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Bevölkerung

Mit mehr als 70 verschiedenen Stämmen gibt es in Sambia eine große kulturelle Vielfalt. Interessanterweise ist das Land jedoch eines der wenigen afrikanischen Länder in dem es kaum zu Stammesfeindseligkeiten unter den einzelnen Gruppen kommt. Zu den wichtigsten Stämmen zählen unter anderem die Lozi, die Bemba, die Ngoni, die Tonga, die Luvale und die Kaonde. Außerdem leben eine Minderheit von Europäern (meist Briten) und Asiaten (vor allem Inder) sowie rund 150.000 Flüchtlinge aus Angola und der Demokratischen Republik Kongo in Sambia.

Lozi

Sambia, Bevoelkerung SambiaDie Lozi, auch Rotse, Barotse oder Rozi genannt, sind eine ethnische Gruppe die in erster Linie im früheren Barotseland im westlichen Teil Sambias lebt. Schätzungsweise gibt es mehr als eine halbe Million Stammesangehörige. Die Sprache der Lozi ist Silozi, eine im 19. Jahrhundert von den Kololo übernommene Sotho-Sprache. Übersetzt bedeutet das Wort „Lozi“ „Ebene“ und ist auf die Barotse Auen des Sambesi zurück zu führen auf denen die meisten Lozi leben. Barotse hingegen bedeutet „Menschen von der Ebene“. An der Spitze des Lozi-Stammes steht der „Litunga“, ein Monarch. Weitere Lozis königlicher Abstammung besetzen hohe Positionen in der Gesellschaft. Die Kultur wird stark von dem Flutzyklus des Sambesi-Flusses beeinflusst. Jährlich finden Wanderungen zu Beginn der Regenzeit statt.

Bemba

Die Bemba, auch Babemba genannt, sind eine der größten Ethnien in Sambia. Sie leben in der Nord-, Ost- und Nordwestprovinz des Landes. Ursprünglich stammen sie aus dem historischen Königreich der Luba und Lunda im oberen Kongobassin, dem heutigen Katanga. Heute gibt es rund 30 Bemba-Clans wie den „Bena Ng’andu“ (Krokodil-Clan) die sich alle nach Tieren oder Pflanzen benennen. Die Sprache ist mit den Bantusprachen Kaonde und Luba sowie Senga und Tonga und Nyanja/Chichewa verwandt. CiBemba wird heute vor allem in der „Copperbelt Region“-Region sowie in den Provinzen Nord und Luapula gesprochen.

Ngoni

Ursprünglich kommen die Ngoni aus Südafrika. Sie flohen vor den großen Shaka Zulu und nahmen die Kampftechniken der Shaka an. Mit Leichtigkeit eroberten sie andere einheimische Stämme. Sie regierten die Region friedlich bis 1897 als die Ngoni von der kolonialen Regierung erobert wurden. Gesprochen wird Chichewa, die Sprache der Menschen die sie erobert haben.

Tonga

Die Tonga, die auch als "Batonga" bezeichnet werden, sind eine ethnische Gruppe der Bantu. Sie spielten im Kampf um die Unabhängigkeit Sambias eine wichtige Rolle. Sambia, Bevoelkerung SambiaRund 1,38 Millionen Menschen der insgesamt 1,5 Millionen Stammesangehörigen leben heutzutage in Sambia. Sie unterhalten sich als Subsistenzbauern.

Die Tonga wanderten im 12. Jahrhundert aus Zentralafrika in die Region ein. Lange Zeit lebten sie fast völlig isoliert in der unzugänglichen breiten Talsohle des Sambesi-Flusses.  Nachdem im Jahr 1955 die Kariba-Talsperre errichtet wurde, siedelten die Tonga in die höher gelegene Savanne um. Die sogenannten "Valley Tonga" leben nun entlang des Sambesi-Flusses sowie an den Ufern der Kariba-Talsperre. Die sogenannten "Plateau Tonga“ sind auf der südlichen Hochebene von Sambia ansässig und leben traditionell als Bauern. Rinder sind für die Tonga ein Symbol des Reichtums.

Weitere Orte an denen die Tonga leben sind Binga, Gwembe, Siavonga, Sinazongwe sowie die angrenzenden Gebiete. Eine kleine Minderheit dieser Volksgruppe hat sich auch in Namawala und Mazabuka niedergelassen. Die Sprache der Tonga ist ChiTonga.

Kaonde

Die Kaonde sind ein Bantuvolk von rund 248.000 Angehörigen die von den Lunda abstammen und sich im Nordwesten von Sambia niedergelassen haben. Kleine Minderheiten leben auch in der Demokratischen Republik Kongo. Die Mehrheit des Koande-Volkes hat sich jedoch im Umland von Mumbwa, Solwezi und Kasempa auf der bewaldeten Hochebene des Sambesi-Quellgebietes niedergelassen. Das Gebiet liegt auf einer Höhe von 1.220 Metern und ist von einer wildreichen Grasebene umgeben. Die Sprache der Kaonde ist ChiKaonde, eine Niger-Kongo-Sprache.




 

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