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Bis ins 6. Jahrtausend vor Chr. geht die erste Besiedlung des heutigen Gabuns zurück. Damals bevölkerten Stämme der Pygmäen die Region die hier als Jäger und Sammler lebten. Ihnen folgten unterschiedlichste Bantu-Völker, vor allem im 1. Jahrtausend nach Chr. Sie etablierten im früheren Mittelalter die ersten lokalen Reiche, unter anderem Urungu und Loango und verdrängten die Pygmäen, die heute nur noch einen sehr kleinen Teil der gabunischen Bevölkerung ausmachen.
1472 betrat der portugiesische Seemann Lopo Goncalves als erster Europäer das Küstengebiet von Gabun. Durch ihn entstanden ersten Niederlassungen sowie der Handel mit Sklaven, Elfenbein und Holz. Vermutlich war er für die Namensgebung des Landes verantwortlich. Aufgrund der eigenwilligen Form der Mündung des Flusses Komo benannte Lopo Goncalves das Land nach dem portugiesischen Wort für einen bestimmten Seefahrermantel, dem „Gabao“.
In absehbarer Zeit geriet die Region auch in den Fokus anderer europäischer Mächte, darunter Franzosen, Engländer und Niederländer. Im 19. Jahrhundert verstärkten sich die Bemühungen Frankreichs um eine Kolonisierung bis 1839 Gabun in den Besitz des Landes überging. 1849 folgte die Gründung der heutigen Hauptstadt Libreville, nach dem Vorbild der Stadt Freetown im heutigen Sierra Leone.
Kurzzeitig gehörte Gabun zu Französisch-Kongo, erhielt jedoch wenig später wieder seinen vorherigen Status. Im Jahr 1910 wurde das Territorium der Föderation „Französisch-Äquatorialafrika“ zugeteilt. Verstärkt sahen sich die Kolonialherren seit Beginn des 20. Jahrhunderts erfolglosen Aufständen der einheimischen Bewohner gegen die Fremdherrschaft gegenüber. Nach Auflösung von „Französisch-Äquatorialafrika“ erlangte das Land eine erste Verfassung und innere Autonomie.1911 trat Frankreich im Rahmen eines Kompensationsgeschäftes im Gefolge der Agadir-Krise einige Teile des nördlichen Gabun an das deutsche Kamerun ab. Damit hatte Gabun mit Ausnahme eines Gebietes am Oberlauf des Ogooué, dass erst 1946 endgültig Gabun zugeschlagen wurde, seine heutige Gestalt erreicht. Trotz folgender Entlassung in die Unabhängigkeit blieb Gabun wirtschaftlich auch weiterhin eng mit Frankreich verbunden. Es folgte eine tiefe politische Krise unter dem Staatspräsidenten Mba. Erst das Einschreiten der französischen Kolonialmacht konnte Putschversuche verhindern.
Unter Staatspräsident Léon Mba geriet Gabun in den darauf folgenden Jahren in eine tiefe politische Krise. 1967, nach dem Tod Mbas übernahm Albert Bernard Bongo das Amt des Staatspräsidenten von Gabun. Unter ihm wurde das Einparteiensystem auf Basis der PDG (Parti Démocratique Gabonais) eingeführt. In den 1990er Jahren führten massive Proteste und Demonstrationen in der Bevölkerung jedoch dazu, dass ein Mehrparteiensystem eingeführt wurde. Umstrittene Wahlergebnisse sowie Unruhen Mitte der 90er Jahre forderten ein erneutes Intervenieren französischer Truppen. Erst die „Pariser Verträge“ von 1994 führten zu einer allmählichen Beruhigung der Verhältnisse.
Im September 2009 wurde Ali Bongo Ondimba, der Sohn des im Juni 2009 verstorbenen Präsidenten als Wahlsieger bestätigt.
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