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Städte 

Mashonaland West 

Harare

Harare, die Hauptstadt Simbabwes, ist eine schöne, helle, offene Stadt, hoch oben auf den 1.500 Meter hohen fruchtbaren Hochebenen der Provinz Mashonaland West. Fast 1,1 Millionen Einwohner zählt Harare, in den Townships rundum leben alles in allem wahrscheinlich doppelt so viele Menschen. Übersetzt bedeutet Harare aus der Sprache der Shona "jemand, der nicht schläft".

Harare wurde 1890 im Zuge der Kolonialisierung von Zimbabwe gegründet. Die breiten Straßen sind mit blühenden Bäumen gesäumt und die zahlreichen Parks und Gärten zwischen den modernen Gebäuden machen Harare zur Gartenstadt Simbabwes. Aufgrund des dort herrschenden sonnigen Klimas, trägt sie auch den Beinamen "Sunshine City".

Simbabwe, Harare Simbabwe, Jacaranda Baeume SimbabweModernste Shopping-Center, Fußgängerzonen mit Souvenirshops, Museen, Botschafts-und Regierungsgebäude, Busbahnhöfe, Galerien, Banken, Fast -Food-Läden und die vielen Hochhäuser, lassen Harare wie eine westeuropäische Großstadt wirken. Auch wenn die Architektur in Harare mittlerweile zeitgemäß ist, besteht weiterhin eine starke Wertschätzung für das kulturelle und historische Erbe der Stadt. So stehen eine Reihe älterer Gebäude wie das Mining Pension Fund Building repräsentativ für die damalige hier vorherrschende Architektur.

So vielfältig wie die Stadt selbst, präsentieren sich auch die vielen Sehenswürdigkeiten Harares. Eine davon ist die National Gallery of Zimbabwe, die der Erhaltung der zeitgenössischen Kunst und des visuellen Erbes des Landes gewidmet ist. Das Museum beherbergt nicht nur eine wertvolle und interessante nationale Sammlung an Gemälden, Masken, Bildern und Skulpturen die aus den Anfängen der afrikanischen Kunst bis hin zur postkolonialen Phase reichen, – darunter einige herausragende Shona Steinmetzarbeiten- sondern zeigt auch internationale Wanderausstellungen.

Im Nationalarchiv gibt es ein buntes Sammelsurium zur weißen und schwarzen Vergangenheit Simbabwes, ebenso wie des Unabhängigkeitskampfes. Drunter befinden sich Zeitungen, Bücher, Fotos, Landkarten, Tagebücher, Privatbriefe und Zeichnungen.
Für ein wahres afrikanisches Einkaufserlebnis eignet sich der Mbare Musika Market. Simbabwes größter Markt und hektischster Busbahnhof zeigt das bunte Treiben der Straßenverkäufer. Hier gibt es erlesene Schnitzereien, seltsame Musikinstrumente, Gewürze, Heilkräuter, sowie Dingen des täglichen Bedarfs. Handeln ist auf dem Mbare Musika Market eine Selbstverständlichkeit.

Entspannung und viele herrlich grüne Flächen finden Sie im Harare Gardens, dem größten Park der Stadt. Am westlichen Ende der Central Avenue gelegen, befindet sich der inselähnlicher kleine Regenwald mit einer Vielzahl tropischer, zum Teil hochgewachsener Bäume, Blumenbeeten und großzügig angelegten Rasenflächen. Die Anlage ist ein hervorragender Zufluchtsort um dem bunten Treiben der hektischen Stadt für eine kurze Zeit zu entfliehen. Auf kleinen Basaren werden Schnitzereien, Batiken und anderes Kunsthandwerk angeboten. Konzerte, Theaterstücke und religiöse Feiern abgehalten finden am häufig an Wochenenden auf der hiesigen Open-Air-Bühne statt. Wer es nicht bis zu den Victoria Falls und der Zambezi Schlucht schafft, kann sich im Harare Gardens zumindest ein Miniaturmodell ansehen. Zum Entspannen laden auch die vielen üppigen Wiesen des Central Parks ein.

Im National Botanic Garden im Norden von Harare, sind unterdessen viele tropische Landschaften nachgestellt. Von der Savanne bis zum Regenwald, von der Brachystegia bis zum Ficus. Mehr als 1.000 verschiedene Bäume und Sträucher sind im National Botanic Garden zu finden. Eine eigenen Sektion ist den südafrikanischen und asiatischen Pflanzen vorbehalten.

Einen hervorragenden Ausblick auf die Innenstadt mit seiner modernen Skyline haben Sie vom 60 Meter hohen Kopje aus. Der Granithügel am Rande der Innenstadt eignet sich bestens um einen Überblick über Harare zu gewinnen.
Etwas weiter außerhalb der Stadt liegt der Ewanrigg Botanical Garden, der auf dem Gelände der ehemaligen Farm Ewanrigg steht. Der einstige Garten des Pioniers und Hobbygärtners ist ein Nationalmonument und begeistert mit einer eindrucksvollen Aloensammlung.

Eine besondere Attraktion der lebendigen Stadt ist die Tabakbörse. Der Anbau auf den vielen Tabakplantagen ist durch das mediterrane Klima besonders begünstigt. In einer modernen Halle stehen die Ballen in langen Reihen zur alljährlich zwischen April und Oktober stattfindenden Versteigerung bereit.

Südöstlich des Stadtzentrums von Harare befinden sich die Epworth Balancing Rocks. Die berühmte Felsformation ist auf jedem simbabwischen Geldschein zu sehen Nach Einbruch der Dunkelheit lockt die vibrierende Stadt mit lokalen und internationalen Klängen von Trompeten, Gitarren und Trommeln. Bars, Hotels und Nachtklubs laden zu allen nur erdenklichen Arten von musikalischen Darbietungen ein.

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Matabeleland North
Bulawayo

Simbabwe, Bulawayo Simbabwe, Rathaus Bulawayo SimbabweBulawayo, im Südwesten des Landes ist Hauptstadt der Provinz Matabeleland North. Die Stadt liegt zentral in dem Viereck Victoria Falls, Gweru, Breitbridge und Fracistown (Botswana). Nach Harare, ist die auf einer Höhe von 1.340 Metern gelegene Stadt, die zweitgrößte Simbabwes.

Der Name Bulawayo kommt aus der Ndebele-Sprache und bedeutet „Ort des Schlachtens“, eine Erinnerung an den Einzug der Ndebele unter Mzilikazi, die sich nicht gerade friedfertig Platz für ihre Siedlung schufen. Nach dem britischen Sieg über Lobengula, den König der Matabele, wurde Bulawayo 1894 von Cecil Rhodes zur Stadt ausgerufen. Vier Jahre später erhielt sie das Selbstverwaltungsrecht.

Charakteristisch für Bulawayo sind die vielen breiten von Bäumen flankierten Straßen, die so angelegt wurden, dass ein achtspänniger Ochsenwagen ohne Probleme wenden konnte. Aber auch die vielen viktorianischen Kolonialbauten prägen das Stadtbild Bulawayos.
Als kulturelles Zentrum hat Bulawayo und seine Umgebung einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Zimbabwe National Railways Museum gegenüber des städtischen Bahnhofes ist eine davon. Hier werden historische Dampflokomotiven, Reisezugwaggons und Servicefahrzeuge ausgestellt. Die älteste Lokomotive stammt aus dem Jahr 1896. Auch der Salonwagen von Cecil Rhodes ist im Zimbabwe National Railways Museum zu sehen. Es war ihm jedoch nur ein Mal vergönnt ihn zu nutzen – im Sarg unterwegs nach Bulawayo. Zudem wurden Kommunikationseinrichtungen und Uniformen mit viel Liebe zusammengestellt.

Die grüne Lunge Bulawayos ist der Central/Centenary Park mit der Anniversary Fountain, die zum 75. Stadtjubiläum im Jahr 1968 aufgestellt wurde. Viele schattige Plätzchen umrahmt von bunten Blumenbeeten laden zu einer kleinen Verschnaufpause ein. Ein einigen Tagen im Jahr finden hier auf dem Zeltplatz Theateraufführungen statt. Im Central/Centenary Park liegt auch das moderne Natural History Museum.1964 wurde es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 75.000 Exponate besitzt alleine Abteilung für die Tierwelt und ist damit die größte Sammlung auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Hier schwingt der zweitgrößte ausgestopfte Elefant der Welt seinen Rüssel. Abgesehen davon wird die Verarbeitung von Bodenschätzen im Wandel der Zeit im Natural History Museum dokumentiert. Schaukästen zur Geschichte und Geologie, Ökologie, Evolution runden das Ausstellungsangebot des Museums ab.

Den Mittelpunkt der Innenstadt Bulawayos bildet die City Hall. Sie steht an der Stelle, an der sich früher das „Laager and State House“ befand, wo sich weiße Siedler 1896 eines Angriffs der Ndebele erwehren mussten.
Hinter der sehenswerten Kolonialfassade liegt die National Art Gallery aus dem Jahr 1900. Das Gebäude beherbergt eine permanente Ausstellung an Malerei, Knüpfarbeiten und Skulpturen einheimischer Künstler aus Stein, Holz und Metall. Auch Wanderausstellungen werden hier gezeigt.

Sehenswert ist das Muilikazi Art and Craft Centre im Mzilikazi Township. Hier wird eine große Auswahl an kunstvoll gestalteten Skulpturen, Korbwaren, Keramik, Perlen, Töpfereien und Holzarbeiten, die von der lokalen Bevölkerung hergestellt werden zum Verkauf angeboten. Oft kann man den Kunsthandwerkern auch über die Schulter schauen. Am interessantesten ist es den Bemalern der Tonwaren zuzusehen, wenn sie mit feinem Pinsel und ruhiger Hand die leuchtenden Farben auftragen.
Auch die Einrichtung „Bulawayo Home Industries“ verkauft gewebte Woll- und Baumwolldecken, geflochtene Körbe und andere Gegenstände aus der Faser der Ilala-Palme, sowie Batikwaren.

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Manicaland
Mutare

Vor den grünen Bergen des östlichen Hochlandes liegt Mutare, die viertgrößte Stadt Simbabwes. Simbabwe, Harare SimbabweNur 8 Kilometer trennen die Stadt von dem Nachbarland Mosambik. Das Wort Mutare bedeutet „ein Stück Metall“. Die Namensgebung ist vermutlich darauf zurück zu führen, dass im Penhalonga-Tal - in dem der Mutare fließt - Gold gefunden wurde. Immer wieder versuchten die Portugiesen, Engländer und Südafrikaner Häuptling Mutasa dazu zu bewegen, ihnen Schürfkonzessionen zu vergeben. Erst 1890 bekam A. Colquhoun das Recht und errichtete daraufhin direkt ein Fort. Kurze Zeit später zog man nach Old Mutare am gleichnamigen Fluss, wo eine Post, eine Kirche, ein Krankenhaus und Geschäfte gebaut wurden. Nachdem der Entschluss der Eisenbahngesellschaft kam, die Schienen wegen der starken Steigung nicht durch das Tal des Mutare zu führen, sondern weiter südlich, verlegte man die Siedlung dorthin, wo Mutare heute blüht. Seinen heutigen Stadtnamen erhielt Mutare 1971 mit der Unabhängigkeit. Bis dahin hieß die Stadt Umtali.

Baumbegrenzte Straßen, die fast das ganze Jahr eine Pracht von verschiedenen Farben zeigen, angefangen beim Rotgold der Msasabäume bis hin zum Blaustich der Jacarandabäume und dem Tieforange der Flamboyantbäume zieren das Stadtbild Mutares.
Sehenswert sind die Ausstellungen des Mutare Museum, das in einem modernen Gebäude untergebracht ist. Die Eastern Districts Gallery zeigt die Geschichte, Flora und Fauna der Eastern Highlands. Auch die Mezzanine Gallery zeigt Interessantes über die Tierwelt. Darüber hinaus umfasst die Ausstellung eine beeindruckende Waffensammlung, die der erste Kurator des Museums vermacht hat. Interessant ist die kleine Fahrzeugsammlung, unter der sich Feuerwehrwagen oder Coca-Cola-Lieferwagen aus den 60er Jahren befinden. In der Breit Gallery erfahren Sie Wissenswertes über die Geologie und Archäologie der Region.

Frei zugänglich ist das Utopia House Museum, das zum Mutare Museum gehört. Dabei handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus der Familie Fairbridge, die sich in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts in Mutare niederließ. Hier bekommen Sie eine gute Vorstellung davon, wie die Menschen hier vor mehr als 100 Jahren lebten.

Für eine kleine Pause eignet sich der Stadtpark mit einem hübschen Aloe-Garten in dem mehr als 200 im südlichen Afrika heimische Aloe-Arten wachsen.  Wegen der tiefen Kiefernwälder, zahlreichen Schutzgebiete und des alpinen Umlandes zählt Mutare als die Stadt mit dem höchsten Freizeitwert. Nur wenige Kilometer außerhalb von Mutare liegen die Cross Kopje, von denen Sie die Stadt überblicken können. Das dort stehende 10 Meter hohe Kreuz wurde für die Opfer des Ersten Weltkrieges aus Simbabwe und Mosambik errichtet. Auch vom Cecil Kop Gipfel haben Sie einen großartigen Panoramablick über das Tal. Darüber hinaus laden die Nyanga und Chimanimani Berge zum Bergsteigen ein und in der nahen Umgebung gibt es exzellente Wildbeobachtungsmöglichkeiten.

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Midlands
Gweru

Simbabwe, Lake Kariba SimbabweIn den Midlands, der geographischen Mitte des Landes, liegt am geologischen Bruch des Great Dyke die fünftgrößte Stadt Simbabwes. Aufgrund seiner zentralen Lage diente Gweru einst als Poststation zwischen Bulawayo und dem heutigen Harare.
Im Laufe der Jahre hat sich die Stadt zu einem Im- und Export-Zentrum verwandelt. Die Schuhproduktion, Metallverarbeitung und die Herstellung von Zement sind die vorherrschenden Industrien. Am Great Dyke liegen Bergwerke in denen Chrom, Platin, Magnesium und andere Erze gefördert werden. Das fruchtbare Umland wird dagegen für den Weinanbau und die Rinderzucht genutzt. Als Zentrum der Viehzucht hat die Stadt heute die größte Viehbörse des zentralen Afrika. Schlachthöfe und Konservenfabriken verarbeiten das Fleisch und Gerbereien stellen Leder her.

Als Garnisonstadt ist Gweru Sitz des Zimbabwe Military Museum, vor dessen Eingang Panzerfahrzeuge stehen. Die Freiluftausstellung beinhaltet weitere Panzer, Polizeifahrzeuge aus der rhodesischen Zeit, Kampf- sowie zivile Fahrzeuge. Etwas weiter südlich steht die Flugzeugausstellung des Museums. Im Inneren gibt es eine Vielzahl an Waffen aus insgesamt 15 Jahrhunderten, angefangen mit dem 6. Jahrhundert über die Kolonialzeit bis hin zur heutigen Zeit, zu sehen.

Ansonsten verfügt die Stadt nur über wenige kleine Sehenswürdigkeiten, unter ihnen das Stock Exchange Building. Die alte Börse wurde 1898 erbaut und ist das älteste Gebäude Gwerus.

Eine besonderer Mythos umgibt Boggie’s Clock Tower, der nach dem Major Boggie benannt ist. Seine Witwe ließ den Uhrturm 1937 bauen. Als man 1981 - so die Legende- - die sterblichen Überreste von Boggie entfernte, blieben genau an diesem Tag die vier Uhren des Boggie Clock Towers stehen und bewegten sich von da an 10 Jahre lang nicht mehr. Erst ein Uhrmacher brachte das Uhrwerk 1991 durch eine Berührung wieder zum Laufen, nachdem er bei den Ruinen von Dhlodhlo eine Erscheinung gehabt haben soll, die ihm befahl sich der Uhr anzunehmen.

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Masvingo
Masvingo

Masvingo, ehemals Fort Victoria, ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in dem schmalen Streifen des Middlevelds im Südosten des Landes. Die 1890 gegründete Stadt ist die älteste koloniale Stadt in ganz Simbabwe. Davon zeugen noch bis heute die breiten Straßen im Zentrum, sowie das alte Fort aus dem Jahr 1891, das die Straße nach Süden überwachen sollte.

Masvingo selbst ist meist nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zu den in etwa 30 Kilometer Entfernung liegenden Ruinen von "Great Zimbabwe". Darüber hinaus nutzen viele Touristen außerdem das Erholungsgebiet am Lake Mutirikwe, der nach dem Lake Kariba der zweitgrößte See Simbabwes ist.

Dennoch gibt es in Masvingo einige kleine Sehenswürdigkeiten, darunter den Glockenturm, der von den Anfängen der Stadt zeugt. Er läutete wenn Angriffe von den Ndebele zu erwarten waren. Queen Victoria Gardens ist ein beliebter Ort für Ruhesuchende.

Etwas außerhalb von Masvingo liegt die Italian Chapel. Sie wurde während des zweiten Weltkrieges von italienischen Gefangenen errichtet und ist die letzte Ruhestätte derjenigen die während ihrer Gefangenschaft den Tod fanden.
Das Providential Pass Memorial erinnert an die glückliche Ankunft der Siedler im Jahr 1890. Selous entdeckte den Pass, über den die Ochsenwagen vom Lowveld hinauffahren konnten.

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Nationalparks

Matabeleland North
Victoria Falls

Simbabwe, Victoria Faelle SimbabweTausende Menschen strömen jährlich zu den weltbekannten Victoria Falls. Die größten durchgängigen Wasserfälle der Welt zeigen Ihnen ein traumhaftes Naturschauspiel, das Sie in seinen Bann ziehen wird. Die Victoria Falls liegen an der Grenze zwischen den Grenzstädten Victoria Falls und Livingstone, etwa 120 Kilometer vom Hwange Nationalpark entfernt. Von der UNESCO wurden sie 1989 zum Weltnaturerbe erklärt. Die Entdeckung liegt allerdings um einige Jahre weiter zurück, denn bereits 1855 entdeckte der schottische Missionar und Afrikareisende David Livingstone das Naturschauspiel und benannte es nach der Königin Victoria.

Auf einer Breite von fast zwei Kilometern stürzen sich pro Minute etwa 550 Mio. Liter Wasser über 120 Meter in die Tiefe hinab in eine enge Schlucht die nur einen einzigen Ausgang besitzt. Der Zambezi River mündet daraufhin in einen Canyon. Von dort aus fließt er dann bis nach Mosambik in einem engen Schluchtengewirr. Der Aufprall des Wasser ist so stark, dass der charakteristische Sprühnebel über die Abrisskante hinaus noch aus 30 Kilometern Entfernung zu sehen ist. Deswegen nennen die einheimischen den Wasserfall „Mosi o tunya“, was so viel wie „Donnernder Rauch“ bedeutet. Nur bei Niedrigwasser in Dürrejahren bleibt im September und Oktober von der sonst lauten Wassermenge nur ein kleines Rinnsal übrig, um sich in der nächsten Regenzeit wieder zu einem beeindruckenden Wasservorhang zu entwickeln.

Diesen sehen Sie von den vielen schönen Aussichtspunkten wie dem „Boiling Point“ aus, der sich am Fuß der Victoria Falls befindet. Noch eindrucksvoller präsentieren sich die imposanten Wasserfälle jedoch bei Rundflügen mit einem Kleinflugzeug. Von oben aus haben Sie eine traumhafte Aussicht und erkennen das ganze Ausmaß und die unglaubliche Größe dieses beeindruckenden Naturwunders.

Abgesehen von den üblichen Gamedrives und Besichtigungstouren werden an den Victoria Falls auch viele spannende Aktivitäten angeboten. Für Mutige besteht die Möglichkeit einen Bunjeejump von der Victorial Falls Bridge zu machen. Kanu- und Raftingausflüge, sowie Mountainbiketouren, Abseiling und Tanzveranstaltungen runden das Angebot an den Victoria Falls ab.

In der direkten Umgebung der Victoria Falls liegt der Rainforest Park. Der Regenwald entstand durch die immense Feuchtigkeit aus dem ständig währenden Sprühnebel. Das Gebiet wird von zahlreichen Ebenholz-, Feigen- und Mahagonibäumen bewachsen. Am Ufer des Zambezi Rivers steht außerdem der „Big Tree“, ein bekannter Baobab, der seinem Namen jedoch gar nicht gerecht wird.

Simbabwe, Victoria Faelle SimbabweDie beste Reisezeit für die Victoria Falls ist kurz nach Beginn der Regenzeit und kurz nach deren Ende. Dann führt der Zambezi River gerade so viel Wasser, dass die Victoria Falls beeindruckend sind, die Sicht aber nicht von der Gischt überdeckt wird.

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Hwange Nationalpark

Mit einer riesigen Fläche von fast 15.000 km², die sich bis zu den Ausläufen der Kalahari Wüste erstreckt, ist der der Hwange-Nationalpark Simbabwes größter Nationalpark. Das Hoheitsgebiet wurde bis Anfang des 19. Jahrhunderts vom Häuptling Hwange beherrscht, auf den der Name des Schutzgebietes zurückzuführen ist. Als um 1830 die Truppen des Häuptlings Mzilikazi einfielen, musste Häuptling Hwange mit seinem Volk fliehen.

Das heutige Gebiet reicht von Savannengrasland und Akazienbüschen bis hin zu grasbedeckten Sümpfen und Mopanewaldungen. Der West- und Südteil des Parks gehört zur weiten Trockensavanne der Kalahari während im Ostteil häufig Regen fällt, sodass sich hier eine Waldsavanne mit einigen Teakholzbäumen und anderen Büschen gebildet hat.

Der Artenreichtum der Tierwelt ist im Hwange Nationalpark besonders groß. Vor allem für Tierbeobachtungen eignet sich das grandiose Reservat besonders gut. Insbesondere riesige Elefantenherden mit bis zu 100 Exemplaren können gegen Ende der Trockenzeit im September an den Wasserlöchern von Hochständen aus bestaunt werden. Die Dickhäuter genießen hier im Hwange Nationalpark deswegen auch einen ganz besonderen Schutz.

Darüber hinaus leben weiteren 100 Wildtierarten, darunter Impalas, Wasserböcke, Büffel, Antilopen, Kudus und Giraffen, sowie mehr als 400 Vogelarten im Hwange Nationalpark. Obendrein können Sie von verschiedenen Aussichtspunkten in sicherer Entfernung gefährliche Raubtiere wie Geparden, Leoparden und Löwen beobachten. Und so präsentiert sich der Hwange Nationalpark mit einem Maximum an Abwechslung, sowie einer ganz besonderen Ursprünglichkeit.
Die ideale Reisezeit für den Hwange Nationalpark sind die Wochen von Juni bis Oktober und von November bis April.

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Zambezi Nationalpark

Wer eine Reise zu den Victoria Falls plant, kann zusätzlich dazu einen Abstecker in den Zambezi Nationalpark machen. Er beginnt 5 Kilometer nördlich der Stadt Victoria Falls, erstreckt sich 40 Kilometer entlang des Zambezi Rivers entlang und reicht 25 Kilometer nach Süden. Gemeinsam mit dem Victoria Falls Nationalpark kommt er auf eine Größe von etwa 560 km².

In den typischen Uferwäldern wachsen Feigenbäume, Mahagoni, Akazien und sogar Palmen. Im Landesinneren dagegen verändert sich die Vegetation. Hier dominieren in der Kalahari vorkommenden Pflanzen.
Die vergleichbar kleine Fläche ist Lebensraum zahlreicher Elefanten, Büffel, Löwen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine, mehrerer Antilopenarten wie Impalas, Kudus, Elenantilopen, Wasserböcken, sowie Flusspferde, Krokodile, Warane und vieler Vogelarten. Die Beste Reisezeit für den Zambezi Nationalpark ist von Mai bis Oktober.

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Chizarira Nationalpark

Der Chizarira National Park in der Provinz Matabeleland North grenzt an den Hwange Nationalpark, die Victoria Falls, den Zambezi und denSimbabwe, Elefanten Safari Simbabwe obersten Teil des Lake Kariba. Gemeinsam mit den Safariparks Chete und Chirisa kommt er auf eine Größe von 1.920 km². Touristisch gesehen ist der Park nicht gut erschlossen und deswegen für Naturliebhaber besonders reizvoll.

Das Gelände des seit 1975 bestehenden Nationalparks fällt zum Zambezi 600 Meter ab. Seine Vegetation reicht von hochveldtypischen Brachystegia-Arten im Norden bis hin zum für das Lowveld charakteristischen Mopanewald, und Busch im Süden. Die Flüsse wie Mcheni und Lwizikululu haben hier vor langer Zeit tiefe Schluchten gegraben. Die Südgrenze des Parks bildet der Fluss Busi. Hier wachsen vor allem Akazien. Im Nordosten von Chizarira ragt als Abschluss der Chizarira Hills der Tundazi 1.434 Meter hoch auf. Vom Mucheni Viewpoint genießen Sie eine herrliche Aussicht auf die Schlucht und das Lowveld.

Zahlreiche Wasserquellen locken Wild an. Unter anderem lassen sich hier Elefanten, Löwen, Leoparden und Antilopen beobachten.

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Die Ruinen von Khame

Etwa 25 Kilometer von Bulawayo entfernt liegt die Ruinenstätte Khame. Die Stadt wurde wahrscheinlich im 15. Jahrhundert gegründet als die Kultur von Great Zimbabwe sich dem Ende zuneigte. Die Mauerstrukturen entstanden um 1450 und wurden ungefähr bis Ende des 17. Jahrhunderts bewohnt. Funde von Tonwaren aus dem europäischen und chinesischen Kulturkreis belegen die intensiven Handelsbeziehungen, die einst von den hier lebenden Menschen gepflegt wurden.

Auf einem Gebiet von etwa 1,5 km² liegen hier die Überreste vom Khame. Sie begrenzen sich jedoch fast nur auf den Palastkomplex, der auf einem Hügel oberhalb der Siedlung platziert war, sowie die Reste von Steinwällen, Terrassen, Hütten und Spielfeldern. Die UNESCO erkläre Khami 1986 zum Weltkulturerbe.

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Mashonaland West
Lake Kariba und Matusadona Nationalpark

In der Provinz Mashonaland West, im Nordwesten des Landes, liegt die Stadt Kariba. Hier staut eine lange Bogenstaumauer aus Beton den Zambezi River. Der dadurch entstandene Lake Kariba ist 280 Kilometer lang, 40 km breit und bildet über seine gesamte Länge die Grenze mit dem nördlichen Nachbarn Sambia. Seit seiner Entstehung 1959, ist er einer der größten Stauseen der Welt und erzeugt seit jeher Wasserkraftstrom sowohl für Simbabwe als auch für Sambia.
Zwischen den Flüssen Ume und Siyakobvu liegt eine der weitgehend unberührtesten und unerschlossensten Gegenden des gesamten Kontinents. Der 1.500 km² große Matusadona Nationalpark ist eines von mehreren Schutzgebieten am Lake Kariba. Durch den künstlichen Eingriff in die Landschaft wurde aus der ohnehin von Wildtieren schon dicht bevölkerte Flussregion ein Paradies für Wildtiere, Vögel und Fische erschaffen. Das Wort "Matusadona" heißt so viel wie "fallender Dung" und bezieht sich auf die großartige Elefantenpopulation die im Matusadona Nationalpark ansässig ist.

Simbabwe, Matopo Hills Nationalpark Simbabwe, Nashorn SimbabweMajestätische Berge umgeben den künstlichen See, Wälder umsäumen die Ufer und eine Reihe von Inseln durchbricht die Wasserlandschaft. Tausende von Teakholzbäumen mit ihren skeletthaften Ästen ragen gen Himmel, als ob sie aus einer anderen Welt auftauchten. Inmitten leuchtender, nahezu unnatürlich wirkender Farben kreieren sie eine bizarre Kulisse für fantastische Sonnenuntergänge. Besonders Fischadler, Schlangenhalsvögel und Kormorane fühlen sich von ihnen  hingezogen. Büffel, Impala, Kudus, Warzenschweine, Zebras, Flamingos, Giraffen und Antilopen hingegen finden sich lieber am Ufer zum Trinken ein, nachts machen die Löwen lautstark auf sich aufmerksam. In der Trockenzeit fallen vor allem die Afrikanischen Büffel auf, die in Herden von bis zu 1.000 Tieren zusammenkommen und auch das vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashorn fand in der Wildnis des Matusadona Nationalparks viele Rückzugsgebiete. Ebenfalls findet sich im Matusadona Nationalpark die zweitgrößte Population wilder Löwen in ganz Afrika ein.

Bis die Schaffung des Matusadona Nationalparks vollendet war, mussten jedoch viele Opfer gebracht werden. Die damals dort lebenden Tonga waren gezwungen ihren Lebensraum zu verlassen und Tausende Wildtiere ertranken in den ansteigenden Fluten des Lake Kariba. Erst engagierte Tierschützer sorgten mit der „Operation Noah“ dafür, dass die rund 5.000 Tiere in den Matusadona Nationalpark am südlichen Ufer des Sees angesiedelt wurden. Daraufhin stellte man das südliche Ufer unter Naturschutz.
Geführte Boots- Kanu- oder Walkingsafaris ermöglichen es die zahlreichen Tiere am Lake Kariba vom Wasser aus zu beobachten. Nicht nur grasende, sondern auch schwimmende Elefanten zeigen sich neben Flusspferden und Krokodilen im Wasser. Auf einem der gut ausgestatteten Hausboote können Sie den Lake Kariba auf eigene Faust entdecken. Unzählige Vergnügungen wie Angeln, Wasserski und Segeln sind hier ebenfalls möglich.

Für einen Besuch des Lake Kariba eignen sich die Monate von Mai bis September am besten. In der trockenen Jahreszeit kommt das Wild an den See um seinen Durst zu stillen. Der Oktober hingegen eignet sich aufgrund der Hitze und Luftfeuchtigkeit meist nur zum Angeln.

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Chinhoyi Caves

Die Touristenattraktion der Stadt Chinhoyi sind die gleichnamigen Chinhoyi Caves.
Angeblich stürzten die nomadisierende Angoni, ebenso wie Nyamakwere mit seiner Bande die hier ursprünglich lebenden Bewohner in den See. Daraufhin wurde er „Chirorodziva“ genannt: „See der Gefallenen“. Erst Chinhoyi, der Häuptling der Shona, nach dem die Höhlen benannt sind, setzte dem grausigen Treiben ein Ende. Aber auch er und sein Volk mussten sich hier vor den kriegerischen Ndebele in Sicherheit bringen. Die Höhlen dienten der Bevölkerung lange als riesige Vorratsspeicher.
Seit 1957 sind die Kalksteinhöhlen ein National Monument und wurden 1975 in den heute bestehenden, nur 1,5 km² großen Erholungspark, umgewandelt.

Sehr beeindruckend ist der so genannte "Sleeping Pool". Dabei handelt es sich um eine eingestürzte, wassergefüllte Kalksteinhöhle mit enormer Sichtweite in das tiefe, kristallklare Wasser. Sobald Tageslicht durch das Loch in der Decke einfällt, leuchtet das Wasser in wunderschönen Blaunuancen. Der See ist etwa 100 Meter tief und hat eine angenehm konstante Wassertemperatur die zum Tauchen einlädt.

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Mashonaland North
Mana-Pools Nationalpark

In West-Simbabwe, direkt am Ufer des Zambezi Rivers, liegt einer der schönster Nationalparks des Landes. Das Schutzgebiet, welches 1984 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde, erstreckt sich über 50 Kilometer entlang des nördlich fließenden Zambezi Rivers und etwa 50 km landeinwärts in Richtung des Zambezi Escarpments.

Der Name "Mana'' bedeutet in der lokalen Sprache der Shona "vier" Simbabwe, Zebra Simbabweund bezieht sich auf die vier großen, auch in der Trockenzeit mit Wasser gefüllten Wasserbecken des Zambezi Rivers. Der ''Long Pool'', ist der größte der vier Pools und ist etwa sechs Kilometer lang. Eine große Anzahl von Flusspferden und Krokodilen, sowie riesige Herden von Elefanten, finden sich aus den dicht bewachsenen Gebieten im Süden des Landes an den wasserreichen Becken zum Trinken ein.
Der größte Teil des 2.200 km²großen Mana-Pools Nationalparks ist mit Mahagoni, Akazien, Ebenholz, wilden Feigen, Tamarind-, Leberwurst-, und Affenbrotbäumen bewaldet. Es gibt Uferlandschaften mit Inseln, Sandbänken und Tümpel. Die hervorragenden Voraussetzungen des Gebietes schaffen somit sehr gute Möglichkeiten zur Beobachtung von Großtieren. Auch auf den Flussterrassen genießen Sie ein einzigartiges Privileg. Mana-Pools ist nämlich der einzige Nationalpark, in dem Sie sich trotz der Gegenwart vielergefährlicher Wildtiere von frei bewegen dürfen.

Zahlreiche Flusspferde, Elefanten, Büffel, Nashörner, Nilkrokodile, verschiede Antilopen- und Vogelarten, Tigerfisch, Brasse und Vundu finden sich hier im nahegelegenen Fluss ein. Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen lassen sich im Mana-Pools Nationalpark hingegen nur vereinzelt blicken.

Außer Tierbeobachtungsfahrten und Wanderungen sind im Mana-Pools Nationalpark Bootsausflüge und Kanufahrten auf dem Zambezi River möglich. Die Sonnenuntergänge am Abend sind hier ein unvergessliches Erlebnis und der Beste Abschluss eines aufregenden Tages.

Für Besuche des Mana-Pools-Nationalparks sind die Monate März bis August besonders empfehlenswert. Denn dann ist das Klima angenehm warm und trocken. Für Vogel- und Wildliebhaber eignet sich der September um den Park zu erforschen. Dann treffen auch die Zugvögel ein und das Wild konzentriert sich am Fluss und an den Wasserlöchern. In der Zeit von November bis März ist der Park geschlossen. Dann ist es sehr heiß und es gibt häufige Regenfälle und Gewitter.

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Mashonaland East

Nyanga Nationalpark (ehemals Rhodes Inyanga)

In der Provinz Mashonaland East, rund 150 Kilometer von Mutare entfernt, liegt auf einer Höhe von 1.700 Metern der Nyanga Nationalpark. Sanft geschwungene sattgrüne Hügel, tiefe, dicht bewachsene Schluchten die beinahe einen Dschungelcharakter haben, sowie beständige Flüsse, durchziehen den 470 km² großen Park, der zu einem der landschaftlich schönsten Gebiete Simbabwes gehört.

Die verschiedenen Höhenlagen mit angenehmem Klima und frischer Bergluft sorgen für Ruhe und Entspannung. Die Tannenwäldern eignen sich ideal sind zum Wandern und Reiten, während die Dämme des Nyanga Nationalparks ein Paradies für Forellenangler und Badefans sind. Wildtiere wie Gnus, Kudus, Zebras, Wasserböcke, Impalas, Zobel, Elen-Antilopen und viele kleine Säugetiere bewohnen das geschützte Gebiet des Nyanga Nationalparks.

Simbabwe, Nationalpark SimbabweEine interessante Sehenswürdigkeite des Nationalparks ist zum einen Simbabwes höchster Gipfel, der 2.593 Meter hohe Mount Inyangani. Wie um jeden bekannten Berg ranken sich auch um ihn Legenden. So sei er zum einen ein heiliger Platz, dem man sich mit Respekt nähern müsse, jeder Laut würde die Ruhe der Geister stören gar ein Menschenfresser sei er. Kein Shona würde ihn besteigen, zu gefährlich wären die Folgen.

Wer den Mount Inyangani dennoch zu Fuß erklimmt, wird von der Spitze aus mit grandiosen Ausblicken - zum Teil bis nach Mosambik –belohnt. Diejenigen, die weniger Energien haben, sollten stattdessen eine Safari entlang einer der vielen reizvollen Routen im Nyanga National Park machen. Auch diese Option verheißt genussreiche Erlebnisse.

Zum Anderen sind die vielen Wasserfällen des Parks sehr sehenswert. So können Sie im Nyanga Nationapark die Nyangombe Falls, die Pungwe Falls, die Nyamuziwa Falls, sowie die Mutarazi Falls - Afrikas zweithöchsten Wasserfall – entdecken, die an einer glatten Felswand hinunter ins Honde-Valley stürzen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Sportaktivitäten denen Sie hier nachgehen können, angefangen vom Fliegenfischen bis hin zum Reiten, Schwimmen und Bootfahren.

Auch einige eindrucksvolle Beispiele von Grubenruinen sind im Nyanga Nationalparks vorzufinden. Meist stehen sie zu vieren oder fünfen gruppiert, ab und an auch zu zwanzig. Sie sind annähernd rund mit einem Durchmesser von etwa sechs bis sieben Metern und tief im Boden verankert. Die Steinwände wurden wie die Ruinen in Great Zimbabwe ohne die Verwendung von Mörtel geschichtet.

Das zum Park gehörende Rhodes Museum ist in Cecil Rhodes Sommerhaus untergebracht. Neben Erinnerungsstücken aus seinem Leben sind auch Ausstellungsgegenstände aus der Kolonialen Zeit zu sehen. Ein Teil ist auch dem Unabhängigkeitskampfes, sowie dem lokalen Vertreter Chief Rekayi Tangwena, gewidmet.

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Matabeleland South
Matobo Nationalpark

Gelegen bei den Matobo-Hills, östlich der Stadt Bulawayo, erstreckt sich eines der wichtigsten Schutzgebiete des Landes. Der Matobo Nationalpark (auch unter Matopos bekannt) deckt alle Interessen ab. Ruhesuchende finden hier eine wohltuende Natur, kulturell interessierte werden Zeugen der ältesten und der jüngeren Vergangenheit, Tierbeobachter erleben eine vielfältige Fauna und die Flora des Parks beeindruckt einfach jeden Besucher.

Übersetzt bedeutet „Matobo“ sinnbildlich „kahle Köpfe“. Denn riesige, formenreiche, schroffe Granithügel beherrschen die Landschaft des 445 km² großen Parks. Die tiefen Spuren der Erosion in diesen 200 Millionen Jahre alten Hügeln, gelten als atemberaubend. Sie strahlen eine ungemein große Dramatik aus und mit ein wenig Einfallsreichtum lassen sich hier allerlei Figuren erkennen.

Doch es sind nicht mehr nur die Felsen, die für den Matobo Nationalpark so charakteristisch und auch einprägsam sind, die so viele Besucher anziehen. Der majestätische Matobo Nationalpark ist nämlich auch ein Paradies für Wanderer und die Vielfalt der Vegetation unterstützt eine Vielzahl von Wildtieren. Ein etwa 100 km² großer Teil wurde als Wildschutzgebiet vom restlichen Park abgegrenzt und bietet zahlreichen Tieren einen sicheren Lebensraum. Neben Breit- und Spitzmaulnashörnern konnten auch Zebras, Gnus, Giraffen, Kudus, Elen- und Rappenantilopen, Klippspringer, Leoparden, Hyänen, Warzenschweine, Paviane, Klippschliefer und zahlreiche Vogelarten wie Schreiseeadler, Kampfadler, Frankolin, Sekretärvogel, Webervogel und Ägyptische Gänse hier eine Lebensraum finden.

Auch kulturell gesehen ist der Matobo Nationalpark seit dem Jahr 2003 von großer Besonderheit. Die Felszeichnungen der San, die in den Höhlen von Matobo-Hills gefunden wurden, sind noch gut erhalten und wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Simbabwe, Lake Kariba Simbabwe, Safari SimbabweEin Wanderweg führt sich zum Gipfel des Worlds View. Seit 1902 liegt hier auch Cecil John Rhodes begraben. Er führte die britischen Truppen Ende des 19. Jahrhunderts nach Zimbabwe und nannte das Land Südrhodesien. Außerdem erinnern Grabstätten an King Mzilikazi und Dr. Leander Starr Jameson, den ersten Kommendeur der heutigen Stadt Masvingo. Auch Sir Charles Patrick John Coghlan, der erste Premierminister von Südrhodesien fand hier seine letzte Ruhestätte. Das Denkmal "Shangani Memorial“ wurde in Gedenken an den Kommendeur Allan Wilson und seine 33 Soldaten, die von 30.000 Ndebele-Kriegern niedergemacht wurden, errichtet.

Der Matobo Nationalpark kann das ganze Jahr über bereist werden. Die Wintermonate von April bis August sind trocken und angenehm, während es im Sommer oftmals regnet und heiß ist.

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Manicaland
Chimanimani Nationalpark

Im östlichen Hochland Simbabwes liegt der grenzübergreifende, malerische Chimanimani Nationalpark, von dem 1.756 km² in Mosambik liegen. Die von Bächen durchzogene, abwechslungsreiche Landschaft des wilden 50 Kilometer langen Gebirgsparks bildet die Grenze zu Mosambik.

Die Landschaft mit ihrem Abwechslungsreichtum ist einzigartig in Simbabwe. In den Bergen wachsen Proteen, Aloen, Farne, Orchideen, Hibiskus und Gelbholzbäume. Zudem prägen Wasserfälle, Flüsse, Täler und Höhlen das Landschaftsbild des Chimanimani Nationalparks.

Tatsächlich besteht er aus zwei in nordsüdlicher Richtung parallel verlaufenden Gebirgszügen, die ein lang gestrecktes, grünes Tal einrahmen. Dort liegt mit 2.436 Metern der Monte Binga, höchster Punkt des Chimanimanigebirges. Er ist bei Aktivurlaubern ein sehr beliebtes Ziel, denn er lässt sich ausschließlich auf Fußwegen erwandern. Die typischen Safari-Tiere finden Sie hier zwar nicht, aber wer Glück hat, sieht Rappenantilopen, Elenantilopen oder Buschböcke in der üppigen Landschaft umherspringen.

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Masvingo
Great Zimbabwe National Monument

Auf einer Höhe von 1.140 Metern, nur wenige Kilometer südlich der Stadt Masvingo, liegt das größte und wichtigste Kulturerbe des Landes, die Ruinen von Great Zimbabwe. Es wird angenommen, dass die einst riesige Stadt um das Jahr 1000 erbaut worden ist. Hier liegt auch der Ursprung des Ländernamens. In der Sprache der Shona bedeutet Zimbabwe nämlich „Steinhaus“ - (dzimba = die Häuser, mabwe = der Stein).

Im Zentrum des untergegangenen Munhumutapa-Reiches herrschten einst Reichtum und Macht. In der Blütezeit sollen hier 10.000 bis 18.000 Menschen gelebt haben. Vor allem durch die großen Vorkommen an Gold, Kupfer und Eisen wurde die Stadt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, denn der ehemalige Stadtstaat entwickelte sich zu einem weltweit attraktiven Handelspartner. In den Ruinen fanden Archäologen Porzellanscherben aus China und Schmuck aus Indien. Sogar aus dem Vorderen Orient kamen Händler bis nach Zimbabwe und brachten orientalisches Glas mit.

SimbabweDie eindrucksvollen Bauwerke von Great Zimbabwe sind die letzten Zeugen der Vergangenheit. Sie bedecken eine Fläche von 7 km² und unterteilen sich in folgende drei Gebiete: Im „Valley Complex“ und der „Great Enclosure“ lebten die Frauen des Königs, seine Berater und auserwählten Leute. Der 27 Meter höher liegende „Hill Complex“ - auch als Bergfestung oder Akropolis bezeichnet - war für den König und seine Nächsten vorgesehen. Die Häuser hatten bereits damals ungewöhnlicherweise einzelne Räume und ein ausgeklügeltes Abwassersystem. Über neun Meter hohe Mauern, welche nur durch übereinandergeschichtete Granitblöcke errichtet wurden, schotterten die Siedlung ab. Sie sind nach den Pyramiden von Gizeh der größte historische Steinbau Afrikas.

Aufgegeben wurde die Stadt vermutlich erst im 16. Jahrhundert als das Vieh wegen der ausgelaugten Böden keine Nahrung mehr liefern konnte. Seit 1986 ist das Great Zimbabwe National Monument eines der vielen UNESCO Weltkulturerbestätten in Simbabwe und ein sehr wichtiger Ort der Archäologie.

Unmittelbar nördlich von Great Zimbabwe liegt der Lake Mutrikwi Nationalpark mit dem Lake Kyle.

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Gonarezhou Nationalpark

Der Gonarezhou Nationalpark in der südöstlichen Provinz Masvingo hat sich gemeinsam mit dem Kruger Nationalpark in Südafrika, dem Limpopo Nationalpark in Mosambik, sowie einigen kleineren Schutzgebieten zum länderübergreifenden Great Limpopo Transfrontier Park zusammen gelegt. Nach dem Hwange Nationpark ist er mit 5.000 km² das zweitgrößte Schutzgebiet des Landes. Übersetzt aus der Sprache der Shona bedeutet „Gonarezhou“ „heiliger Ort der Elefanten“.

Der Gonarezhou Nationalpark liegt vor dem spektakulären Hintergrund der Chilojo Cliffs im sogenannten Lowveld. Grassavannen, Buschland und Wälder bewachsen mit hoch aufragenden Baobabs und Bergakazien dominieren die Landschaft. Die Flüsse Mwenezi im Südwesten und Save im Nordosten bilden eine natürliche Grenze. Im Norden des Parks haben sich entlang der Flüsse großartige Landschaften mit Sandsteinfelsen wie den Chilojo Cliffs gebildet. Sie sind bereits aus 50 Kilometer Entfernung zu sehen. Bei Tagesanbruch und Sonnenuntertag erschienen sie besonders prächtig. An zwei Stellen fand man hier Felszeichnungen von Breitmaulnashörnern die auf 500 bis 700 Jahre geschätzt werden.

Die Geschichte des Schutzgebietes ist nicht ganz unkompliziert. Der Beginn des Parks geht bis ins Jahr 1934 zurück. Das damalige Game Reservat wurde erst 1975 zum heutigen Gonarezhou Nationalpark. Zuvor musste es wegen des Bürgerkrieges in Simbabwe bis 1994 für Besucher geschlossen bleiben. Zudem erlaubte der anhaltende Bürgerkrieg in Mosambik keinen touristischen Ausbau des Gebietes. Hinzu kamen illegale Siedler, die einen Teil des Parks durch die landwirtschaftliche Nutzung und Wilderei zerstörten und die Verwirklichung des Jahre vorher beschlossenen Projekts „Great Limpopo Transfrontier Park“ zum größten Teil verhinderten.

Glücklicherweise hemmten die vielen Probleme jedoch nicht die Ansiedlung einer vielfältigen Tierwelt im Gonarezhou Nationalpark. Besonders die Vogelwelt ist hier riesig. Darüber hinaus leben unter anderem Büffel, Löwen, Giraffen, Flusspferde, Warzenschweine, Steppenzebras, afrikanische Wildhunde, Rotschwanzhörnchen, Nilkrokodile, Leoparden und zahlreiche Fische wie Tigersalmler im Park. Auch einige Antilopen-Arten, darunter die seltene Nyala-Antilope und das rare Moschusböckchen fanden hier ihren Lebensraum. Nur das Breit- und Spitzmaulnashorn wurde unglücklicherweise von Wilderen ausgerottet. Auch der Elefant ist nach der Lockerung des Elfenbeinhandels zum 15. Juli 2008 wieder vom Aussterben bedroht.


 

 

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