Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld.
Die angeforderte Inhalte werden
für Sie geladen...
Ihr AfricanWorld Reiseteam

Die Kultur eines jeden Landes ist immer mit der Geschichte und der Vergangenheit verbunden. In Simbabwe gibt alleine die Amtssprache Englisch Hinweise auf die kulturellen Einflüsse und die starke koloniale Prägung. Auch das Schulwesen und die Traditionen, die weiterhin neben den afrikanischen bestehen und bewusst von der Regierung angenommen wurden, sind ein Erbe dieser Zeit. Dennoch wurde das Relikt zeitweise stark abgelehnt und bekämpft. Mittlerweile orientieren sich nur noch die weißen Bewohner Simbabwes an der westlich angelsächsischen Kultur, während die traditionelle afrikanische Kultur bei der schwarzen Bevölkerung wieder vermehrt in den Vordergrund tritt.
Etwa die Hälfte der Einwohner wird einer Mischung aus Christentum und Naturreligionen, zu der auch Ahnenverehrung und Geisterglauben gehören, zugerechnet. Die Mehrheit der Christen sind Anhänger der Römisch-Katholischen Kirche, auch die Anglikanische und die Apostolische Kirche hat viele Anhänger. Ebenso leben einige wenige religiöse Minderheiten wie Juden, Muslime und Hindus in Simbabwe.
Die Bewohner Simbabwes glauben allesamt an ein einziges göttliches Wesen, welches an oberster Stelle steht. Es ist für das Wohlergehen der Menschen, für Plagen, Dürren oder Krankheiten verantwortlich. Die Menschen nennen dieses Wesen „Mwari“. Es ist gut, wird aber auch als Unheil bringend bezeichnet. Zwischen ihm und den Gläubigen besteht kein direkter Kontakt. Nur Vermittler wie die Ahnengeister können das höchste Wesen anrufen, denn die verstorbenen Ahnen leben als Geister weiter und nehmen aus dem Jenseits Einfluss auf das Leben ihrer Familien.
Ein Ritus der bei den Shona unter „kurova guva“ und bei den Ndebele als „umbuyiso“ bekannt ist, wird ein Jahr nach dem Tod des Verstorbenen vollzogen. Dann wird er durch eine Zeremonie, bei der getafelt wird und geistige Getränke ausgeschenkt werden in den Kreis der Familie zurückgerufen. Als Mittler dient ein Familienmitglied, das zwischen dem Toten und den Lebenden vermittelt, seine Wünsche und auch Warnungen zum Ausdruck bringt.
Eine sehr wichtige Rolle spielt das Totem der einzelnen Stämme. Es kann die Form eines Tieres, einer Pflanze, eines Körperteiles oder eines Naturereignisses annehmen. Um das Unglück nicht heraufzubeschwören, darf das Totem von den Mitgliedern des Verbandes nicht verspeist werden. Auch inzestuöse Beziehungen sind verboten, sodass keine Verbindungen zwischen Menschen entstehen dürfen, die das gleiche Totem besitzen.
In einigen Familien gibt es auch weiterhin die Initiation, bei der Jungen und Mädchen nach einer längeren Seklusionszeit als gleichberechtigte Mitglieder der Gemeinschaft „wiedergeboren“ werden. Die Kinder lernen in Buschlagern die Mythen und Tabus ihres eigenen Volkes kennen und werden auf ihre Rolle als Erwachsene vorbereitet. Auch Mutproben wie Knabenbeschneidungen sind oftmals Teil dieses Brauches.
Das wohl älteste Zeugnis menschlicher Kunst sind die vielen Felsmalereien, die im gesamten Land zu finden sind. Vorsichtige Datierungen belegen, dass einige der Bilder bis zu 20.000 Jahre alt sein sollen. Die Felsmalereien in Simbabwe wurden mit Naturfarben gezeichnet. Dafür verwendeten die Menschen verschiedene Substanzen wie Blut, tierisches Fett oder Milch der Euphorbiengewächse. Die Motive entlehnten sie der direkten Umgebung. Fast immer zeigen die Bilder ein Tier, Menschen während der Jagd, beim Kochen oder beim Tanzen.
Häufig weisen die verfremdet gemalten Menschen eigenartig verformte Köpfe oder überlange Glieder auf, was auf einen Trance-Zustand der Maler hinweist. Bestimmte Tiere, denen bei den Trance-Zeremonien eine besondere Bedeutung zukommt, finden man auch auf den Felsbildern in Verbindung mit Tänzern. Auch die Beschwörung von Regen oder Jagdglück, sowie die Heilung von Krankheiten spiegeln sich in den Bildern wieder.
Die simbabwischen Künstler sind sehr begabt und ihre Kunst ist weltweit hoch anerkannt Die meisten der Werke sind hervorragend und einige der heimischen Künstler haben in der sogar Weltruhm erlangt. Besonders weit verbreitet und bekannt sind die Steinskulpturen der Shona. Oftmals geht es bei den Figuren um die Verwandlung des Menschen in ein Tier. Es war die erklärte Strafe für denjenigen, der aus einem Tier ein Mahl zubereitete, das für seine Familie als Totem galt. Der Prozess des Bildhauern selbst, wird von vielen als mythisch-schöpferischer Akt empfunden, in dem das Material selbst bereits die zu schaffende Form vorgibt. Viele Stücke sind heute in bekannten Museen und Galerien zu sehen.
Holzschnitzerei ist traditionell ein reines Männerhandwerk. Für den häuslichen Bedarf stellen sie unter anderem Stühle, Gefäße und Werkzeuge her. Besonders aufwendig sind die Kopfstützen, die im Vergleich zu den anderen Dingen eine große Vielfalt an ornamentalen Motiven aufweisen. Für den rituellen Komplex hingegen, werden beispielsweiseTrommeln und Skulpturen gefertigt. Auch Stäbe, die am oberen Ende gelegentlich mit anthropomorphen Gestalten geschmückt sind und bei Trance-Tänzen als Stütze oder Abwehrzauber dienen, werden aus Holz gefertigt.Weit verbreitet sind Flechtwerke, von denen Körbe die wichtigste Rolle einnehmen. Besonders häufig nutzen die Shona geflochtene Körbe mit gewölbtem Boden. Die sogenannten „tswanda“ passen sich dadurch perfekt der Kopfform jeder Trägerin an. Die Ndebele hingegen stellen riesige, topfförmige Körbe mit bis zu einem Meter Durchmesser her. Die dunkel gefärbten Fasern der „isitcha“ haben ein dekoratives, geometrisches Muster. Ein häufig genutztes Hilfsmittel um die Spreu vom Weinzen zu trennen, sind die „rusero“. Die Muster der Schmuckborten erinnern an die Steinmetzornamente aus Great Zimbabwe. Mittlerweile werden viele Stücke speziell für den Tourismus gefertigt.
Ebenso beliebt sind die aus Perlen, Straußeneierschalen und Samenkernen gefertigten Schmuckstücke wie Halsketten, Arm- und Fußreifen. Besonders dekorativ ist der Perlenschmuck der Tonga in den Farben Rot, Blau und Weiß, der in geometrischen Motiven auf Stoff genäht wird. Metallarmreifen sollen vor schlechten Einflüssen schützen und sind Ausdruck der Verbundenheit mit den Ahnen.
Ein anderes Kunsthandwerk ist die Töpferei. Traditionell wird die Töpfertechnik von Müttern an ihre Töchter weitergegeben. Dabei wird nicht mit einer Töpferscheibe geformt, sondern immer noch freihändig. Die Außenwände der Gefäße verzieren die Frauen mit Ornamenten. Nach der Anfertigung trocken die Töpferwaren in der Sonne und werden anschließend in eine Erdgrube gelegt und mit Zweigen und Blätter bedeckt. Diese werden anschließend angezündet und der Ton gebrannt. Die Einheimischen nutzen die Gefäße nachher zur Aufbewahrung von Lebensmittel, zum Bierbrauen oder zum Stocken der Milch.
Die faszinierende Musik des Landes spielt eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Einwohner. Festlichkeiten wie Hochzeiten, Beerdigungen, Ernten und Geburten werden immer mit bestimmten Liedern begleitet, afrikanische Märchen und Legenden werden von Chören untermalt.
Ein typisches Musikinstrument ist die Marimba, ein hölzernes Xylophon, das einen intensiven Ton erzeugt. Das ungewöhnlichste ist jedoch die Mujejeje, eine Steinglocke. Viele Granitsteine auf dem Land erodierten, sodass sich Hohlräume bildeten, die als Resonanzkörper arbeiten. Wird auf den Stein geschlagen, entstehen glockenartige Töne.
Das traditionelle Musikinstrument der Shona ist die Mbira, ein Daumenklavier, dessen Schallkörper aus einer Kalebasse besteht. Häufig wird sie als Begleitinstrument bei Ritualen verwendet. Auch Fuß- und Handrasseln, die meist aus mit Samen oder Kernen gefüllten Schildkrötenschalen oder Kalebassen bestehen, werden im Zusammenhang mit dem Ahnenkult verwendet. Der Mundbogen (umqangala) und der Kürbisbogen (icaco) werden hauptsächlich zur Selbstunterhaltung gespielt.
Interessant ist die Küche Simbabwes, denn diese zeugt sowohl von der afrikanischen Kultur als auch vom geschichtlichen Hintergrund des Landes. Vor allem britische Einflüsse machen sich in der landestypischen Küche breit. Die Essgewohnheiten der englischen Herren mischen sich mit den gewöhnlich schwer verdaulichen afrikanischen Speisen zu einer für den europäischen Geschmack eher langweiligen und geschmacklich recht faden Küche. Auch die häufigen Dürren im Land, die Ernten gering ausfallen lassen, ebenso wie die vorherrschende Armut, beeinflussen die Küche Simbabwes.
Das wohl am häufigsten gekochte Gericht und Bestandteil jeder Mahlzeit ist Sadza, ein dicker, fester Brei aus weißem Maismehl, der meist mit einem Dip oder einer dick angekochten Soße serviert wird. Nyama, das Fleisch vom Rind, Huhn, Krokodil, Kudu oder Impala ergänzt gelegentlich die Mahlzeit. Außer Hirse, Kürbis und Maniok sind Früchte und Gemüse zum Gericht oder als Nachtisch eher eine Seltenheit und meist für den Export bestimmt.
Ein typisch alkoholisches Getränk ist Chibuku - "the beer of good cheer" - ein Bier aus Sorghum. Einen ausgezeichneten Ruf haben die Rot-, Weiß- und Rosé-Weine aus dem Nordosten Simbabwes.
Kontakt
Impressum
AGB
Datenschutz
Nutzungsbedingungen
Jobs/Karriere
Links
Sitemap
©2005 - 2014 by AfricanWorld Touristic GmbH
Ihren Merkzettel ansehen.
Merkzettel
Unser Serviceteam erreichen Sie unter
0211 / 30 20 69 220
Es sind 0 Angebot(e) auf meinem Merkzettel an einen Freund / sich selbst senden Drucken
Die Angebote auf diesem Merkzettel sind nur aktiv, solange Sie auf der Webseite bleiben. Von hier aus gelangen Sie durch Anhaken der gewünschten Angebote zur Buchung. Überprüfen Sie ein weiteres mal Ihre Auswahl und klicken Sie auf "jetzt Buchen". Bitte beachten Sie, dass sich die Verfügbarkeit der nachfolgend aufgelisteten Angebote inzwischen geändert haben kann.