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Seit 1991 wird Sambia der Verfassung zufolge als Präsidialrepublik im Commonwealth mit Mehrparteiensystem geführt. Regiert wird das Land vom Staatspräsidenten, der für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird. Er ist auch zugleich der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Ministerpräsident und Kabinettsführer und kann einmalig wiedergewählt werden.
Das Zweikammerparlament besteht einerseits aus einer Nationalversammlung. Von den 159 Mitgliedern im Parlament werden 150 gewählt, weitere acht sowie der Parlamentspräsident werden vom Präsidenten selbst ernannt. Weiterer Teil der Nationalversammlung ist das House of Chiefs, ein beratendes Gremium führender ethnischer Gruppen, das 2003 wieder eingeführt wurde.
Neben der Regierungspartei MMD (Movement for Multi-Party Democracy) sind die Oppositionsparteien FDD (Forum for Democracy and Development), PF (Patriotic Front), PH (Heritage Party) und APC (African People’s Congress) von politischer Bedeutung. Verwaltet wird Sambia über die Einteilung in folgende neun Provinzen: Zentralprovinz, Copperbelt Region, Ostprovinz, Luapula, Lusaka (Hauptstadt), Nordprovinz, Nordwestprovinz, Südprovinz und Westprovinz.
Derzeitiges Staatsoberhaupt ist Rupiah Banda, dessen offizielle Amtszeit bis 2011 andauert.
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Grundsätzlich verfügt Sambia über sehr gute wirtschaftliche Voraussetzungen. Dazu gehören Wasser-Ressourcen, ein insgesamt gemäßigtes Klima, ausgedehnte und landwirtschaftlich nutzbare Flächen sowie reiche Bodenschätze. Vor allem Kobalt, Edelsteine, Gold, Silber, Zink, Blei, Steinkohle und Kupfer - der tragende Sektor der Wirtschaft - werden in Sambia abgebaut.
China hat sich zu einem der größten Investoren in der sambischen Kupfer-Industrie etabliert und seit Februar 2007 besteht zwischen den beiden Ländern eine wirtschaftliche Partnerschaftszone rund um die Chambishi Kupfermine. Heute ist der Kupferbergbau in der „Copperbelt Region“-Region von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft des Landes. Dieser stellt gemeinsam mit Kobalt die Hauptquellen des Bruttoinlandsproduktes sowie der Staatseinnahmen dar und steuert mehr als 75 Prozent der sambischen Exporteinnahmen bei. Weitere 3 Prozent werden durch andere Bergbauprodukte wie Gold, Uran und Edelsteine erwirtschaftet.
Dienstleistungen und Industrie sind weniger stark entwickelt und beschränken sich lediglich auf die Städte Kafue, Lusaka, Mazabuka und Kitwe. Rund 14 Prozent der sambischen Bevölkerung leben vom Bergbau. Weitere 80 Prozent werden vom größten Arbeitgeber in der Landwirtschaft beschäftigt. Trotz des erstklassigen Agrarlandes werden lediglich 10 Prozent der Fläche auch genutzt. Angebaut werden unter anderem Mais, das als Grundnahrungsmittel in Sambia gilt, ebenso wie Sojabohnen, Baumwolle, Zucker, Sonnenblumenkerne, Weizen, Milch, Eier, Kaffee, Sorghum, Hirse, Reis, Zuckerrohr, Maniok, Tabak, verschiedene Gemüse-und Obstsorten, Kassava, Erdnüsse und Süßkartoffeln. Des Weiteren sind die Tierhaltung von Rindern, Ziegen, Schweinen und Geflügel sowie die Forstwirtschaft und Fischerei von großer Bedeutung.
Zu den wichtigsten Exportpartnern zählen Südafrika, Deutschland, das Vereinigtes Königreich, die Schweiz, Japan, Thailand, Tansania, die Demokratische Republik Kongo und Simbabwe die vor allem Tabak, Kupfer und Kobalt abnehmen. Waren wie Lebensmittel, Maschinen und Geräte, Chemikalien und Düngemittel, Mineralien und Brennstoffe werden aus Südafrika, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie aus Simbabwe importiert.
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