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Geschichte

Die erste frühmenschliche Besiedlung in der heutigen Region von Sambia fand vermutlich bereits vor 300.000 Jahren statt. Archäologische Funde und Felsmalereien weisen darauf hin, dass das Gebiet in der späten Steinzeit Sambia, Victoria Faelle Sambiavon den Pygmäenstämmen San und Khoi bewohnt wurde. Im 1. Jahrtausend n.Chr. wanderten unter anderem die Bantuvölker Tonga, Shona und Ndbele ein. Sie arbeiteten als Landwirte und lebten von der Viehhaltung. Zu dieser Zeit begann auch der Abbau und Handel von Kupfer. Die geschichtlichen Spuren verwischen sich jedoch bis auf einige archäologische Funde die preisgeben, dass in der gesamten Region der Handel mit Bergbauprodukten, Sklaven und Elfenbein blühte und scheinbar bis in den asiatischen und arabischen Raum reichte. Im 15. Jahrhundert gab es weitere Einwanderungswellen von Bantuvölkern wie den Bemba und Chewa. Diese drängten die einheimischen Pygmäenstämme in die Kalahari-Wüste zurück. Aber auch arabische und portugiesische Siedlungen, insbesondere im Nordosten der Region, entwickelten sich. 1650 entstand im oberen Sambesi-Tal das Reich der Rotse, auch bekannt als Königreich der Lozi oder Rotse. Der Osten hingegen gehörte bis zum 19. Jahrhundert zum Reich Kambeze.

Nachdem bereits Mitte des 19. Jahrhunderts der Brite David Livingstone erste Versuche unternahm Sambia zu erforschen, gehörte das Land nach der Berliner Kongo-Konferenz zum britischen Interessengebiet. Zunächst sicherten sich die Engländer von den einheimischen Machthabern die Rechte an begehrten Rohstoffen. 1890 folgte die Besetzung der Territorien nördlich des Sambesi-Flusses durch die British South Africa Company. 1911 wurde die Region zum organisierten Protektorat Nordrhodesiens (nach Cecil Rodes) und ging 1924 an die britische Kolonialverwaltung.

Durch die  Erschließung der „Copperbelt Region“-Region und des Kupferabbaus entwickelte sich Sambia in den folgenden Jahren zu einer äußerst lukrativen britischen Kolonie.Sambia, South Luangwa Nationalpark Sambia 1953 wurde Nordrhodesien für 10 Jahre Teil der Zentralafrikanischen Föderation, der auch Südrhodesien (heute Simbabwe) und Njassaland (heute Malawi) angehörten. 1958 erfolgte dann die Gründung der United National dependence Party (UNIP). 1963 wurde die gegründete Föderation von Rhodesien und Nysaland aufgelöst und Nordrhodesien erhielt den Status innerer Autonomie. Die Briten gewährten Nordrhodesien ein Jahr später unter dem heutigen Namen Sambia die Unabhängigkeit und Lusaka wurde Hauptstadt des Landes.

Unter der Regierung von Kenneth Kaunda (1964-1991) wurden zahlreiche Unternehmen verstaatlicht, Kupfer wurden zum wichtigsten Exportgut und der Staat zu einem Einparteienstaat errichtet. Dieser geriet jedoch ab Mitte der 1970er Jahre durch den Verfall des Weltmarktpreises für Kupfer in eine schwere Wirtschaftskrise. Unruhen in der Bevölkerung, Versorgungsnöte, ein Putschversuch gegen die Präsidenten sowie Grenzkonflikte mit den Nachbarländern, ebenso wie eine drückend hohe Auslandsverschuldung waren die Folge. 1990 unterzeichnete Kaunda eine Verfassungsänderung zur Wiedereinführung des Mehrparteiensystems und zur Zusammenarbeit mit internationalen Wirtschaftsorganisationen. 1991 musste Kaunda sein Amt an Frederick Chiluba abtreten. Schrittweise wurde mit der Demokratisierung des Landes begonnen und Staatsbetriebe wurden wieder privatisiert um den privaten Wirtschafssektor zu stärken. 


 

 

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