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So vielfältig wie die Zusammensetzung der Bevölkerung ist auch die Küche, die als international beschrieben werden kann. Auf den Speisekarten sind Pizza und Pasta von den Italienern, mit Curry verfeinerte Gerichte von den Indern, Weißwürste, Frikadellen, Sauer- und Rotkraut sowie nach dem Reinheitsgebot gebrautes Bier von den Deutschen, Roastbeef, süße Brötchen und den nachmittäglichen "high tea" von den Engländern oder auch knoblauchhaltige Fischspezialitäten von den Portugiesen zu finden.Die typische südafrikanische Küche, die auch kapmalaiische Küche genannt wird, ist da schon etwas anders. Angeboten werden zum Beispiel „Bredies“, ein Eintopfgericht mit Hammelfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Gemüse, "Bobotie", ein Lamm-Curry-Auflauf, „Ingera“, afrikanisches Fladenbrot, „Geelrys“, Reis mit Rosinen, „Samoosas“, dreieckige frittierte Teigtaschen mit Gemüse- oder Fleischfüllung und als Dessert „Melktart“, ein burischer mit Zimt bestreuter Käsekuchen, „Koeksister“, klebrig-süßes Kringel-Gebäck oder „Vetkoek“, ein mit Honig oder Sirup gefüllter und in Öl gebackener Teig.
Das Grillen in Südafrika gehört bereits zur Tradition und wird „Braai“ genannt. Auf dem Rost werden „Boerewors“, gewürzte Bratwürste oder auch Fisch zubereitet, die mit „Pap“, einem festen Maisbrei und Sauce serviert werden. Das Fleisch vom legendären „Karoo-Lamm“, Steak von der Antilope, vom Krokodil oder vom Strauß sowie und „Biltong“ sind weitere Spezialitäten Südafrikas. Bei letzterem handelt es ich um getrocknetes Fleisch vom Rind, Springbock, Strauß oder anderen Tieren.
Südafrika ist auch für seine weltklassigen Weine bekannt, die sich auch außerhalb des Landes zunehmender Beliebtheit erfreuen und seit 1659 gekeltert wird. Gute Rotweine sind Cabernet Sauvignon, Pinotage, Shiraz und Pinot Noir. Zu den guten Weißweinen gehören Sauvignon Blanc, Riesling, Colombard und Chenin Blanc.
Der Sekt besteht aus Chardonnay- und Pinot Noir-Trauben. Empfehlenswert sind auch die sehr guten Likörweine und Weinbrände.
Bier ist in in Dosen oder kleinen Flaschen erhältlich. Die Kapstädter Privatbrauerei stellt das Mitchell's Bier her. Beliebt sind jedoch auch die Biersorten Castle, Black Label, Amstel und Carlsberg. Erhältlich sind die Spirituosen nur in „Bottle Shops" und nicht in Supermärkten.
Die Kultur der Bewohner spiegelt sich zum Teil auch in der Architektur wieder. Unverwechselbar ist der „Cape Dutch Style“, der von holländischen Einwanderern geprägt wurde und beispielsweise in Constantia, Stellenbosch, Paarl und Swellendam zu sehen ist. Der Baustil wird durch die strohgedeckten, strahlend weißen Häuser mit dem typischen Mittelgiebel in der Hauptfassade gekennzeichnet.
Dominierender Musikstil ist der Jazz, der sich an den US-Amerikanischen Vorbildern orientiert. Jedoch ist auch die„traditionelle“ afrikanische Musik mit Trommel und Flöten wieder auf dem Vormarsch, die in sogenannten Drum-Cafés gespielt wird. Mittlerweile singen auch viele schwarze Künstler anstatt in Afrikaans oder Englisch in ihrer eigenen afrikanischen Sprache. Weiße und Farbige bevorzugen eher die europäische Musikkultur und verzichten auf afrikanische Elemente.
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Südafrika hat in den 1970er Jahre den Wandel vom Schwellenland zum Industriestaat vollzogen und zählt zu den Ländern der Ersten Welt obwohl die ländlichen Gebiete eher an ein Entwicklungsland erinnern. Das Kommunikations-, Energie- und Transportwesen ebenso wie das Finanz- und Rechtssystem haben sich in der Vergangenheit gut entwickelt. Trotz des Wachstums sind etwa 27% der Bevölkerung ohne Arbeit. Auch die Folgen der Apartheid wie Armut und eine wirtschaftliche Benachteiligung sind besonders für die schwarze und farbige Bevölkerung deutlich spürbar. Als Gegenmaßnahme wurde das Black Empowerment Programm eingeführt um eine stabile und von Chancengleichheit geprägte Wirtschaft zu gewährleisten. Das Land hat zudem mit einer hohen Kriminalitätsrate und der Ausbreitung der Immunkrankheit Aids zu kämpfen.
Südafrika hat mit Gold, Diamanten, Kohle, Chrom, Palladium, Eisenerz und Platin viele wertvolle Bodenschätze, die die wirtschaftliche Situation des Landes stark beeinflussen. Auch wenn die Agrarwirtschaft nur einen kleinen Anteil zum Bruttosozialprodukt beiträgt, ist Südafrika der drittgrößte Exporteur von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Getreide, Zuckerrohr, Obst, Baumwolle, Kaffee, Tabak und Gemüse, Fleisch und Wein. Außerdem hat der deutsche Autobauer BMW eines seiner größten Werke in Südafrika aufgebaut und rund 700 Firmen stellen weiterhin Rüstungsgüter her. Zu den wichtigsten Handelspartner Südafrikas gehören die USA, Großbritannien, Japan, China, Frankreich Deutschland. Überwiegend werden neben Gold, Kohle, Metallen und Nahrungsmittel auch Maschinen, Halbwaren, KFZ und Möbel von Südafrika nach Deutschland exportiert.
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