skelettküste, in der Mitte Walvis Bay und im Süden das für Besucher gesperrte alte Diamantfördergebiet.

Genau hier liegt inmitten der ältesten und viertgrößte Wüste der Welt der Namib Naukluft Nationalpark. Mit einer Gesamtfläche von rund 50.000 km² ist er Namibias größtes Naturschutzgebiet. Jedoch sind nur der kleine Abschnitt nördlich des Kuiseb Flusses, dass 1.000 Meter hohe Naukluftgebirge mit seinen Felswänden und großen Bäumen, das durch Wanderwege (Oliventrail und Waterkloof-Trail) erschlossen ist, sowie das Sossusvlei mit bis zu 325 Meter hohen Dünen für Besucher zugänglich.

Das Gebiet des Namib Naukluft Nationalparks wurde ab 1966 mit dem Erwerb der Farm Naukluft stufenweise unter Schutz gestellt. Viele unvergessliche Schluchten und Bäche, rötlichen Dünen, grandiose Landschaften mit tief eingeschnittenen Flusstälern und schroffen Bergmassiven die sich über die Umgebung erheben, sind charakteristisch für den Nationalpark. Die höchsten Erhebungen erreichen ganze 1.949 Meter.

Nähert man sich dem Massiv von Westen her, wird deutlich, dass die bläulich schimmernden Naukluft Berge eine Linie bilden mit der so genannten Randstufe, die das Hochland zur Namib Wüste hin begrenzt.

Das Gebirge besteht vor allem aus Dolomit- und Kalkgestein, in dem durch Verkarstung ein riesiges unterirdisches Entwässerungs- und Hohlraumsystem entstand. Dort sammelt sich Regenwasser an, das in Form von Quellen und Wasserfällen vor allem entlang der Trockenflussbetten in den Bergen wieder austritt. Das Wasser wiederum ist Lebensgrundlage für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die sich in dem unwegsamen Gebiet nahezu ungestört entwickeln konnte.  Der Namib Naukluft Nationalpark ist nicht nur ein Naturschutzgebiet in dem trotz des sehr trockenen und heißen Klimas eine Vielzahl an Schlangen, Geckos, Hyänen, Schakalen, Kudu Antilopen, Springböcken und den dort geschützten Hartmann Bergzebras lebt, sondern auch ein Wanderparadies für Anfänger und Fortgeschrittene.

Die Bergwelt des Naukluft Gebirges können Sie auf zwei eintägigen Wanderrouten erforschen. Der bekannte Naukluft Wanderweg ist etwa 120 Kilometer lang, kann aber auch auf 55 km abgekürzt werden kann. Die Strecke gilt als eine der anstrengendsten Touren im südlichen Afrika, die nur für erprobte Wanderer geeignet ist. Außerdem führt eine anspruchsvolle Geländewagenstrecke durch das Gebiet.

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Sossusvlei

Namibia, Loewen NamibiaLandschaftlicher Höhepunkt ist das Sossusvlei in den zentralen Dünen-Namib im Namib Naukluft Nationalpark. „Sammelplatz des Wassers“ nannten die Nama den Ort. Die 32.000 km² große Fläche ist ein beeindruckendes, einmaliges und sehr farbenfrohes Werk von Mutter Natur.

Eine Lehmsenke, die sich nach Regenfällen mit Wasser füllt, wodurch ein atemberaubend schöner türkisblauer See entsteht, umgibt die zahlreichen gigantisch hohen, zum Teil unglaublich farbintensiven Sanddünen. Sie erreichen Höhen von bis zu 300 Metern und konnten dank ihrer Stabilität für die Touristen durchnummeriert werden. Düne 7 und 45 sind dabei die beiden höchsten. Eine höhere Sanddüne findet sich an keinem zweiten Ort der Welt.

Letztere begeistert besonders beim Sonnenuntergang und fesselt Sie mit ihrem sensationellen Anblick. Am schönsten zeigen sich die Dünen jedoch früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn Licht und Schatten die Landschaft plastischer wirken lässt und der Sonnenstand, die Sand- und Luftfeuchtigkeit die Dünen in den unterschiedlichsten und kräftigsten Farben erscheinen lassen.

Auf keinen Fall dürfen Sie den Aufstieg scheuen, denn nur durch das Steigen erleben Sie die Dünen in ihrem wahren Ausmaß und der Ausblick auf das Sandmeer entschädigt für die Mühe.  Im Sossusvlei treffen Sie auf Schilder, die auf zwei weitere sehenswerte Senken hinweisen: Das 'Dead Vlei', eine ausgetrocknete Pfanne mit Lehmschollen und abgestorbenen Kameldornbäumen, und das wenig bekannte, abgelegene 'Nara Vlei'.

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Sesriem Canyon

In der Nähe der Parkeinfahrt zum Sossusvlei hat der Tsauchab River eine etwa zwei Kilometer lange und bis zu 30 Meter tiefe Schlucht in die ungefähr 15 Mio. Jahre alten Ablagerungen aus Sand und Kieselsteinen gegraben. An manchen Stellen misst der Sesriem Canyon nur zwei Meter, wird im weiteren Verlauf dagegen immer ebener und ausgedehnter, um danach ein flaches Flussbett mit Galeriewald zu bilden.

Der Name 'ses rieme' bedeutet, „Sechs Riemen“. Die ersten Siedler benötigten diese sechs Riemen, die sie aus Fellen von Oryxantilopen schnitten und aneinanderknüpften, um hier mit dem Eimer aus der Schlucht Wasser schöpfen zu können
Auch im Sesriem Canyon steht nur Wasser, wenn es zuvor in der Regenzeit im Auffanggebiet des Tsauchab genügend Niederschlag gegeben hat. Dann allerdings kann man in den schlammigen Tümpeln auch baden oder den Canyon der Länge nach durchwandern.

Die permanente Wasserstelle wird zudem von vielen durstigen Wüstentieren besucht. Hier können Sie mit ein wenig Glück Springböcke und Oryx-Antilopen beobachten. Aber auch zahlreiche Vögel kommen hier gerne auf eine kleine Erfrischung vorbei.

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Gondwana Cañon Park am Fish River Canyon

Am Rande des zweitgrößten Canyons der Welt, dem Fish River Canyon, liegt der Gondwana Cañon Park. Plateauberge und weit ausholende Ebenen mit vereinzelten Granit- und Doleritkuppen verleihen ihm seinen landschaftlichen Reiz.
Gelb blühende Köcherbäume zwischen spärlich wachsendem Gras auf weiten, kargen Ebenen bedecken die 1.120 km² große Fläche. Das private Naturschutzreservat stößt an die östliche Grenze des Ai-Ais / Richtersveld Transfrontier Parks und gehört ebenfalls zur biologisch einzigartigen Sukkulenten Karoo, die zu den rund 20 weltweit wichtigsten Biomen mit außergewöhnlichem Artenreichtum zählt. Viele endemische Pflanzen haben sich hier mit großem Einfallsreichtum an das trockene Klima angepasst.

Die einstige Schafzucht die auf dem Weideplatz betrieben wurde, endete mit der Gründung des Parks 1996 um das Gebiet vor Schäden durch die Überweidung zu bewahren. Die ursprünglich heimischen Pflanzen haben sich ihren Raum zurückerobert und die Bestände an Bergzebra, Springbock, Gemsbock und Strauß sind wieder gewachsen. Sogar die hier früher heimische Giraffe konnte wieder angesiedelt werden. Auch typische Tiere der Nama Karoo wie Bergzebra, Kudu und Strauß fühlen sich in dem Gebiet sichtlich wohl.

Noch bis heute sind im Canyon Spuren der Vergangenheit zu sehen. Vermutlich haben einst die Vorfahren der San hier mysteriöse Figuren in den Fels graviert.

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Fish River Canyon

Namibia, Fischfluss Canyon Namibia, Baobab Baeume NamibiaIm Süden von Namibia fließt der 650 Kilometer lange Fish River. Seinen Ursprung hat der in den Oranje mündende Fluss im östlichen Naukluft Gebirge. Besonders eindrucksvoll ist der Canyon am Unterlauf des Fish Rivers.

Durch Wassererosionen und das Einbrechen der Talsohle auf Grund von Bewegungen in der Erdkruste, entstand der Fish River Canyons vor unglaublichen 500 Millionen Jahren. Nach dem amerikanischen Grand Canyon ist er mit einer Tiefe von bis zu 550 Metern der wohl zweitgrößte Canyon der Welt. Die Schlucht windet sich über eine Entfernung von rund 160 Kilometern durch das zerklüftete Koubis-Bergmassiv bis hinunter nach Ai-Ais wo der Fish River auf den Oranje trifft. Er durchschneidet eine schier endlose, steinige, von Braun- und Beige-Tönen dominierte Halbwüste, in der das Auge nur ab und zu an grünen Euphorbien oder großen Köcherbäumen hängen bleibt .Eine 25 Kilometer lange Aussichtsstraße führt am Ostrand entlang und bietet einen einmaligen Blick über dieses atemberaubende Naturwerk.

In den kühleren Wintermonaten zwischen Mai und August können gut trainierte 86 Kilometer lange Wanderungen durch den Canyon unternehmen. Ebenso reizvoll ist ein Marsch durch den westlich gelegenen privaten "Canyon Nature Park" oder den östlich angrenzenden "Gondwana Cañon Park".

Am Südende des Canyons befindet sich das Thermalbad Ai-Ais, zu Deutsch „heißes Wasser“. Aufgrund seiner 60°C heißen Quellen die eine entspannende Wirkung haben, ist es zu einer wahren Oase der Erholung geworden. Reich an Fluoriden, Sulfaten und Chloriden sollen die Bäder bei Rheumaerkrankungen und Nervenleiden helfen. Mittlerweile hat Ai-Ais ganzjährig geöffnet, allerdings ist von einem Besuch in den Sommermonaten (Oktober bis März) abzuraten, da es dort sehr heiß werden kann.

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Maltahöhe

Rund 110 Kilometer westlich von Mariental liegt der verschlafene Ort Maltahöhe Er ist nach Malta, der Ehefrau des Schutztruppen-Offiziers Henning von Burgsdorf benannt, der hier um die vorherige Jahrhundertwende einen Posten der Schutztruppe errichtete. Heute kümmern sich die rund 2.000 Einwohner um die Versorgung der umliegenden Farmen.

Im 1907 gegründeten Maltahöhe Hotel - Namibias ältestem Landhotel -  gibt es eine beliebte Bar mit deutschem Flair. Das Restaurant serviert deftiges Essen.

Am Westrand des Ortes liegt der Oahera Art Markt, in dem Besucher bei der Herstellung von Kunsthandwerk der dort lebenden Nama zuschauen können. Neben den ortstypischen Arbeiten werden Souvenirs aus anderen Regionen Namibias angeboten.
Weitere Attraktionen sind die Ortsrundfahrt in der Eselskarre, auf Wunsch auch in die nahe gelegene Siedlung der Nama, ebenso wie der vor Lebensfreude und Stimmgewalt trotzende Chor der Schule in Maltahöhe, der traditionelle Lieder und Tänze der Nama präsentiert - allerdings nur vor größeren Gruppen und bei vorheriger Buchung.

80 Kilometer südwestlich von Maltahöhe finden Sie das skurrile Schloss Duwisib. Es strahlt schon etwas Exzentrisches aus – dieses burgartige Herrenhaus inmitten der hügeligen afrikanischen Landschaft südwestlich von Maltahöhe. Schloss Duwisib wurde 1908 von dem ehemaligen preußischen Aristokrat und Schutztruppler Baron Hansheinrich von Wolf und seiner amerikanischen Frau Jayta erbaut.

Namibia, Fischfluss Canyon NamibiaBis auf den Sandstein verschiffte man alle Baumaterialien und Möbel von Europa nach Lüderitz und karrte sie von dort per Ochsenwagen durch die Wüste nach Duwisib. Um 1908 vollendete ein Berliner Architekte das Gebäude. Darüber hinaus kaufte Von Wolf im Laufe der folgenden Jahre erhebliche Ländereien zusammen und betrieb Pferdezucht. 1914 war das Ehepaar auf dem Weg nach Europa, um weitere Zuchtpferde zu erwerben, als der Erste Weltkrieg ausbrach. Auf Umwegen gelang es von Wolf schließlich sich nach Deutschland durchzuschlagen, wo er sich zum Militär meldete. Er fiel im September 1916 in der Schlacht an der Somme in Frankreich. Seine Frau Jayta kehrte nicht mehr nach Südwestafrika zurück, sondern zog nach München.
Das Schloss wurde 1979 vom Staat erworben, restauriert und ist heute ein Museum. Es ist sehr gut erhalten und ermöglicht auf einem Rundgang unter anderem die Besichtigung des Rittersaals, des Esszimmers, eines Biedermeier-Zimmers sowie der Privaträume der ehemaligen Besitzer mitsamt erhaltener Exemplare des alten Mobiliars.

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Tirasberge und der Tirasberge Nationalpark

Rund 20 Kilometer westlich von Helmeringhausen liegen die Tirasberge mit dem dazugehörigen Tirasberge Nationalpark der sich insgesamt über eine Fläche von 125 km² erstreckt. Diese Schotterstraße von Aus wird oft als schönste Nebenstraße Namibias bezeichnet. Sie durchquert eine weite offene Landschaft, in der sich auf der einen Seite des Weges die fernen roten Dünen der Namib erstrecken, während auf der anderen Seite die hohen Tirasberge mit der bergigen Landschaft des Roiirand (Rotrand) und den nördlich anschließenden Tsarisbergen, in den blauen Himmel ragen. Richtung Südosten hingegen grenzen Sie an eine Savannen- und Sukkulentensteppe.

Aber nicht nur vier verschiedenen Landschaften treffen hier aufeinander sondern auch vier Vegetationszonen. Die Region erhält, wie der tiefe Süden des Landes, auch im namibischen Winter (Juni bis August) Regen. Deshalb hat sich hier eine für Biologen sehr interessante und nahezu einmalige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt.

Touristische Angebote des Nationalparks reichen von Trekking-, Dünen-, und Sukkulenten. Bis hin zu Buschmannstouren. Auf letzterer erkunden Sie die Wohnstätten der Buschmänner auf eigene Faust.
Eine weitere Möglichkeit die Gegend und vor allem das Leben der Farmer in den Tirasbergen kennen zu lernen besteht auf einer Farmrundfahrt. Auf dieser erklärt man Ihnen im Laufe eines Tages die Besonderheiten des Lebens auf einer solchen Farm. So erhalten Sie neben den verschiedensten Eindrücken in erster Linie relevante und zudem auch fundierte Informationen von den Besitzern übermittelt.

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OST - NAMIBIA

NamibRand Nature Reserve

Rote Dünen, weite Ebenen und schroffe Berge formen die stille Landschaft zwischen der unwirtlichen Namib Wüste und dem Randstufengebiet des Hochlandes. Hier hinein pinseln die Jahreszeiten sanfte Farbtupfer – manchmal weiß-gelbes, manchmal hellgrünes Gras. Eine traumhafte Landschaft für Naturliebhaber und Fotografen.

In diesem Gebiet liegt das NamibRand Naturschutzreservat, das größte private Naturschutzgebiet Namibias mit einer Fläche von fast 200.000 Hektar. Es grenzt im Westen an den Namib Naukluft Park und im Osten an die Nubib Bergkette.
Bevor das ehemals kommerzielle Farmland 1984 von einem bekannten Windhoeker Geschäftsmann erworben wurde, war es schonungslos ausgebeutet worden. Die Wunden sind gut vernarbt. Wenn man sich heute in dem Wüstenreservat bewegt, trifft man wieder auf große Springbock-Herden, auf viele Gemsböcke und Strauße.

Im Park werden Rundfahrten und Ballonfahrten angeboten. Außerdem kann man mehrtägige, geführte Wanderungen unternehmen ('Tok Tokkie Trails'), die Fauna und Flora der Wüste in unnachahmlicher Art nahe bringen.



 

 

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