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Städte

Zentral - Namibia

Windhoek

Namibia, Windhoek NamibiaWindhoek, die Hauptstadt Namibias ist mit seinen 250.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes und wirtschaftliches und politisches Zentrum zugleich. „Windecke“ wie die deutsche Übersetzung lautet, wurde 1840 gegründet. Sie liegt auf 1.650 Metern Höhe malerisch in einem Talkessel, gesäumt von den Erosbergen im Norden und den Auas Bergen im Süden. Nach Westen hin erstreckt sich das Khomas Hochland in Richtung Namib Wüste und Küste. Aber nicht nur Wind, sondern auch Dampf gab es hier einmal. Die Herero bezeichnen die Stadt deswegen "Otjomuise", „Ort des Dampfes“, was bezeugt, dass hier einmal Thermalquellen sprudelten.

Windhoeks Stadtzentrum erstreckt sich entlang der Independence Avenue, die östlich von Hügelketten umgeben wird. Trotz der kosmopolitischen Atmosphäre mit modernen Bauten, erinnert die Architektur noch immer an die deutsche Kolonialzeit. Auch der sprachliche und kulturelle Einfluss ist noch in vielen Bereichen sichtbar. So wird in deutschen Restaurants  deutsches Brot, Wurst und Bier angeboten, es gibt den deutschen Karneval und man verständigt sich noch zum Teil auf Deutsch.

Sehenswert ist die neugotische Christuskirche des Architekten Gottlied Redecker im historischen Zentrum von Windhoek. Das Wahrzeichen der Stadt mit einem 24 Meter hohen Kirchturm wurde im Jahr 1910 nach Ende der blutigen Kriege zwischen den deutschen Kolonialmächten, den Hottentotten, den Herero und den Ovambo, als Friedenskirche eingeweiht. Heute ist die mit besonders schönen Kirchenfenstern im Altarraum sowie drei harmonisch klingenden Kirchenglocken ausgestattete Sehenswürdigkeit zur Besichtigung freigestellt.

Der von einer Parkanlage umgebene "Tintenpalast", stammt vom selbigen Architekten. Seinen Namen erhielt das ehemalige deutsche Verwaltungsgebäude in Anlehnung an die vielen Schreiberlinge und ihren hohen Tintenverbrauch. Heute ist der 1913 errichtete Tintenpalas Sitz des namibischen Parlaments, der Nationalversammlung und des Nationalrats.

Die „Alte Feste“ wurde von der deutschen Schutztruppe errichtet, um den Frieden zwischen den sich bekämpfenden Namas und Hereros herzustellen. Heute beherbergt das Gebäude das namibische Nationalmuseum. Es ist das größte Naturkundemuseum des Landes mit naturwissenschaftlichen und zoologischen Ausstellungen.

Direkt neben der alten Feste steht ein stark diskutiertes Standbild. Der Südwester Reiter, ein fast 10 Meter hoher überlebensgroßer, uniformierter Schutztruppenreiter nebst Pferd aus Bronze erinnert hier an die Kolonialkriege des deutschen Kaiserreichs gegen die Herero und Khoi Khoi von 1903 bis 1907. An der Vorderseite erinnert eine Gedenktafel an die vielen deutschen Kriegsopfer.

Darüber hinaus gibt es in Windhoek außerdem die drei Stadtburgen Sanderburg, Schwerinsburg und Heinitzburg zu sehen. Letztere wurde zu einem Luxushotel umgewandelt, in dem Sie sich kulinarisch verwöhnen und das Panorama der Stadt genießen können. Die „Schwerinsburg“ des Grafen von Schwerin ist die größte der drei Stadtburgen. Sie wurde von einem einstigen Signalturm in ein romantisches Schloss verändert. 

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Swakopmund

Die „deutscheste Stadt“ Namibias, Swakopmund hat etwa 30.000 Einwohner und liegt zwischen Dünen und Wüste nahe der Mündung des Flusses Swakop.

Trotz der flachen Gewässer und der ungeschützten Bucht erlangte Swakopmund während der deutschen Kolonialzeit als Hafenstadt an Bedeutung. Somit ist die Architektur auch weiterhin durch viele Kolonialbauten geprägt. Zu nennen sind hierbeispielsweise das Hohenzollernhaus, die Pionierkaserne und das Woermannhaus.

Namibia, Windhoek NamibiaLetzteres ist ein Wahrzeichen aus dem Jahre 1905. Das ehemalige Handelshaus mit seinem 25 Meter hohen Damara-Turm und seinem von Arkaden gesäumten Innenhof ist heute Standort der städtischen Bibliothek, einer Kunstgalerie und dem Büro des Namibia Wildlife Resorts. Ebenfalls sehenswert sind das Marinedenkmal und die beiden Gerichtsgebäude.

Dank ihres angenehmen Küstenklimas ist Swakopmund ein beliebtes Strandbad mit zahlreichen Attraktionen. Abgehärtete Schwimmer, erfrischen sich hier im kalten Südatlantik. Neben den diversen Bademöglichkeiten bietet Swakopmund jedoch auch dem Kunst- und Kulturfreund viel Sehenswertes.

Wer sich nicht selbst in das knapp 15°C kalte Wasser wagen will, besucht einfach das Meeres-Aquarium in Swakopmund. Seit 1994 besteht die vom damaligen Präsidenten San Nujoma gegründete Attraktion in dem Sie die Meeresbewohner durch einen gläsernen Tunnel beobachten können Hier werden hungrige Haie zu Tisch gebeten.

Das Swakopmund Museum zeigt Exponate zur Archäologie, Mineralogie, Botanik, deutscher Kolonialgeschichte sowie der Ur- und Frühgeschichte. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Dokumentation über die Menschen Namibias. In unmittelbarer Nähe, steht ein Leuchtturm wie man ihn von der Nordseeküste her kennt.92 Stufen führen hinauf auf die Aussichtsplattform. Hier werden Sie mit einer tollen Aussicht belohnt.

Der ehemalige Bahnhof von Swakopmund in wilhelminischem Klassizismus atmet noch das stilistische Flair der deutschen Kolonialzeit. Er wurde zu einem Gebäudekomplex umgewandelt, in dem ein Luxushotel, Geschäfte, ein Pub sowie ein Spielkasino untergebracht sind.

In der neobarocken Kirche der Deutschen Lutherischen Gemeinde finden jeden Sonntag Gottesdienste in deutscher Sprache statt. 

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Tsumeb

Tsumeb, im bekannten Otavi Dreieck - welches das Gebiet zwischen den Orten Tsumeb, Otavi im Südwesten und Grootfontein im Südosten bezeichnet - gehört zu den reichsten Städten in ganz Namibia.
Dank der relativ hohen Niederschläge ist die Region für den Betrieb von Ackerbau geeignet und erstrahlt in einem satten Grün. Ein wahrer Hingucker sind die zahlreichen, im Frühjahr aufblühenden violetten Jacaranda Bäume, die das Bild der Stadt in dieser Zeit prägen. Weltweit ist Tsumeb deswegen auch unter dem Namen „Gartenstadt“ berühmt.

Die Menschen der 15.000 Einwohner zählenden Stadt betreiben Bergbau. Bereits die Buschmänner entdeckten in einem Malachit Hügel Kupfer, das sie gegen Tabak eintauschten. Heute wird zudem Blei, Silber, Zink und Cadmium gewonnen. Rund 217 verschiedene, zum Teil seltene Minerale konnten bereits identifiziert werden. Nirgends auf der Welt gibt es bislang eine solche Vielfalt. Informationen zu diesem Thema gibt es im heimatkundlichen Museum von Tsumeb.

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Okahandja

Etwa 70 Kilometer nördlich von Windhoek liegt Okahandja. Die Handelsstadt am Flussbett des Okakango Rivers zählt rund 200.000 Einwohner.

Die Entstehung von Okahandja ist auf eine Rheinische Missionsgesellschaft zurück zu führen, die 1872 eine Station zur Missionierung und Befreiung der hier siedelnden Hereros gründete. Bereits im 19. Jahrhundert befand sich hier eines der wichtigsten, traditionellen Stammeszentren der Herero. Auf dem Friedhof in der Nähe der Missionskirche liegen die Stammeshäuptlinge Tjamuaha, Maharero, Samuel Maharero, Hosea Kutako sowie der 1978 ermordeten Herero-Führer Clemens Kapuuo begraben.
Namibia, Windhoek NamibiaZu ihrem Gedenken und in Erinnerung an die Ahnen und die Schlacht am Waterberg finden hier alljährlich am letzten Sonntag vor dem 26. August farbenprächtige Festlichkeiten mit beindruckenden Festumzügen statt. Die Herero Frauen können Sie an diesem Tag in voluminösen viktorianischen Kleidern und ihren typischen Kopfbedeckungen sehen, die an Rinderhörner erinnern.

Touristisch gesehen ist Okahandja ansonsten wenig unterhaltsam. Interessanter wird es rund 25 Kilometer weiter südwestlich. Dort befindet sich eine einstige Missionsstation, die 1975 zum Thermalbad "Gross Barmen" (Otjikango) umgebaut wurde. Aus einer Tiefe von 2.500 Metern strömt 65 Grad Celsius heißes Heilwasser in ein Innen- und ein Außenbecken.

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Walvis Bay (Walvisbaai)

Im Jahre 1793 gründeten die Kap Holländer die Stadt Walvis Bay, zu Deutsch Walfischbucht. Sie liegt rund 30 Kilometer südlich von Swakopmund und ist vor allem für die Produktion von Meersalz bekannt, das auf den 3.500 Hektar großen Salzfeldern gewonnen wird. Ebenso der moderne, recht geschäftige Hafen wird häufig mit der Stadt verbunden. Hier können Sie entspannt flanieren und sich selbst in einem der Restaurants von der Qualität der frisch gefangenen Fische, Langusten und Austern überzeugen.

Weitere Attraktionen in Walvis Bay sind das heimatkundliche Museum im Civic Centre, die 1880 errichtete hölzerne Rheinische Missionskirche, sowie das Birdlife Information Centre, indem Sie einen ausführlichen Einblick in die Welt der hier ansässigen Vögel bekommen.  In Natura können Sie die Tiere in der riesige natürliche Lagune Sandwich Harbour beobachten. Zu den rund 120.000 Vögeln - unter ihnen Pelikane und die farbenfrohen Flamingos - kommen jährlich bis zu 200.000 Zugvögel.

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Gobabis

Am Rande der Kalahari, etwa 200 Kilometer östlich von Windhoek liegt Gobabis, dass Zentrum der Omaheke Region und eine der ältesten Städte in Namibia. Wegen des reichen Elefantenvorkommens wurde die hier sprudelnde ergiebige Quelle von den Nama Goabes genannt, was so viel heißt wie „Elefantenhausen“. Die endlose Grassavanne mit Akazienbüsche und Kameldornbäume wird aber auch als "Sandveld“ bezeichnet. Es ist traditionelles Siedlungsgebiet der Herero und vieler Überlebender des Dramas am Waterberg.

So reichen die Anfänge von Gobabis bis in das Jahr 1856 zurück. Zu dieser Zeit errichtete die Rheinische Missionsgesellschaft eine Station die 1880 zerstört und aufgegeben wurde. Dennoch kam es immer und immer zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Herero und den im Süden angesiedelten Nama. Zum Schutz der Einwohner wurde 1895 ein Schutzvertrage aufgelegt um Ruhe in die Region zu bringen. Jedoch gelang dies erst in den folgenden Jahrhunderten.
Heute werden von Gobabis die rund 800 umliegenden Farmen, von denen viele von deutschstämmigen Eigentümern betrieben werden, versorgt.

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Otjiwarongo

Etwa 250 nördlich von Windhoek und 50 Kilometer westlich des Waterberg Massivs liegt eingebettet in gepflegte Grünanlagen die wohlhabende Stadt Otjiwarongo. Ihren Beinamen "Platz der fetten Kühe" verdankt sie den vielen Niederschlägen, die eine hervorragende Rinderzucht auf den fruchtbaren Böden gewährleisten. Diese sind so mineralreiche weil sie alle aus verwittertem, vulkanischem Granitgestein entstanden sind. Somit kann Otjiwarongo die umliegenden Farmen bestens versorgen.
NamibiaAm Ostrand der Stadt liegt eine besondere Art von Farm die damit die wohl interessanteste Attraktion der Stadt ist. Es handel hierbei um die einzige Krokodilzuchtfarm in ganz Namibia. Da niemand mehr möchte das die Reptilien in der freien Wildbahn um Schuhe und Handtaschen willen erlegt und unkontrolliert dezimiert werden, wurde mit dem kommerziellen "Anbaus" auf Farmen begonnen. Somit haben Sie genug Zeit und Ruhe um das große, afrikanische Nilkrokodil aus unmittelbarer Nähe anzuschauen und zu fotografieren. Gerne werden Ihnen hier auch die Arbeit auf der Farm, die Zuchtmethoden und -zwecke von den Mitarbeitern nahegebracht.

Auch die Farm Okonjima - rund eine Autostunde südwestlich von Otjiwarongo - ist eine Attraktion der Stadt. Hier können Sie Geparden und Leoparden direkt von Angesicht zu Angesicht begegnen. Ebenfalls betreibt der Cheetah Conservation Fund (CCF), der sich speziell für den Erhalt der Geparden einsetzt in der Gegend ein Informationszentrum.

Nachdem Otjiwarongo 1907 an die Eisenbahnlinie Otavibahn angeschlossen wurde, begann ein Wachstum, welches rasanter nicht hätte sein können. Bis heute erinnert die vor dem Bahnhof von Otjiwarongo stehende alte Dampflok, die 1912 von der Firma Henschel in Kassel gebaut wurde, an alte Zeiten. Einst verkehrte sie auf der Bahnlinie zwischen Swakopmund und Otavi. Jetzt ist sie vor allem für die Touristen ein Anziehungspunkt der ganz besonderen Art.

Eine weitere Attraktion der Stadt ist das Kunstmuseum ETANENO, etwa 50 Kilometer von Otjiwarongo entfernt. 1999 gründeten es die Architekten Erwin Gebert und Alfonso Hüppi mitten im Buschland. Auf der einstigen Rinderfarm treffen sich jährlich eine oder zwei Künstlergruppen für vier Wochen zum Arbeiten. Die Werke werden anschließend auf der Farm gezeigt bevor sie später in den Besitz des Museums für Neue Kunst in Freiburg und die Nationalgalerie in Windhoek übergehen.

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Süd-Namibia

Lüderitz

Namibia, Luederitz NamibiaLüderitz, die erste deutsche Handelsniederlassung Namibias liegt am Rande der Namib Wüste und zählt heute etwa 20.000 Einwohner. Das kleine Städtchen wurde auf den nackten Granitfelsen gebaut und ist den oft stürmischen Atlantikwinden ausgeliefert wie kein anderer Ort des Landes. Dem Betrachter wird ein überaus bizarrer Anblick geboten. So wird das nostalgische Lüderitz auf der einen Seite vom Meer, auf der anderen Seite von Wüste umgeben. Die Stadt selbst besteht zum größten Teil aus bunten, liebevoll gepflegten Jugendstilhäusern der wilhelminischen Kaiserzeit.

Die Fischerei spielt in Lüderitz eine große Rolle. Durch den kalten Benguela Meeresstrom und den Plankton sowie das saubere Gewässer, konnte eine gute Austern, Langusten- und Fischzucht aufgebaut werden. Auch wenn die Stadt deswegen keine einladenden Bademöglichkeiten hat, gibt es in Lüderitz dennoch viel zu sehen.

Im Friedrich Eberlanz Mueum sind private Fotos und Erinnerungsstücke ausgestellt, die die geschichtliche Entwicklung der Stadt erzählen. Hier erfahren Sie im archäologischen und völkerkundlichen Teil Wissenswertes über die Geschichte der Stadt sowie den Diamantenabbau, der in dieser Region auch heute noch stattfindet.

Auf „Shark Island“, der Haifisch Insel, erinnert eine Bronzeplatte an den verschollenen Gründer Adolf Lüderitz. Zugleich haben Sie von hier aus eine wundervolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen.

Der höchste Punkt von Lüderitz ist jedoch das bekannte Wahrzeichen der Stadt. Die evangelisch-lutherische Felsenkirche in neugotischem Baustil wurde hier im Jahre 1911 auf dem Felsens errichtet. Eine relativ neue Attraktion der Stadt ist die Waterfront, der Hafen mit zahlreichen Läden und Restaurants. Für wenig Geld gibt es hier besonders hervorragende Meeresfrüchte, fangfrischen Fisch, Muscheln, Austern und Hummer. Wert ist es auch eine Fahrt über die Lüderitz Halbinsel - ein Naturschutzgebiet mit zahllosen kleinen verträumten Buchten und unberührten Stränden - einzuplanen. Um eine Lagune herum finden sich hier zahlreiche Flamingos und viele andere Vögel ein. Dieses Gebiet können Sie auf geführten Wanderungen erkunden. Am schönen Agate Beach, 8 Kilometer nördlich der Stadt, können Sie hingegen herrliche Strandspaziergänge machen.

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Keetmanshoop

Keetmanshoop (zu deutsch: Keetmans Hoffnung) liegt etwa 500 km südlich der Hauptstadt Windhoek, unweit einer Nama-Siedlung. Sie wurde 1866 als Missionsstation gegründet und erhielt ihren Namen vom deutschen Kaufmann und Bankier Johann Keetman, der der Stadt sein gesamtes Vermögen überschrieb. In der Stadt leben rund 20.000 Einwohner.

Im Nordosten, etwa 13 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, liegt auf der privaten Farm Gariganus eines der Köcherbaumwälder. Die bis zu neun Meter hohen Baumgruppen stehen seit über 53 Jahren unter Naturschutz.

Die alte Kirche aus Bruchsteinen beherbergt heute ein Museum, das sich der Gründungsgeschichte der Stadt und dem Nama-Stamm widmet. Im Kaiserlichen Postamt befindet sich heute die Touristeninformation.

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Aus

Namibia, Aus NamibiaWer einen kleinen Abstecher nach Aus macht wird nicht enttäuscht. Die sanft geschwungenen, in Pastelltöne getauchten Ebenen umgeben die dunkel herausragenden Berge wie vom Wind herangewehter Schnee. Vor allem Pferdeliebhaber sollten diesen Ort auf ihrer Reise aufsuchen.  

Hier, rund 120 Kilometer östlich von Lüderitz gelegen, lebt eine große Herde von Wildpferden, die sich an die extrem harten Lebensbedingungen in der Wüste angepasst haben. Man fand heraus, dass die Pferde aus der südafrikanischen Kavallerie entstammen und im Kampf gegen die Deutsche Schutztruppe eingesetzt wurden. Ein deutscher Fliegerangriff versetzte die Tiere in Panik und sie flüchteten in die Wüste ohne jemals wieder eingefangen zu werden. Von der überdachten Wasserstelle Garub können Sie die Pferde vor der Kulisse der weiten Namib Wüste aus beobachten.

Nach der Kapitulation der deutschen Truppen im Ersten Weltkrieg unterhielt die südafrikanische Armee hier außerdem ein Konzentrationslager ,unter anderem für rund 1.550 deutsche Kriegsgefangene. Das Gelände dieses ehemaligen Konzentrationslagers steht heute als Nationales Denkmal der Öffentlichkeit zur Besichtigung frei.

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Kolmanskop

Nicht weit von der Stadt Lüderitz entfernt liegt die weltbekannte Geisterstadt Kolmanskop. Benannt wurde sie von Coleman, der 1905 mit seinem Ochsenkarren in den Dünen stecken blieb. Nur drei Jahre später begann der Diamantenrausch im angrenzenden Lüderitz und alle suchten ihr Glück in der kargen Wüste.

Schnell entwickelte sich das heutige Kolmanskop zu einer Vorzeigesiedlung der Extraklasse. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Sandwüste - eigentlich eine lebensfeindlichen Region - in einen Ort mit Kasino, Schule, Krankenhaus und exklusiven Wohnhäusern verwandelt.

Bis zum ersten Weltkrieg wurden mehr als 1.000 Kilo Diamanten gefunden. Nachdem sich die Region weiter südlich bei Oranjemund als bessere Region mit einem erheblich größeren Diamantenvorkomen ergab, wurde Kolmanskop schlagartig zur Geisterstadt.

Nur noch zerfallene Gebäude, in deren Räumen der Sand mittlerweile meterhoch liegt erinnern an die einstige Existenz dieses Ortes. Wind zerrt an den hölzernen Fensterläden, Türen und Dachbalken. Rostige Wasserleitungen und Schienenstränge laufen ins sandige Nichts und durch zerbrochene Fenster, Dachlücken und Löcher in den Wänden, zeichnet die Sonne bizarre Bilder aus Licht und Schatten. Täglich finden jeweils morgens um 9:30 und 10:45 Uhr einstündige Führungen durch Kolmanskop statt.

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Mariental

260 Kilometer südlich von Windhoek liegt die kleine Stadt mit dem bezaubernden Namen Mariental. Unter dem 1962 errichteten Hardap Stausee der den Fish River aufstaut, werden Melonen, Luzerne, Wein und Mais angebaut, die vor allem für die Versorgung der umliegenden Farmen und Nama Gemeinden bedacht sind. Er ist mit einer Kapazität von 300 Mio. Kubikmeter Wasser sogar der größte Stausee des Landes.

Mittlerweile wird der Stausee auch für touristische Zwecke verwendet. So ist er ein beliebtes Wassersportrevier zum Schwimmen und Windsurfen. Das Naherholungsgebiet mit einem kleinen Natur- und Wildschutzgebiet von rund 20.000 Hektar Größe ermöglicht herrliche Wanderungen auf denen Sie sowohl verschiedene Antilopenarten wie Springbok, Oryx, Kuhantilope und Kudu, als auch Strauße, Bergzebras, Spitzmaul-Nashörner und eine reiche Vogelwelt sehen können. ebenso für Angler ist der Hardap Stausee ein idealer Ort.

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Nord-Namibia

Katima Mulilo

Katima Mulilo zählt als eine der wohl schönsten und zugleich auch bedeutendsten Städte in Namibia. Sie ist Hauptstadt und Versorgungszentrum der Region Caprivi und grenzt unter anderem an das Südufer des Flusses Sambesi. Sambia, Angola und Botswana liegen in unmittelbarer Nähe.

Ein besonderer Unterschied zu anderen namibischen Städten ist das typisch afrikanische Flair. Einflüsse aus der deutschen Kolonialzeit sind hier kaum spürbar.  Ein Ausflug zu den bekanntesten, spektakulären Victoria Wasserfällen in Simbabwe ist nur ein Katzensprung. 

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Rundu

Je nördlicher Sie fahren, desto afrikanischer wird die Landschaft des Landes. NamibiaDas Buschland wird dichter und grüner und die Bäume zahlreicher. In diesem ursprünglichen Gebiet, 1.095 Meter über dem Meeresspiegel auf einer landschaftlich reizvollen Anhöhe des Südufers des Okavango, liegt das kleine Städtchen Rundu. Nach Windhoek ist die rund 70.000 Menschen zählende Stadt die zweitgrößte Stadt Namibias.

Rundu blickt auf eine Vergangenheit die zeitweise von den verschiedensten Kämpfen geprägt wurde, zurück. Während der Unabhängigkeitskämpfe war die Stadt einst ein Stützpunkt der südafrikanischen Streitkräfte und ist heute zugleich Distrikthauptstadt und Versorgungszentrum der Kavango Region.

Die dort stehenden runden, strohgedeckten Hütten aus Lehm bewohnen geschickten Kavango, die für ihre Holzschnitzereien bekannt sind. Sie stammen ursprünglich aus Angola und viele wanderten während des Bürgerkrieges nach Namibia ein. Mittlerweile lebt die Volksgruppe wieder auf beiden Seiten des Okavango Flusses.

Die Stadt verfügt zwar über keine Attraktionen, dennoch sind alleine die grandiosen Sonnenuntergänge über dem Okavango einen Besuch wert.
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Opuwo

Im Nordwesten von Namibia liegt Opuwo, das Tor zum Kaokeveld. Bis heute hat sich der hier lebende Himba-Stamm seine Identität und Kultur bewahren können.

Unweit von Opuwo entfernt liegen die sehenswerten, weltbekannten Epupa Wasserfälle die sich so hervorragend für einen Tagesausflug eignen. Genießen Sie hier das Ambiente und das Flair welches von der imposanten Naturkreation ausgeht und die Wasserfälle zu einem attraktiven Ziel macht. Denn der Name ist Programm. In der Sprache der Herero bedeutet „epupa“ nämlich „fallendes Wasser“. Es gibt einen großen Haupt-Wasserfall und daneben viele kleinere Exemplare, die zu Fuß mehr oder weniger zugänglich sind. Direkt an den Fällen verkauften Himba selbstgemachte Ketten und Puppen.

Beeindruckend ist auch das imposante Panorama der Joubertberge, die sich am Horizont der Stadt gen Himmel türmen. 

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Outapi

Ein attraktives Reiseziel ist das Städtchen Outapi. Es liegt in der Nähe der weltbekannten Ruacana Wasserfälle, die eines der wohl schönsten Schauspiele der Natur sind. Hier stürzt sich der Fluss Kunene - dessen Verlauf die Grenze zwischen Namibia und Angola bildet - auf spektakuläre Art und Weise 120 Meter in die Tiefe.

Die beste Reisezeit für einen Besuch der Ruacana Wasserfälle liegt in der Regenzeit, wenn das Hochwasser ansteigt und sich die Wasserfälle dann in ihrer vollen Schönheit entfalten.  Abhängig von der Jahreszeit und Tageslage ergibt sich Ihnen die Möglichkeit einen Spaziergang um die Wasserfälle zu machen, die Sie mit einem Besuch der traditionelle Himba-Dörfer verbinden sollten. Den interessanten Tag können Sie dann mit einem farbintensiven Sonnenuntergang ausklingen lassen.
Südlich von Outapi können Sie sich über das Leben des Königs der Uukwaluudhi und seinem Volk informieren.


 

 

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