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Bereits vor etwa 10.000 Jahren wurde der Südwesten des heutigen Südafrikas von Buschmännern und Hottentotten besiedelt, die als San und Khoi Khoi bezeichnet werden. Von Zentralafrika wanderten die Bantu-Völker ein und begannen die Kapregion zu besiedeln.Im 15. Jahrhundert umsegelte der Portugiese Bartolomeu Diaz das „Kap der Stürme“, das später vom portugiesischen König Johann II in „Kap der guten Hoffnung“ umbenannt wurde. Diaz betrat in Mossel Bay als erster Europäer afrikanischen Boden, wenige Jahre später führte die Fahrt nach Indien Vasco da Gama nach Südafrika. 1652 gründete der Niederländer Jan van Riebbeeck im Auftrag der Niederländisch-Ostindischen Kompanie eine Versorgungs- und Reparaturstation für Schiffe sowie ein Krankenhaus für kranke Seefahrer am Kap der Guten Hoffnung.
Sklaven aus Indonesien, Madagaskar, Indien und West- und Ostafrika kamen ins Land und vermischten sich oftmals mit weißen Siedlern. Die Zahl der Weißen, die anfangs bei 2.000 lag, ist in den darauf folgenden Jahren auf 20.000 angewachsen. Aufgrund der eingeschleppten europäischen Krankheiten sank die Zahl der Hottentotten, die ihr Weideland zudem an vordringende Siedler verloren.
Um 1779 kam es erstmals zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Weißen und Xhose, einem Bantu-Volk. Bis 1878 folgen noch weitere 8 Kriege zwischen Schwarz und Weiß, die auch Kaffern-Kriege genannt werden. 1795 setzten sich die Briten im Kapland fest und das Gebiet wurde nach Ende der Herrschaft der Niederländisch-Ostindischen Kompanie vollständig abgetreten und die Briten errichteten dauerhaft eine britische Kronkolonie mit rund 5.000 Einwanderern die am Great Fish River angesiedelt wurden. Missionare errichteten die ersten Schulen und 1825 wurde Englisch zur einzigen Amtssprache.
Gegen den Widerstand der Buren, die ihre Existenzgrundlage in Gefahr sahen, wurde die Sklaverei der farbigen Arbeitskräfte im Jahr 1833 aufgehoben. Die Buren zogen als sogenannte Voortrekker, das auf Afrikaans und Niederländisch für "Die, die voraus gehen" steht ins Hinterland bis in die Gebiete nördlich des Oranje-Flusses aus.
Die Ausbeutung der Urbevölkerung wurde durch die Entdeckung der Diamanten- und Goldvorkommnisse und der daraus resultierenden Einwanderung weiterer Europäer vorangetrieben. Nachdem die Buren im sogenannten ersten Burenkrieg erfolgreich Widerstand gegen die Briten geleistet haben, wurden sie im zweiten Krieg von den Briten aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit geschlagen. Rund 22.000 britische Soldaten und 7.000 Buren verloren ihr Leben. In den Konzentrationslagern der Briten starben weitere 28.000 Frauen und Kinder. Trotz der Eingliederung der Burenrepubliken in das Britische Empire erhielten sie großzügige Friedensbedingungen wie die Anerkennung von Afrikaans als Amtssprache. Der Friedensvertrag von Vereeniging sicherte die britische Vorherrschaft im südlichen Afrika. Durch Zusammenschluss der vier Kolonien Natal, Transvaal, Oranje-Freistaat und der Kapkolonie entstand 1910 die Südafrikanische Union als Dominion des Britischen Empire mit 1,2 Mio. Weißen und 4,6 Mio. nichtweißen Einwohnern.
Nach Ende des zweiten Weltkrieges errichtete die weiße Bevölkerungsminderheit unter der politischen Führung der National Party die Apartheid. Seit dem wurde das alltägliche Leben von der Rassentrennung dominiert, mit dem Ziel die Schwarzen dauerhaft in gesonderte Gebiete, die Bantustan auszuweisen.
Im Jahr 1961 gründete Nelson Mandela, derzeitiger ANC-Vicepräsident die militante Untergrund-Organisation „Spear of the Nation“. Nur 2 Jahre später wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. 1976 kam es in Soweto zu einem Protest der Jugendlichen gegen die Einführung von Afrikaans als Schulsprache, der mit 600 von Sicherheitskräften erschossenen Menschen endete. Daraufhin zogen sich viele ausländische Investoren aus Südafrika zurück.
Der Wendepunkt kam 1990 als das Verbot aller Oppositionsparteien aufgehoben wurde und den Widerstandskämpfer Nelson Mandela nach 27 Jahren Freiheitsentzug von der Gefängnisinsel Robben Island freigelassen wurde. Er erhielt gemeinsam mit dem letzten Präsidenten der National Party, Frederik Willem de Klerk den Friedensnobelpreis.
Nach und nach verschwand auch die Apartheid aus der Verfassung und vom 26. bis 29. April 1994 fanden die ersten freien Wahlen des Landes statt. Als Sieger ging die bis heute regierende Partei ANC hervor und machte Mandela zum ersten schwarzen Staatspräsident Südafrikas. Seit 1997 die provisorische durch eine endgültige Verfassung ersetzt wurde, hat das Land ein föderales Regierungssystem mit neun autonomen Provinzen und wird von Thabo Mbeki regiert.
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