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Städte

Lusaka

Lusaka ist eine pulsierende Stadt deren Chaos einen gewissen Charme versprüht. Die Hauptstadt ist noch immer gefangen zwischen kolonialen Anfängen, Jahre der sozialistischen Unabhängigkeit und der jetzigen Demokratie. Die schnell wachsende industrielle Entwicklung hat Menschen vieler Nationalitäten zusammengeführt und ein Zentrum für wirtschaftliche, politische und kulturelle Aktivitäten geschaffen.

Das Faszinierende an Lusaka ist die Energie, die natürlich nicht mit den westlichen Metropolen dieser Welt zu vergleichen ist.  Es ist eher die pure afrikanische Energie, angetrieben durch die Notwendigkeit des Überlebens. Hier zeigt sich das "wahre Afrika". Für die Menschen aus den Dörfern ist Lusaka die glitzernde Hauptstadt in die tagtäglich hunderte von Menschen pilgern, auf der Suche nach Jobs und Träumen. Die Wahrheit spiegelt sich jedoch in der hohen Arbeitslosigkeit wieder. Weit über 60 Prozent der 2 Millionen Einwohner haben keine feste Einnahmequelle. Die meisten Menschen versuchen jedoch ein ehrliches Leben zu führen und verkaufen ihrer Waren oder bieten Dienstleistungen an.

Sambia, Nationalpark SambiaDie Stadt liegt an der Kreuzung der wichtigsten Autobahnen in Richtung Norden, Osten, Süden und Westen auf einer Höhe von 1.300 Metern über dem Meeresspiegel. Die weitläufige, ungeplante Metropole mit vielen mehrstöckigen Gebäuden, ummauerten Vorstädten und ausgelasteten Elendsvierteln erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 70 km2 und ist eine der am schnellsten wachsenden Städte in Zentralafrika. Seit der Unabhängigkeit hat sich die Bevölkerung fast verdreifacht und wächst täglich. Und so befindet sich Lusaka in einer andauernden Phase der Umwandlung. Straßen und alte Gebäude werden renoviert und neue Geschäfte erbaut.

Das erste Einkaufscenter von Lusaka ist Manda Hill mit einem ausgezeichneten Angebot an Geschäften und Boutiquen. Desweiteren gibt es mehrere Einkaufsmöglichkeiten in den Vorstädten zu denen Kabulonga, Northmead und Woodlands gehören. Der Großteil der Waren wird aus Simbabwe und Südafrika importiert und ist deswegen etwas teurer.

Ein Besuch auf einem der Märkte von Lusaka ist ein Muss. Es ist eine interessante Erfahrung und Sie erleben die bunte und lebendige Atmosphäre der Stadt. Der Soweto Market ist zwei Straßen westlich der Cairo Road. Ein weiterer befindet sich gegenüber dem Tazara-Gebäude auf der Independence Avenue. Kuriositäten und Handwerk finden Sie bei Zambili in der Luanshya Rd. „Moore Pottery“ auf der Kabalenga Road verfügt über eine hervorragende Auswahl an Keramik. Besonders besuchenswert ist „Zintu Za Nyimba“ am unteren Ende der Panganani Road. Dort werden eine breite Palette vor Ort gefertigter Holzmöbel, Batiken, Kerzenhalter, Lampen, von Hand gefärbter Stoffe und Schnitzereien vertrieben. Desweiteren gibt es im Vorort Kabulonga jeden letzten Samstag im Monat einen bunten Handwerksmarkt.

Livingstone

Im Jahr 1905 wurde Livingstone nach dem berühmten schottischer Missionar und Afrikaforscher Dr. David Livingstone benannt. Als eine der größten europäischen Niederlassung wurde die Stadt im Jahr 1911 zur Hauptstadt von Nord-Rhodesien. Im Jahr 1935 wurde die Hauptstadt nach Lusaka verlegt und Livingstone entwickelte sich von einer lebhaften Stadt zu einem ruhigen Ort der in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt wurde, aber immer noch einen besonderen Charme versprüht. Noch heute sind zahlreiche Einrichtungen und Überbleibsel der kolonialen Gebäude aus der Zeit Eduards des VII. an der Hauptstraße zu finden.

Die Nähe zum Sambesi-Fluss und den spektakulären Victoria Falls haben Livingstone zu einem Ausgangspunkt für Reisende aus der ganzen Welt gemacht, die von diesem Ort aus eines der sieben Weltwunder bestaunen möchten.

Das seit den 1930er Jahren bestehende Livingstone Museum ist das größte und älteste Museum in ganz Sambia. Die Archäologie-Galerie beschreibt die menschliche und kulturelle Entwicklung in Sambia von der Steinzeit bis zur Eisenzeit. Die Ethnographie- und Kunstgalerie zeigt Objekte verschiedener Kulturen des Landes, einschließlich Handwerk und Musikinstrumente. Des Weiteren werden verschiedene einheimische Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum gezeigt und die umfangreiche Bibliothek stellt Büchern über Archäologie, Flora und Fauna des Landes sowie  einige von Livingstone's Zeitschriften zur Verfügung. In einem weiteren Bereich des Museums können Sie Wissenswertes zu den Ursprüngen der Bantu-Völker, die Entwicklung der britischen Kolonialherrschaft und die Verwirklichung der Unabhängigkeit erfahren. Das Museum beherbergt außerdem eine große Sammlung von Erinnerungsstücken die von der Familie Livingstone gespendet worden sind.

Ein Muss für Liebhaber alter Dampfmaschinen ist das Eisenbahn-Museum in der Chishimba Falls Road in dem die Eisenbahngesellschaften alte Dampfloks und Oldtimer-Busse, aber auch kleinste Erinnerungsstücke und alte Fotografien zeigen. Dieses Erlebnis versetzt Sie in damalige Zeiten zurück.

Ebenso reizvoll ist eine Kreuzfahrt mit der African Queen auf dem breiten oberen Sambesi-Fluss, Sambia, Lower Zambezi Nationalpark Sambia, Chiawa Camp Sambiaebenso wie die bunten und lebendigen Märkte die Sie im Norden von Dambwa oder in der Nähe der städtischen Polizeiwache finden. Interessante Darstellungen alter kolonialer Architektur aus der ersten Dekade dieses Jahrhunderts sind das North-West Hotel, die St. Andrews Anglican Church sowie die Coillard Memorial Church.

Livingstone ist auf dem besten Weg zum sogenannten "Adventure Centre" des südlichen Afrika aufzusteigen. Die Stadt bietet viele verschiedene Adrenalinsportarten wie Whitewater Rafting, Abseiling, Bungee Jumping und Tamdem Kajaking umgeben von einer unvergleichlichen und atemberaubenden Landschaft. Outdoor-Liebhaber kommen selbstverständlich bei Reiten, Fischen, Golfen oder auf Games Safaris auch auf ihre Kosten unter anderem durch Reiten, Golfen, Fischen oder auf Game Safaris. Die Stadt verfügt über einen gepflegten 18-Loch-Golfplatz.

Ndola

Ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum und zugleich Distrikthauptstadt der Copperbelt Region-Region ist Ndola, die zweitgrößte Stadt Sambias. Sie liegt etwa 320 Kilometer nördlich von Lusaka auf einer Höhe von 1.300 Metern. Die Region ist für ihre vielen verarbeitenden Industrien, einschließlich einer großen Kupfer-Raffinerie, bekannt. Obwohl Sambia nach wie vor die größten Devisen durch Kupfer einnimmt und Metall die Stütze der nationalen Wirtschaft ist, hat sich die Stadt als bedeutendes Handels-und Gewerbezentrum entwickelt.

Ndola hat ein kleines Angebot an Sehenswürdigkeiten. Sollten Sie dennoch Zeit für einen Besuch finden, ist ein Ausflug ins Copperbelt Region Museum empfehlenswert. Hier werden Proben der hier vorkommenden Mineralien sowie Kunsthandwerk ausgestellt.

Lake Chilengwa liegt etwa sechzehn Kilometer südöstlich von Ndola und ist einer von zwei versunkenen Seen im der Copperbelt Region-Region. Der andere See ist der 100 Meter tiefe Lake Kashiba. Er bietet sichere Bademöglichkeiten und ist ein guter Punkt für Vogelbeobachtungen. Das Dag Hammerskjold Memorial erinnert an den tragischen Tod des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, der 1961bei einem Flugzeugabsturz während der Katanga-Krise in Zaire ums Leben kam. Aufgrund der Nähe zu Zaire sollten Sie beim Besuch dieser Gedenkstätte Vorsicht wahren.

Kitwe

Vierundsechzig Kilometer westlich von Ndola liegt auf 1.200 Metern Höhe die Stadt Kitwe, der sogenannte Knotenpunkt der Copperbelt-Region, der zugleich das Industrie-und Handelszentrum der Region darstellt. Mit dem Aufschwung des Kupferpreises in den 1950er Jahren entwickelte sich Kitwe von einer kleinen Gemeinde zur zweitgrößten Stadt in Sambia.

Derzeitig verfügt Kitwe über einen großen Shopping-Bereich mit Hotels, einem Kino und einem Theater. Obwohl Kitwe als touristische Stadt weitgehend unerschlossen ist, liegt die sie umgeben von einer wunderschönen und sehenswerten Landschaft.

Sambia, South Luangwa Nationalpark Sambia, Kaingo Camp SambiaEtwa 9 Kilometer von der Kitwe-Ndola Schnellstraße entfernt, liegen die Makwera Falls  mit dem gleichnamigen See der ein Zentrum für die Fischzucht ist. Die Wasserfälle sind klein aber dennoch sehr malerisch. Sie fallen von einem kleinen Fluss über einen größeren Felsen, bevor sie in ein schimmerndes Reservoir fallen. Kitwe bietet zudem die Möglichkeit eine der Minen mitsamt der Schächte zu besichtigen.

Auf der Kalalushi/ Kasempa Road, rund Dreißig Kilometer von Kitwe entfernt, liegt ein sehr charmantes Vogelschutzgebiet, das von der Wildlife Society betrieben wird. Üppiger Wald umgibt einen kleinen See den Sie zu Fuß oder mit dem Auto umgehen/umfahren können. Des Weiteren besteht die Möglichkeit Boote zu mieten und von hier aus Flora und Fauna in ihrer vollen Pracht zu bewundern.

Chingola

Chingola ist mit seiner Fülle an Bäumen und Blumen eine der malerischsten Städte der Copperbelt Region-Region. In diesem Teil des Landes regnet es häufiger wodurch die Landschaft viel grüner ist. Hier befindet sich auch der größte Tagebau Afrikas, in der oberflächennah Bodenschätze gewonnen werden ohne dass Schächte und/oder Stollen dafür angelegt werden müssen. Für die Besichtigung des Tagebaus benötigen Sie eine Genehmigung die am Ende der Fern Ave. erteilt wird.

Für Golfer gibt es hier einen der schönsten und gepflegtesten Golfplätze in ganz Afrika. Ein Muss ist das Chimfunshi Chimpanzee Sanctuary. Chimfunshi beherbergt in zwei Anlagen mehr als fünfzig Schimpansen. Abgesehen davon leben zahlreiche weitere Tieren in diesem Schutzgebiet, die von David und Sheila Siddle liebevoll gepflegt werden.

Luanshya

Luanshya beherbergt die älteste Kupfermine in Sambia. Obwohl es wenig interessante Touristenziele gibt, eignet sich Luanshya jedoch für eine gute Zwischenstation auf dem Weg in die Copperbelt Region-Region. Das Örtchen verfügt über eine ganze Reihe von Geschäften und einen Markt. Hier steht im Übrigen ein Denkmal an jener Stelle, an der William Collier 1902 während der Jagd auf eine Roan Antilope das Kupfer entdeckte.

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Nationalparks

South Luangwa Nationalpark

Im Osten Sambias liegt ein bedeutendes Wildschutzgebiet. Nicht ohne Grund ist der South Luangwa Nationalpark einer der großartigsten Tierparks die Afrika zu bieten hat. Hier entstanden die berühmten "Walking Safaris", die noch immer noch eine der besten Möglichkeiten sind die unberührte Natur aus nächster Nähe zu erleben.

Die Konzentration der Wildtiere rund um den Luangwa-Fluss und die Lagunen ist woanders kaum größer. Auf einer Fläche von 9050 km2 beherbergt der South Luangwa Nationalpark eine Vielzahl von Vögeln und Wildtieren die in einer reiche Pflanzenwelt leben. Mit Ausnahme des Nashorns wird der South Luangwa Nationalpark von mehr als 60 verschiedene Tierarten und über 400 verschiedenen Vogelarten bewohnt. Bis zu 70 Flusspferde tummeln sich gemütlich im Luangwa-Fluss und in den Lagunen. Zebras treten in kleineren Herden von etwa einem Dutzend auf. Dabei unterscheiden sich die sambischen Zebras in ihren Streifen von den ost- und südafrikanischen Zebras. Ebenfalls oft anzutreffen sind die grazilen Thornicroft-Giraffen. Des Weiteren beherbergt der South Luangwa Nationalpark 14 verschiedene Antilopenarten. Eher selten zeigt sich nur der Bushbock, der dicht bewachsene Orte bevorzugt sowie Ducker die in der Region des Luangwa-Flusses eher selten vor kommen. Sie bevorzugen lieber das Hinterland des Luangwa Valleys. Die Elenantilope, größte Antilope ihrer Gattung hält sich in der Regel in der Nähe des Nsefu Bereich des Parks auf. Zahlreich vertreten hingegen sind Impalas die in großen Herden durch den Park ziehen. Mit seinen majestätischen, spiralförmigen Hörnern und dem zarten Gesicht gehört der Kudu zu der schönsten Antilopenarten. Obwohl sie weit verbreitet sind, sind Kudus auf Grund ihrer Vorliebe für dichte Buschlandschaften und ihre Ruhegewohnheiten nicht immer leicht zu finden. Riedböcke, Zobel, Kuhantilopen, Klippspringer und Bleichböckchen hingegen neigen dazu tiefer in den abgelegenen Teilen der Muchinga-Böschung zu leben.

Hyänen treten relativ häufig im Tal auf und ihre nächtlichen wehleidig klingenden Laute sind charakteristisch für den afrikanischen Busch und noch auf weite Entfernung zu hören.
Der South Luangwa Nationalpark hat ebenfalls eine große Leopardenpopulation. Dennoch neigen die eher scheuen Tiere zum Rückzug wenn sie Fahrzeuge hören und sind deswegen eher selten zu erspähen. Löwen, die in South Luangwa ebenfalls stark verbreitet sind und sich in großen Gruppen von rund 30 Tieren bewegen, halten sich nach Erlegung ihrer Beute oftmals tagelang von dem touristischen Bereich des Parks fern. Weitere Fleischfresser im South Luangwa Nationalpark sind afrikanischen Wildhunde, Karakale und Streifenschakale. Auf Nachtfahrten bietet sich Ihnen die Möglichkeit nachtaktive Tiere wie Eulen, Leoparden, Ginsterkatzen, afrikanische Zibetkatzen, Servale, Buschbabies, futtersuchende Nilpferde, Honigdachse und Löwen in ihrem natürlichen Umfeld zu sehen.

Sambia, Lower Zambezi Nationalpark Sambia, Chongwe River Camp SambiaDie Jahreszeiten sind im South Luangwa Nationalpark stark ausgeprägt. Die Trockenzeit beginnt im April und intensiviert sich bis Oktober, dem heißeste Monat in dem sich die Konzentrationen der Tiere auf dem Höchststand befindet. Warme, sonnige Tage mit kühlen Nächten charakterisieren die trockene Winterzeit von Mai bis August. Mit Beginn der Regenzeit im November werden die Blätter grün und das ehemals trockene, trostlose Gelände verwandelt in einen üppig grünen Dschungel. Die Regenzeit dauert bis Ende März und mit ihr kommen die Zugvögel in Scharen. Die Möglichkeiten für Vogelbeobachtungen im Tal des South Luangwa Nationalpark sind zu dieser Zeit hervorragend. Rund 400 der 732 Vogelarten die es in Sambia gibt, darunter 39 Arten von Greifvögeln und 48 Migranten kommen am Ende der trockenen Jahreszeit wenn der Fluss und die Lagunen beginnen zurücktreten. Dann sind auch Hunderte von großen Wasservögeln zu sehen die durch die Untiefen waten. Aber auch Nimmersatt, Pelikane, Sattelstörche, Marabu, Silberreiher, Schwarzhalsreiher, Goliathreiher, Kronenkraniche, Bienenfresser und Mauerschwalben sind im South Luangwa Nationalpark präsent.

North Luangwa Nationalpark

Das abgelegene Gelände des North Luangwa Nationalparks verfügt über eine 4636 km2 große  Fläche und bietet einige der schönsten Eindrücke in die sambische Wildnis. Hier haben Sie die Gelegenheit die ursprüngliche Seite Afrikas kennenzulernen: wild, unberührt und dramatisch.

Der North Luangwa Nationalpark ist nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Bis zum Jahr 1984 durfte das Areal nur von Rangern betreten werden bis Major John Harvey und seine Frau Lorna eine Genehmigung beantragten um Walking-Safaris in der Region durchführen zu dürfen. 5 Jahre später, 1989, erhielten die zwei Wissenschaftler Mark und Delia Owens, die durch ihr Buch "Der Ruf der Kalahari" an Berühmtheit erlangten die Genehmigung zur Einrichtung einer Forschungsstation. Durch ihren Einfluss und als Mittel zur Eindämmung der Wilderei erteilten die Behörden weiteren Safari-Betreibern die Erlaubnis geführte Safaris mit einer begrenzten Zahl von Besuchern zu betreiben.

Wie der South Luangwa Nationalpark befindet sich der North Luangwa am westlichen Ufer des Luangwa-Flusses und wird auf der anderen Seite von der dramatischen Muchinga-Felswand umgeben, die etwa 1.000 Meter ins Tal hinabgeht. Der Park hat viele Nebenflüsse die eine wichtige ökologische Rolle in der Region spielen und allesamt in den Luangwa-Fluss münden. Das kristallklare Wasser des Mwaleshi-Flusses rieselt in Form von kleinen Wasserfällen die Böschung hinab. Diese treten in der trockenen Jahreszeit zurück und hinterlassen zahlreiche Tümpel die die wassersuchenden Tiere aus dem Busch anlocken.

Die üppige Vegetation des North Luangwa Nationalparks reicht vom Mopane-Wald, offenem Grasland, Akaziendickicht über Kigelias, sogenannte Leberwurstbäume, Steinnusspalmen, rote Mahagoni, Gemüse-Elfenbein Palmen bis hin zu Leadwood-Bäumen. Einen spektakulären Anblick bieten die vielen Büffelherden die auf ihrer Flucht riesige Staubwolken hinterlassen, während die stolzen Löwen hungrig ihre erlegte Beute verschlingen. Zu den weiteren Bewohnern des North Luangwa Nationalparks gehören Hyänen, Zebras, Warzenschweine, Paviane, Pukus, Impala, Gnus, Buschböcke und grüne Meerkatzen. Elefanten und Leoparden treten seltener auf als im South Luangwa Nationalpark. Dafür zeigen sich Kuhantilopen, Riedböcke und Elenantilopen hier wesentlich häufiger. Besonders gut eignet sich der North Luangwa Nationalpark für Vogelbeobachtungen. Regelmäßig werden hier Kronenkraniche, Zimtroller, Scharlachspinte und Bindenfischeulen gesehen, gelegentlich sogar Grillkuckucks und Fischadler.

Die Betreiber der Walking-Safaris bieten diese in der Trockenzeit von Juni bis Oktober an wenn die Tierpopulation auf ihren Höchststand ist. Ein Zugang in der Regenzeit ist praktisch unmöglich. 

Lower Zambezi Nationalpark

An der Grenze zu Simbabwe und am südlichen Rand von Sambia liegt der 4092 km² große Lower Zambezi Nationalpark. Der dort fließende Lower Zambezi-Fluß bildet die natürliche Grenze zwischen den beiden Ländern.

Gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Mana Pools Nationalpark bildet der relativ neue Lower Zambezi Nationalpark die perfekte Basis für eine reiche Tierwelt. Die Schönheit des Parks liegt in dem Gefühl der absoluten Wildnis. Uferlandschaften, Inseln, Sandbänke und Tümpel prägen das Landschaftsbild des Lower Zambezi Nationalparks. Akazien, Mahagoni-, Leadwood-, Ebenholz-, Affenbrot- und Feigenbäume bewachsen die trockeneren Gebiete des Areals. Der Fluss und die Flutebene werden von steilen Klippen begrenzt. Während der Trockenzeit kommen alle Tiere zu den dauerhaft wasserführenden Tümpeln die in dieser Zeit die einzige Wasserquelle in der Region sind. Auf Grund dessen eignet sich das Gebiet besonders gut zur Beobachtung von Großtieren.

Die Vielfalt an Tieren ist zwar nicht so groß wie die anderer großer Parks, jedoch kommen Sie den wandernden Tieren zu Land, aber auch zu Wasser von einem Kanu oder Boot aus besonders nahe. Die Population konzentriert sich auf den Bereich der Talebene und der ruhige Fluss und die Talaue ziehen eine besonders hohe Anzahl an Antilopen und Büffeln an. Große Elefantenherden von bis zu 100 Tieren halten sich hingegen gerne am Rand des Flusses auf und Hunderte von Flusspferden und Krokodilen bewohnen den Fluss selbt. Paviane und grüne Meerkatzen leben hier neben ihren Feinden, den Leoparden. Löwen hingegen bevorzugen lieber die hier lebenden Zebras und Büffel.

Der Lower Zambezi Nationalpark ist ein Paradies für begeisterte Vogelbeobachter. Eisvögel, bunte Papageien, Nashornvögel und majestätische Fischadler mit ihren allgegenwärtigen Schreien gehören zu der großen Vogelvielfalt die der Park zu bieten hat.
Der Lower Zambezi Nationalpark ist über das sambische Chirundu zu erreichen und sollte in der Trockenzeit besuchet werden.

Kafue Nationalpark

Der Kafue Nationalpark liegt etwa 200 km westlich der Stadt Kafue am Oberlauf des gleichnamigen Flusses am großen Itezhitezhi-See, der vor dem Stausee der Kafue-Talsperre angelegt ist. Der 1950 eröffnete Park ist der älteste Nationalpark des Landes und mit Abstand der größte in Sambia. Weltweit liegt sogar und der 22.400 km2 große Park der mit der Fläche von Wales vergleichbar ist, sogar auf dem zweiten Platz.

Der Kafue Nationalpark liegt fernab jeglicher Zivilisation. Er ist weitestgehend unterentwickelt und vom Tourismus noch wenig erschlossen. Hier erleben Sie noch ein rohes, jedoch vielfältiges Stück Wildnis mit hervorragenden Möglichkeiten der Wild- und Vogelbeobachtung in den beindruckenden Flüssen, ursprünglichen Feuchtgebieten und weiten, offenen Graslandschaften die der Park zu bieten hat.

Sambia, South Luangwa Nationalpark Sambia, Mchenja camp SambiaDie Landschaft des Naturschutzgebietes ist sehr vielfältig. Teak- und Miombowälder sowie eine große Zahl eindrucksvoller Kandelaber und großer schwarzer Felsbrocken die oftmals mit einer großen Elefantenherde verwechselt werden durchziehen die Landschaft. Die spektakulären Busanga Plains im Norden des Parks sind eine gewaltige flache Fläche und Sambias bedeutendstes Feuchtgebiet. Die noch unberührte Region unterlag bisher keinen menschlichen Aktivitäten und Entwicklungen.

Die üppigen Wiesen beweiden tausende rote Moorantilopen. Vor etwa fünfzig Jahren war diese Antilopenart in diesem Bereich fast ausgestorben. Durch die Errichtung des Nationalparks hat sich die noch bestehende Population jedoch phänomenal fortgepflanzt und herangewachsen. In riesigen Herden wandern die Tiere über die goldenen Ebenen und bescheren einen traumhaften Anblick voller Schönheit.

Im Norden des Parks liegen die spektakulären, weiten und offenen Busanga-Auen. Sie zählen zu den wichtigsten Feuchtgebieten des Landes und füllen sich in der Regenzeit zwischen März und Mai durch die zahlriechen Flüsse und Wasserwege mit viel Wasser. In den Tümpeln können Sie Flusspferde beim Suhlen beobachten.
Neben den Flusspferden und Moorantilopen leben auch zahlreiche Geparden, Löwen, Warzenschweinen, Steppenzebras, Streifengnus, Buschschweine, Leoparden, Elefanten, Großkudus, Wasser- und Buschböcke, Kronenducker, Pavianen, Schakale, grünen Meerkatzen und Büffel im Kaufue Nationalpark. Aber auch seltenere Tierarten wie Liechtenstein-, Rappen- und Pferdeantilopen sowie Pukus und das winzige Oribi können hier in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Auf Grund dessen gilt der Park als Afrikas reichstes Antilopengebiet Auch die annähernd 500 Vogelarten machen den Kafue Nationalpark zu einem der vogelreichsten Gebiete des Kontinents.

Die besten Beobachtungsmöglichkeiten sind in der Trockenzeit von April bis Oktober. Nach der Regenzeit in der ersten Hälfte des Jahres bezaubert der Park mit seiner gesamten prachtvollen Schönheit. Viele der parkinternen Straßen sind zwischen November und April jedoch nicht zugänglich.

Sumbu Nationalpark

Am südlichen Ufer des Tanganjika-Sees in der nördlichsten Spitze von Sambia, liegt der Sumbu Nationalpark. Er erstreckt sich über eine Fläche von ungefähr 2.000 km2 von denen rund 100 km am unberührten Ufer dieses großen Sees entlang führen. Die Schönheit der Sandstrände, steil hinabstürzender Klippen, felsiger, natürlicher Buchten und zerklüfteter Bergelandschaften mit tiefen Tälern sind phänomenal. Hier verläuft auch der Lufubu-Fluss der sich seinen Weg durch das beidseitig von 300 Meter hohen Böschungen umgebene Tal windet. Er markiert die östliche Grenze des Parks bis zum Austritt des Tanganjika-Sees.

Ein Großteil des Parks ist durch das Combretum-Dickicht geprägt. Entlang des Seeufers stehen zahlreiche Feigen- und Kandelaber-Bäume gemeinsam mit den seltsamen interessant geformten und aufeinander liegenden Felsbrocken.

Bengweula-Sümpfe

Inmitten des Nord-Sambischen Plateus im Norden von Sambia liegt das riesige Feucht- und Sumpfgebiet Bengwuela. Gekennzeichnet durch seine vielen Wasserläufe, flachen Lagunen und Inseln, sowie Schwemmebenen wird die Region auch als „Ort, wo das Wasser den Himmel trifft“ bezeichnet. Das Becken wird von 17 Hauptzuflüssen mit einem Einzugsgebiet von 190.000 km2 bewässert, jedoch nur vom Luapula Fluss entwässert.

Das Gebiet wird in der Regenzeit zwischen November im März bei einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von etwa 1.200 mm überschwemmt. Davon verdunsten jedoch rund 90% des Wassers direkt. Auf Grund dessen variiert der Wasserstand in der Mitte des Beckens zwischen einem und zwei Metern, sodass sich die Wassergrenze um bis zu 45 km vor- oder zurück verschiebt. Dieser fortwährende Anstieg und Rückgang des Wassers bestimmt das Leben in diesem unglaublich großen Gebiet. Bereits vor Jahrhunderten siedelten sich  Menschen  am Rand der Feucht- und Sumpfgebiete an, da sie eine reiche Lebensmittelquelle boten. 

Die aktuellen Bewohner der nördlichen Provinz sind Nachkommen von einer Reihe von Auswanderungen aus dem Kongo-Becken. Die ersten Siedler waren als die Ba-Twa oder wilden Männer von den Neuankömmlingen bekannt. Früher besetzten sie die Inseln rund um den Zusammenfluss des Chambesi-Flusses mit dem Luapula-Fluss und ernährten sich vom Fischfang. Heute haben sie sich in die umliegenden Stämme integriert und sprechen alle die gleiche Sprache.

Sambia, South Luangwa Nationalpark Sambia, Nkwali Camp SambiaDie höher gelegene Fläche rund um die Bangweulu-Sümpfe wird von Miombo-Wäldern dominiert, einer  Mischkombination aus Bäumen und einer geschlossen Grasdecke die durch zahlreiche saisonale Feuchtgebiete oder Sumpfflächen, den  Dambos, durchschnitten wird. Hier  wächst besonders nährstoffreiches Gras, das zahlreiche Tiere anzieht.

Abhängig von der Tiefe und Dauer der jährlichen Überschwemmungen ist die Talaue selbst durch Wiesen unterschiedlicher Zusammensetzung geprägt. In den meisten Fällen bestehen die Sümpfe aus  offenen, von Papyrusgewächsen umgebenen Gewässern und natürlichen Kanälen die nur mit dem Kanu über vernetzte Wasserwege zu erreichen sind.

Zahlreiche Termitenhügel sind weitläufig über das Gebiet verstreut. Sie werden als ein Merkmal der Bangweula-Auen angesehen und sogar als "eine Welt des Wassers und der Ameisenhaufen" bezeichnet. Diese kleinen Hügel sind sicher vor allen Überschwemmungen und gewährleisten damit das Überleben der verschiedenen Baumsämlinge. Mit der Zeit entstehen so kleinere oder größere bewaldete Inseln.

Während der Regenzeit zwischen November und März ist die Vogelwelt phänomenal. In dieser Zeit werden alle Ausflüge in und um die Sümpfe ausschließlich mit dem Boot unternommen. Je nach Umfang des Regens in der Sommerzeit, trocknen die Auen ausreichend um von Mitte beziehungsweise Ende April eine Durchfahrt  mit Fahrzeugen zu ermöglichen.
Bis Juni/Juli ist ein großer Teil der Auen trocken, sodass es nun möglich ist Wanderungen auf den ehemals sumpfigen Gebieten zu unternehmen.  Während die Zahl der Vögel rund um diese Zeit im Jahr noch recht umfangreich ist, sinkt die Zahl der Arten mit dem Rückflug der Sommermigranten. Die zeitweise überflutet Auen, Wiesen und Wälder bringen eine große Vogelvielfalt mit rund 400 verschiedenen Arten hervor.

Einer der vielen Gründe für eine Reise in diese ungewöhnliche Wildnis ist die unendlich flache Weite. Der Blick auf den Horizont scheint unendlich. Die Vogelwelt ist herrlich anzusehen und die Sicht der endemischen schwarzen Moorantilopen ist einfach unvergesslich. Die wasserliebenden Tiere bewegen sich nach Rückgang des Hochwassers in Herden von bis 10.000 Exemplaren.

Weite, offene und mehrere kilometerbreite Überschwemmungsgebiete bestehen an der Peripherie der ständigen Sümpfe. Dieses seichte Gewässer bietet ideale Futtergründe und Überwinterungsplätze für die große Zahl einheimischer Vögel sowie zahlreicher Sommermigranten. Rosa- und Rötelpelikane sowie Klunkerkraniche, Sattelstroche, Ibisse und Löffler und viele Arten der kleineren Watvögel sind in den Bengwuela-Sümpfen aufzufinden. Ein weiterer Bewohner der Bangweulu Sümpfe ist der sehr seltene Schuhschnabel-Storch. Während der ersten Monate nach der Regenzeit hält sich dieser seltsam aussehende Vogel regelmäßig am Rande der Sümpfe und Überschwemmungsgebiete auf. Die Sümpfe gelten als eines seiner letzten verbliebenen Lebensräume.

Zu den weiteren seltenen Vögeln die reichlich in der Gegend vertreten sind gehören die „swamp fly-catcher“, „marsh tchagra“, sowie die „white cheeked bee-eater“. Nashornvögel und Kafferntrappen zeigen sich sogar  noch häufiger da sie über dem Grünland nach Insekten suchen.

Sambia, Lower Zambezi Nationalpark Sambia, Old Modoro Camp SambiaDes Weiteren wimmeln die Überschwemmungsgebiete von Brachschwalben, Kronenkranichen und Steppenweihern sowie von Enten, Gänsen, Blatthühnchen, Löfflern, Pelikanen und gelegentlich sogar Flamingos. Außerdem lebt die scheue Sitatunga, eine ausschließlich in Feuchtgebieten vorkommende Antilope in den Bengwuela-Sümpfen. Diese Antilopen sind gute Schwimmer und verbringen den größten Teil des Tages im Wasser. Sobald sie sich gestört fühlen, tauchen sie unter sodass lediglich ihre Nase zum Vorschein kommt. Aber auch Ducker, Riedböcke, afrikanische Wildhunde, grüne Meerkatzen, Mungos und Buschschweine haben in den Bengwuela-Sümpfen ihr Zuhause gefunden.

Anfang der 1980er Jahre waren Löwen Teil der Tierpopulation der Bengwuela-Sümpfe. Mit der Zunahme der menschlichen Aktivitäten schrumpfte die Zahl der Exemplare jedoch merklich und so wurden die Tiere in andere Gebiete des Landes vertrieben. Ab und zu lässt sich jedoch ein graziler Leopard blicken der gemütlich auf einem Baum vor sich hin döst. Stärker verbreitet sind hingegen Elefanten und Büffel, sowie zahlreiche Krokodile und Flusspferde die im Wasser lauern.

Im August sind die Temperaturen in den Bengwuela Sümpfen tagsüber angenehm, jedoch kann es in der Nacht mit Temperaturen um den Gefrierpunkt sehr kalt werden.

Kasanka Nationalpark

Mit einer Fläche von rund 450 km2 ist der Kasanka Nationalpark der kleines des Landes. Inmitten eines Miombo-Waldes, sowie der Grass-und Sumpflandschaften liegen vier Flüsse und acht Seen die sich ihren Weg durch den Park bis hin zum nördlich gelegenen Bengwuela Nationalpark bahnen.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Parks zählen unter anderem das David Livingstone Memorial. An dieser Stelle endete die letze Reise des bekannten Missionars und Forschers  der im 19. Jahrhundert während seiner vergeblichen Suche nach der Quelle des Nils starb. Dort wurde sein Herz unter einem Baum begraben der drei Jahre später ebenfalls starb und zur Roya Geographic Society gebracht wurde, in der er bis heute aufbewahrt und für die Öffentlichkeit ausgestellt wird. Die Nsala Caves zeigen gut erhaltene Felszeichnungen die bis zu 100.000 Jahre alt sein sollen.

Ein lohnenswerter Ausflug sind die spektakuläre Kundalila Falls die Sie in etwas mehr als einer Stunde Autofahrt von Kasanka erreichen können. Die Wasserfälle liegen in einem Gebiet von großer landschaftlicher Schönheit. Hier fällt der Kaombe River über den Rand der Böschung der Muchingaberge 65 Meter hinab in die Tiefe. Ein Pfad führt hinunter an den Fuß des Wasserfalls  wo sich das Wasser in einem tiefen Becken sammelt, der zu einem kühlen Bad einlädt.

Auch das kristallklare Gewässer des Lake Waka Waka bietet hervorragende Bademöglichkeiten. Das Gebiet liegt umgeben von  einem Miombo-Wald, nur eine Fahrtstunde von Kasanka entfernt. In den felsigen Hügeln können Sie einsame Spaziergänge machen.

Einen atemberaubenden Panoramablick auf den Kapabi-Sumpf haben Sie von der einzigartigen 18 Meter hohen Aussichtsplattform aus, die sich in einem riesigen Mululu-Baum befindet.

In den frühen Morgenstunden sollten Sie die Chikufwe Plains aufsuchen an denen sich zu dieser Zeit zahlreiche Rappenantilopen, Kuhantilopen sowie Zebras und Büffel aufhalten.

Obwohl Kasanka der kleinste Park in ganz Sambia ist, hat er eine Vielzahl von Lebensräumen jeweils mit einer eigenen Vielfalt an Tier-, Vogel-und Pflanzenarten. Am häufigsten sind Pukus, sogenannte Grasantilopen im Park vertreten. Sie halten sich meist bei den Gräsern in Wassernähe entlang des Kasanka-Flusses und der Wasa-Seen auf. Der Miombo-Wald erstreckt sich über den größten Teil der gesamten Fläche und beheimatet Rappenantilopen, Kuhantilopen, Warzenschweine, Buschschwein, Ducker und Steppenpaviane. Das immergrüne Gebüsch ist besonders bei Diademmeerkatzen, Buschböcken, Leoparden und Buschschweinen beliebt. Die grünbedeckten Entwässerungsrinnen versorgen Wasser- und Riedböcke mit frischem Gras.

Sambia, Victoria Faelle SambiaZu den eher seltenen Tierarten des Parks zählen Klunkerkraniche, Rappenantilopen, Warzenschweine, Paviane sowie die seltenen Sitatungaantilopen.  Sie sind in vielen schwer zugänglichen Feuchtgebieten heimisch doch nirgendwo treten sie in großer Zahl auf. Inzwischen leben auch wieder Afrikanische Wildkatzen, Löwen, Servalkatzen, Leoparden, Hyänen und Honigdachse im Park, allerdings können Sie diese nur mit Glück zu sehen bekommen. Weitaus besser liegen die Chancen zahlreiche Palmenflughunde sowie schwarze Moorantilopen, Elefanten, Krokodile, Flusspferde, Wasserböcke, Otter, Gnus, Mungos sowie Schakale und Zinetkatzen zu beobachten.

Faszinierend ist die auch variationsreiche Flora die mehreren Hundert Vogelarten  wie der Fischeule, dem Einfarb-Schlangenadler, der Pygmyente, ebenso wie der Sporengans und dem Sattelstoch einen idealen Lebensraum bietet.

Der Kasanka Nationalpark kann ganzjährlich besucht werden. Die Monate November bis März eignen sich hervorragend für die Vogelbeobachtung, während die  Wildbeobachtung am besten in den Monate Mai bis Oktober ist.

Liuwa Plains Nationalpark

Im äußeren Westen von Sambia liegt ein Stück unberührter Wildnis. Der Liuwa Plains Nationalpark ist eine berauschende Attraktion für abenteuerlustige Naturliebhaber. Auf Grund seiner abgeschiedenen Lage und fehlender Straßen sollten Sie den Park nicht auf eigene Faust besuchen.

Riesige Grasebenen bewachsen die 3.600km2 große Fläche die für den Wasserhaushalt Sambias eine bedeutende Rolle spielen, ebenso wie für die gigantische Tierpopulation. Mit Beginn der Regenzeit im November tummeln sich hier rund 35.000 Gnus und Zebras nach ihrer Ankunft aus Angola. Ansonsten verteilt sich das Wild über die gesamte Ebene und es kann einige Zeit dauern bis Sie es erspähen.

Dafür ist der Anblick eines stolzen Löwen oder einer riesigen Herde Streifengnus in diesem vergessenen Stück Afrikas umso faszinierender.  Des Weiteren bevölkern zahlreiche ungewöhnliche Antilopenarten den Liuwa Plains Nationalpark, unter ihnen Bleichböckchen, rote Moorantilopen, Steinböckchen, Ducker sowie Leierantilopen. Sowohl Schakale, Servale, Wildkatzen, afrikanische Wildhunde als auch Löwen und Hyänen sind die Räuber der Gegend.

Riesige Vogelschwärme migrieren während der Regenzeit in den Liuwa Plains Nationalpark, unter anderem die Senegaltrappe, der Sekretär, die Rotschnabel- und Pünktchenente, der Kronen- und Klunkerkranich, die Langschwanz-Paradieswitwe,  der Hadeschmätzer, der Gelbkehlpieper, die Schwarzflügel Brachschwalbe, der Schreiseeadler, der Savannen- und Kampfadler, der Senegalliest sowie die Weißkehlschwalbe die den Nationalpark zu einem hervorragenden Vogelbeobachtungsgebiet machen.

Die beste Reisezeit für einen Besuch im Liuwa Plains Nationalpark ist zwischen August und Dezember. Wenn im November die Regenzeit einsetzt, können Sie dramatische Wolkenformationen und Blitzschläge am Horizont sehen die in Kontrast zu den grünen und goldenen Wiesen beindruckende Aussichten und fantastische Fotomotive schaffen.

Lochinvar Nationalpark

Etwa 250 km von Lusaka entfernt liegt der 428 km2 große Lochinvar Nationalpark, der gemeinsam mit dem Kafue Flutgebiet und dem nördlich gelegenen Blaue Lagune Nationalpark eine Einheit bildet. Er hat zwar nicht die größte Säugetiergattung, ist dennoch ein Park von seltener Schönheit und bietet mit rund 428 registrierten Vogelarten herausragende Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung.

Der Lochinvar Nationalpark liegt am südlichen Rand der Kafue Ebenen, einem breiten Überschwemmungsgebiet des Kafue-Flusses zwischen der Kafue-Schlucht und dem Itezhitezhi Damm, der für die Regulierung des Wasserspiegels in den Kafueauen zuständig ist.

Die unterschiedlichen Vegetationen mit Auen, Wäldern und Termitenbauten Sambia, SUndowner Cruise Sambia, Zambezi Sambiamachen den Park zu einem interessanten Gebiet. Der Park ist besonders bekannt für die riesigen Herden Kafue-Moorantilopen. Rund 30.000 Exemplare halten sich hier in den Ebenen je nach Hochwasserstand auf. Wenn das Hochwasser wieder zurück geht, ziehen die Tiere weiter in den Norden zu den grünen Auen. Dort ernähren sie sich von Gräsern und Kräutern und waten oder schwimmen durch das bis zu einem Meter tiefe Gewässer der Chunga-Lagune. Weitere Tierarten wie Büffel, Streifengnus, Kudus, Grüne Meerkatzen, Bleichböckchen, Paviane, Zebras und weitere Wildtiere nutzen den Lochinvar Nationalpark als ihren Lebensraum. Das hervorragende Vogelschutzgebiet umfasst Vögel wie Klunkerkraniche, Marabu Störche, Zwergsumpf- und  Kammblesshühner,  Flamingos, Afrikanische  Scherenschnabel, Raubseeschwalben, Sanderling, Zwergstrandläufer.  Steinwälzer, Goldregenpfeifer, und  Regenbrachvogel, nur um einen Teil zu erwähnen.

Allerdings hat der Lochinvar Nationalpark nicht nur eine reiche Fauna sondern auch zwei weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zum einen die Gwisho Hot Springs und zum anderen Sibanzi Hill. Ersteres liegt einbettet in üppiger Vegetation umgeben von zahlreichen Palmen. Hier entspringen die zwischen 60 und 90 Grad heißen Quellen von Gwisho. Sibanzi Hill ist eine archäologische Stätte an deren Stelle in der Eisenzeit ein Dorf stand. Achten Sie dort auf den Baobab-Baum, dessen hohler Baumstamm einen großen Schlafplatz für mehrere Personen bietet. Dem Baum wird nachgesagt, dass er in der Vergangenheit Durchreisende vor wilden Tieren schützte. Unweit davon liegt „Drum Rock“, ein Felsen der nachklingende Töne hervorbringt wenn man auf ihn klopft. Er ist Teil des lokalen Aberglaubens und früher stoppten Reisende hier um ihn zu begrüßen, bevor sie ihre Reise fortsetzten.

Der Lochinva Nationalpark kann das ganze Jahr über besucht werden. In der Regenzeit sind die Vogelbeobachtungen besonders begünstigt, da sich hier zu dieser Zeit viele Zugvögel aus dem Norden aufhalten. Wildbeobachtungen sind allerdings in der Trockenzeit erfolgreicher.

Luambe Nationalpark

Im Osten Sambias im Luangwa Tal, zwischen den bekannten North und South Luangwa Nationalparks, liegt der Luambe Nationalpark. Seine vergleichsweise kleine Fläche von rund 250 km² imponiert jedoch mit seiner landschaftlichen Abwechslung und Artenvielfalt. Grasflächen, Lagunen und Buschsavannen durchziehen den Park, der zahlreichen Wildtieren einen Lebensraum bietet.
Nach jahrelanger Wilderei hat sich der Tierbestand wieder erholt und der Park beheimatet nun Gattungen von Thornicroft Giraffen, Cuchson Wildbeests (eine Unterart des Gnus), Elefanten, Zebras, Büffel, Kudus, Pukus, Elenantilopen, Ellipsen-Wasserböcke, Paviane, Wildhunde, Löwen, Warzenschweine, Leoparden, Krokodile, Flusspferde und sogar das einst ausgerottete Spitzmaulnashorn, das sich in gesonderten Schutzgebieten wieder eingelebt hat.


 

 

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