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Geschichte

Etwa in der Zeit von 50.000 bis 10.000 v. Chr besiedelten mit den San (Buschmännern) verwandte Jäger und Sammler den Subkontinent. Sie betrieben noch keinen Ackerbau, bauten keine festen Häuser und lebten in kleinen Familienverbänden. Felsbilder aus dieser Zeit zeugen davon, dass sie bereits über eine entwickelte Viehzucht und Töpferei verfügten.

Simbabwe, Great Zimbabwe Ruinen Simbabwe, Conicle Tower SimbabweBis etwa 800 n. Chr. wanderten Bantu sprechende Völker, einschließlich die Vorfahren der Shona, die heute den größten Teil der Bevölkerung Simbabwes ausmachen, in das Gebiet zwischen dem Zambezi und dem Limpopo ein. Die Menschen lebten in kleinen Gemeinschaften über das Zentralplateau zerstreut, betrieben Viehzucht und Wanderhackbau und entwickelten die Eisenverarbeitung.

Um 1250 herum wurde dann im Gebiet zwischen den heutigen Staaten Botswana und Mosambik das so genannte Great Zimbabwe erschaffen. Dank der wertvollen Edelmetallvorkommen konnte ein erfolgreicher Handel betrieben werden. Im 15. Jahrhundert folgt plötzlich der Untergang von Great Zimbabwe.

Von 1450 bis 1650 erlebt das Monomotapa Reich seine Blüte. Während dieser Zeit konkurrierte das Torwa-Reich mit dem Monomotapa-Reich. Erst das Rozwi-Reich, welches sich bis 1839 hielt, verdrängte die Reichen Monomotapa und Torwa.
1827 drang das Viehzüchtervolk der Ndebele von Süden her gegen die Shona-Reiche vor. Shaka, der Herrscher der Zulu Südafrikas, schuf ein militärisch straff organisiertes Reich, das seinen Anspruch auf benachbarte Völker auszudehnen versuchte.
Zwischen 1819 bis 1837 kam es in der Folge zu erheblichen Wanderbewegungen. Die Ndebele auch vor den aus dem Süden vordringenden Buren und britischen Siedlern nach Norden aus und besiedelten das nach ihnen benannte Matabeleland auf dem Territorium des heutigen Simbabwe. 1853 zwang die junge Südafrikanischen Republik (Transvaal) den Ndebele-König Mzilikazi, den Buren (Kapholländern) Zugang zum Matabeleland einzuräumen.

1855 entdeckte der schottische Missionar David Livingstone als erster weißer Mann die Wasserfälle am Zambezi. Er benannte sie daraufhin nach der britischen Königin Victoria. Nur zwei Jahre später, 1857 erhielt der schottische Missionar John Moffat von König Mzilikazi die Erlaubnis zur Einrichtung einer Missionsstation. Kurz danach wurde mit der Inyati-Mission die erste Weißen-Siedlung in Matabeleland errichtet. Mit dem Tod von König Mzilikazi brachen Erbfolgekriege aus. Sein Sohn Lobengula setzte die Politik des ehemaligen Königs fort und schloss 1887 mit den burischen Gesandten einen Vertrag, der ihn zum Verbündeten der Burenrepublik machte. Diese leiteten daraus Schürfrechte an Bodenschätzen ab.
1888 konnte der britische Kolonialpolitiker und Minen-Magnat Cecil Rhodes vom Ndebele-König Lobengula Schürfrechte in einem auf fragwürdige Weise zustande gekommenen Kaufvertrag die Exklusivrechte zum Abbau der Bodenschätze abluchsen. Damit erhielt Rhodes für seine British South Africa Company (BSAC) einen königlichen Freibrief für die Ausbeutung von Bodenschätzen im Matabeleland, obwohl dies im Vertrag mit Lobengula nicht vorgesehen war. Nicht nur die Ndebele sondern auch die Shona unternahmen von 1896 bis1897 erbitterte, aber erfolglose Aufstände gegen die europäische Kolonisierung.

1891 wurde das Gebiet unter der Verwaltung der BSAC (British South Africa Company) zum britischen Protektorat um deutschen und portugiesischen Ansprüchen zuvorzukommen.
1893 kam es zu einem offenen Krieg zwischen Lobengula und der BSAC. Die Truppen des regierenden Königs wurden in drei Schlachten geschlagen, er selbst starb auf der Flucht. Die Völker selbst wurden durch die Auseinandersetzung ihrer wirtschaftlichen Grundlagen beraubt.

1907 wurde das Protektorat in die Kolonie Njassaland umgewandelt. Wenige Jahre später, 1923, wurde Rhodesien britische Kronkolonie. Als weiße Siedlerkolonie erhielt das Land die volle Selbstverwaltung in inneren Angelegenheiten. Ein Wahlrecht besaßen jedoch fast ausschließlich die weißen Siedler.

1930 begann die Regierung mit einer Art Rassenpolitik undSimbabwe, Hwange Nationalpark Simbabwe, Zebra Simbabwe teilte das Land in weiße Siedlungsgebiete und schwarze Reservate ein. Somit erhielten die Schwarzen lediglich ein knappes Drittel des Landes, vor allem in ertragsarmen Gebieten mit wenig fruchtbaren Böden, sodass die Schwarzen gezwungen waren, Lohnarbeit für die weißen Siedler zu verrichten.

1946 erreichte die burische Liberal Party mit Hilfe von Rassentrennungsparolen den Sieg. Es folgt die Umbenennung des Landes in Südrhodesien.Im Jahr 1953 schlossen sich die Staaten Südrhodesien (Simbabwe), Nordrhodesien (Sambia) und Njassaland (Malawi) zur "Zentralafrikanischen Föderation" zusammen, lösten sich jedoch  1963, nach nur 10 Jahren, wieder auf. Bereits ein Jahr zuvor begannen die Sabotageakte der ZAPU (Zimbabwe African Peoples Union).
Nach Meinungsverschiedenheiten in der ZAPU spaltete sich als zweite Widerstandsbewegung die Zimbabwe African National Union (ZANU) 1963 ab. Als ihre Ziele nannte sie die Umverteilung des Landes, freie Bildung für alle, die Abschaffung der rassistischen Gesetze und die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien.

Im November 1965 erklärte die rechtsradikale Rhodesian Front unter Führung von Ian Smith einseitig und völkerrechtswidrig die Unabhängigkeit Rhodesiens.Großbritannien und später auch die Vereinten Nationen verhängten im gleichen Jahr Sanktionen, die allerdings genauso wirkungslos blieben, wie verschiedene diplomatische Bemühungen. Nachdem weitere Verhandlungsversuche zwischen Großbritannien und Rhodesien scheiterten, erklärte sich Rhodesien 1970 zur Republik woraufhin das Land gemeinsam mit Großbritannien Prinzipien für eine neue Verhandlungslösung ohne Mitwirkung der Afrikaner vereinbarte. Diese lehnten eine solche Lösung ab und verhinderten erfolgreich deren Umsetzung. 1972 begann von Mosambik aus der Befreiungskampf der ZANU. Als sich die Guerillaaktivitäten gegen die Minderheitsregierung gegen Mitte der 70er Jahre verstärkten, begann das Smith-Regime 1974 Verhandlungen mit den Führern der ZANU (zeitweise unterstützt von der VR China) und der ZAPU (die die Unterstützung der UdSSR hatte). Beide hatten sich in der Patriotischen Front (PF) zusammengeschlossen und verstärken ihre militärischen Operationen.

Nach dem Fehlschlagen der Genfer Rhodesienkonferenz im Jahr 1976 trat die staatlich zugelassene Opposition United African National Council (UANC) unter der Leitung von Bischof Muzorewa 1978 in direkte Verhandlungen mit Smith um eine so genannte interne Lösung voranzutreiben. Die Vereinbarung ergab, dass der schwarzen Bevölkerung eine Mehrheit der Parlamentssitze eingeräumt werden sollte, und zwar 72 von insgesamt 100. Bei den zweifelhaften Wahlen 1979 wurde Muzorewa zum ersten schwarzen Ministerpräsident einer Übergangsregierung des Landes gewählt, das sich fortan Simbabwe-Rhodesien nannte. Weder die britische Regierung noch die Befreiungsbewegung erkannten diese "Lösung" an.

Nach Abhalten der Konferenz im Lancaster House, Simbabwe, Great Zimbabwe Ruinen Simbabwezu der sich alle beteiligten Parteien im September in London einfanden. enden die Verhandlungen im Dezember mit der Unterzeichnung eines Friedensplanes zur Unabhängigkeit Simbabwes. Der britischen Lord Soames wurde zum bevollmächtigten Kontrolleur über die Entwaffnung der revolutionären Guerilleros und die Durchführung von Wahlen ernannt. Rhodesien wurde zudem vorübergehend unter britische Herrschaft gestellt.
In den freien Wahlen vom Februar 1980 traten ZANU und ZAPU aufgrund des nie überwundenen Misstrauens wieder getrennt an. Mugabe (ZANU)siegte mit deutlicher Mehrheit und begründete damit seine andauernde Karriere als maßgeblicher Lenker des Landes. Daraufhin berief er auch Joshua Nkomo von der ZAPU sowie zwei Weiße in sein Kabinett. Am 18. April 1980 erhielt Simbabwe die formale unabhängig.
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Politik

Nach der Verfassung aus dem Jahr 1980, die zuletzt 1990 revidiert wurde, ist Simbabwe eine Präsidialrepublik im Commonwealth. Das Staatsoberhaupt ist zugleich Regierungschef sowie Oberbefehlshaber der Streitkräfte und wird in direkten Wahlen für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Der Präsident verfügt über weitreichende Kompetenzen zur Regierungsführung, unter anderem zur Ernennung und Entlassung der Mitglieder des Kabinetts.

Die Legislative setzt sich aus einem Zweikammerparlament zusammen: Zum einen aus dem Abgeordnetenhaus mit 150 auf fünf Jahre gewählten Mitgliedern (120 werden per Wahl bestimmt, 20 vom Staatsoberhaupt ernannt und 10 Plätze sind für traditionelle Stammeshäuptlinge reserviert) und zum anderen aus einem Senat mit 66 ebenfalls auf fünf Jahre gewählten Repräsentanten (50 per Wahl bestimmt, 16 vom Staatsoberhaupt ernannt).

Die Provinzen des Landes werden von Gouverneuren verwaltet, die vom Präsidenten ernannt sind. Ihnen stehen Provinzverwalter und Vertretungen der nationalen Ministerien zur Seite. Die Provinzen wiederum unterteilen sich in 59 Distrikte, denen Distriktverwalter vorstehen.

Von großer Bedeutung sind die Regierungspartei ZANU (Zimbabwe African National Union) sowie die Oppositionspartei MDC (Movement for Democratic Change).


 

 

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