
Accra
Obwohl sie kaum mit einer europäischen Großstadt zu vergleichen ist, ist die quirlige und lebendige Hauptstadt Ghanas wirklich ein Besuch wert. Ziehen Sie über den Makola-Markt an der Kojo Thompson Road, einen riesiger Straßenmarkt auf dem Händler aus der Region ihre Produkte verkaufen und erleben Sie das bunte Treiben. Das Nationalmuseum in Accra ist ebenfalls ein Besuch wert, es beherbergt eine große Sammlung von ghanaischer Kunst und ein besonderes Erinnerungsstück an die jüngere Geschichte des Landes: die Statue von Kwame Nkrumah, dem „Vater“ der Unabhängigkeit. Im Centre for National Culture können Sie traditionelles Kunstgewerbe erstehen und hübsche Souvenirs für die Daheimgebliebenen günstig erschwingen. Auch der so genannten Independence Square ist einen Besuch wert. Dort befindet sich das Nationaldenkmal, ein großer Triumphbogen, welcher die im Jahre 1957 erlangte Unabhängigkeit Ghanas widerspiegelt.
Auch die nähere Umgebung Accras hat einiges zu bieten. Ungefähr 38 Kilometer nördlich der Hauptstadt, in den Akuapim-Hills, liegt das im 19. Jahrhundert gebaute Sanatorium (heute ein Rest House). Auch der Botanische Garten wurde während dieser Zeit angelegt und beherbergt eine beeindruckende Sammlung subtropischer Pflanzen und Bäume.
Etwa 50 Kilometer von Accra entfernt liegt das kleine Tierschutzgebiet Shai Hills Game Reserve, welches ebenfalls einen Besuch wert ist.
Außerdem in der Nähe der Hauptstadt liegt Ada, an der Mündung des Voltaflusses und daher ideal für Angler auf der Suche nach Nilbarschen und Barracudas. Nicht weit entfernt von Ada liegt die Salzmarsch der Songow-Lagune, die für die bunte Vogelwelt bekannt ist.
KumasiDie kulturelle Stadt Kumasi mit rund 1,5 Millionen Einwohnern, ist die Hauptstadt der Ashanti Region und zweitgrößte Stadt Ghanas. Ihren Beinahmen als Garten-Stadt hat Kumasi den vielen bunten Pflanzen und Hügeln zu verdanken. Auch wird die Stadt von verschiedenen Dschungelgebieten umgeben. Tradition mischt sich in Kumasi mit Moderne. Eine breite Palette an Attraktionen steht Ihnen als Besucher zur Besichtigung.
Im nördlichen Teil der Stadt liegt der Manhyia Palace, Sitz des Königs von Ashanti und der Mitglieder der königlichen Familie. Verschaffen Sie sich bei einem Besuch des Hofes einen Einblick in die traditionelle afrikanische Demokratie, die immer noch sehr präsent in den Gewohnheiten der Menschen ist.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das National Cultural Center mit seiner weitläufigen Anlage, die ein interessantes Museum der Geschichte der Ashanti umfasst. In dem dazugehörigen Geschäft wird hervorragendes Kunsthandwerk verkauft. Eines der interessantesten Exponate des National Cultural Centers ist der falsche goldene Stuhl, der damals angefertigt wurde, um die Briten zu linken. Jahrzehnte vergingen bis der Trick aufgedeckt wurde. Der echte Stuhl wird in Manhyia Palast aufbewahrt und nur zu besonderen Anlässen heraus gebracht. Er gilt als so heilig, dass nicht einmal der König die Erlaubnis hat, darauf zu sitzen. Auch darf der Stuhl nie den Boden berühren.
Manhyia Palace, besser bekannt als Asantehene’s Palace, ist der Palast des höchsten Ashanti Herrschers. Ashanti Könige haben noch nie im Luxus gelebt und Besucher sind oft erstaunt, wie bescheiden der Palast ist. Im Manhyia Palace Museum sind prachtvollen Exponate an Ashanti-Goldschmuck ausgestellt. Im Ashanti Kulturzentrum mit Museum, Kunstgalerie und Handwerksstätten, können Sie den verschiedenen Kunsthandwerkern über die Schulter schauen.
Wenn Sie der Hitze Kumasis entkommen möchten, ist der zoologische Garten mit seinen schönen Gärten eine gute Option.
Einen halben Kilometer weiter westlich, ragt das Anokye Schwert aus dem Boden. Genau dort, sank der Legende nach der Goldene Stuhl vom Himmel um den Beginn des Ashanti-Volkes zu markieren. Eine weitere Legende besagt, dass das Ashanti-Reich untergehen wird, sobald das Schwert herausgezogen wird. Im "Lebenden Museum", das aus einer ghanaischen Farm und einem nachgestellten Dorf besteht, können Sie Goldschmiede, Töpfer und Bildhauer nach traditionellen Techniken arbeiten sehen. Interessant sind auch die Weber, die die bekannten Kente-Stoffe produzieren.
Etwa 32 Kilometer südöstlich von Kumasi finden Sie den Lake Bosomtwe. Eine Theorie besagt, dass der See durch riesige Meteoriten gebildet wurde, eine andere wiederum besagt, dass es sich um den Krater eines erloschenen Vulkans hält. Die Aschantis glauben daran, dass die Seelen der Verstorbenen an den See kommen, um Abschied vom Gott Twi zu nehmen. Hier finden Sie zahlreiche Möglichkeiten zum Entspannen und Genießen.
Mole – Nationalpark
Der Mole-Nationalpark ist mit Abstand das schönste Tierreservat in Ghana, welcher unter anderem Büffel, Affen, Antilopen, Elefanten und Warzenschweine beherbergt. Pirschfahrten und Fusssafaris sind ein unvergessliches Erlebnis Ihres Ghanaurlaubs.
In unmittelbarer Umgebung des Mole-Nationalparks befindet sich die älteste Moschee Ghanas, die im traditionellen westafrikanischen Stil erbaut wurde und sicherlich einen Besuch wert ist.
Elmina
Der lebhafte Fischerort von Elmina, liegt ca. 13 Kilometer von Cape Coast entfernt. Die größten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die beiden von den Portugiesen erbauten Festungen Sao Jago da Mina und Sao Jorge. Das Bauwerk Sao Jorge da Mina wurde damals von den Holländern erweitert und auch Elmina Caslte genannt. Dort werden englischsprachige Führungen, Ausstellungen und ein Souvenirladen angeboten.
Cape Coast und Takoradi
Die Küstenregion rund um Cape Coast und Takoradi ist geprägt von Zeugnissen der Kolonialzeit. Cape Coast war einst die Hauptstadt der „Goldküste“ und das Landschaftsbild der Stadt wird geprägt von einer imposanten Burg, in welcher Sklaven, in vergangenen Zeiten, vor der Überfahrt nach Amerika gefangen gehalten wurden. Heute beherbergt die Cape Coast Burg das westafrikanische historische Museum.
Die Volta Region
Die Volta Region ist ein Muss auf jeder Ghanareise. Die bezaubernde Natur ist geprägt durch atemberaubende Wasserfälle und den schönen Voltasee.
Eine der besten Möglichkeiten, um den beeindruckenden und höchsten Wasserfall Ghanas, den Wii-Wasserfall zu bestaunen ist das Örtchen Hohoe, von wo aus der Wasserfall in einem Fußmarsch gut zu erreichen ist.
Der Voltasee ist 8500 km² groß und reicht von Akosombo im Süden bis nach Buipe im Norden. Er gilt als einer der größten Stauseen weltweit. Vor allem vom See aus, ist die Umgebung am besten zu genießen.
Ghanas Strände
Einer der schönsten Strände Ghanas findet man im kleinen Fischerdorf von Butre vor. Früher diente das Dorf als Handelsplatz und auch heute noch steht die Ruine der Trutzburg Fort Batenstein oberhalb des Dorfes und kann besichtigt werden. Von dort aus hat man eine wundervolle Aussicht auf den bezaubernden Sandstrand und die tolle Umgebung.
Auch Axim, ca. 63 Kilometer westlich von Takoradi, gehört zu den beliebtesten Stränden in Ghana. Die Stadt Axim birgt auch die zweitälteste Sklavenburg Ghanas Fort Sao Antonio, welche im 16. Jahrhundert von den Portugiesen erbaut wurde.
Auch Ada Foah, ein kleines Städtchen, in der Nähe der Mündung des großen Volta-Stausees verfügt über einen schönen Strand. Dank des Flussdeltas mit den vielen kleinen Inseln, kann man hier gut Segeln und Bootfahren.
Beim Baden im Atlantik sollte man stets vorsichtig sein und auf die Strömung aufpassen.
Das Stelzendorf
Das Stelzendorf Nzulezo zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Ghana. Dabei handelt es sich um ein im Wasser des Amansuri See gebautes Dorf, welches nur vom Fischerdorf Beyin aus zu erreichen ist. Angekommen im Dorf hat man die Möglichkeit interessante Details über das Dorf selbst und seine Bewohner zu erfahren und man kann sich ein Bild machen, wie die Menschen dort leben, mitten auf einem See. Dieser Ausflug ist sicherlich eines der Highlights Ihrer Ghanareise.
Aburi
Etwa 38 km nördlich von Accra liegt das Örtchen Aburi in den Akuapim-Hills. Die recht kleine Bevölkerung wird von dem Oberhaupt der Aburihene geleitet. Aufgrund der Höhenlage ist es in Aburi deutlich kühler als im benachbarten Accra.
Der eindrucksvolle Aburi Botanical Garden ist einer der schönsten und ruhigsten Orte in Ghana und somit der ideale Ort für Besucher die sich ausruhen und die malerische Kulisse genießen wollen. Prachtvolle Palmen säumen die Gassen, die neben einer Vielzahl traditioneller Heilpflanzen, sowie einheimischer und exotischer Pflanzen und Bäume wachsen. Auch Tierliebhaber können sich hier an der großen Artenvielfalt der Schmetterlinge und Vögel erfreuen. Darüber hinaus eignet sich der Aburi Botanical Garden hervorragend für Picknick-Aktivitäten.
Das im 19. Jahrhundert angelegte Sanatorium in Aburi ist heute ein Rest House.
Tamale
Tamale, die Hauptstad der Northern Region Ghanas ist in eine Savannenlandschaft gebettet. Der Knotenpunkt Tamale dient vor allem als kommerzielle Hauptstadt der drei nördlichen Regionen. Tamale hat zwar den Ruf, eine der am schnellsten wachsenden Städte in West-Afrika zu sein, dennoch leben die meisten Menschen weiterhin in traditionellen Häusern aus Lehmziegeln.
Im Herzen der Stadt können Sie einen Blick auf die traditionellen Paläste der Gulkpe Naa und der Dapkema werfen. Ansonsten finden Sie in Tamala eine architektonische Mischung aus traditionellen Slums und modernen Gebäuden. Aufgrund der Nähe zur Sahara, haben Sie hier die Gelegenheit ein tropisches Sonnenbad zu genießen.
Bolgatanga
Kurz vor der Grenze zu Burkina Faso liegt die Ortschaft Bolgatanga in der Upper East Region. Genauer gesagt liegt Bolgatanga im Red Volta River Valley, das als eine wichtige Wanderroute der Elefanten gilt.
Bolga, wie Bolgatanga auch genannt wird, verfügt über einige landschaftlich sowie kulturell interessante Sehenswürdigkeiten in naher Umgebung. Eine davon sind die Singenden Hügel von Tongo. Sobald der Landwind Hamattan in der Trockenzeit durch die Felsformationen der Hügel weht, entstehen universelle Pfeiftöne.
Die Sumbrungu Painted Houses im acht Kilometer entfernten Sumbrungu sind eine der Besonderheiten der Upper East Region. Die runden, mit Stroh bedeckten Häuser dieser traditionellen Dörfer sind im Allgemeinen mit bunten Motiven in auffälligen Farben bemalt.
Die Tongo Hills und der Tengzug Schrein liegen in der Ortschaft Tengzug, etwa 17 km südöstlich von Bolgatanga entfernt. Mit seiner einzigartigen Landschaft die von großen Granitformationen beherrscht wird, hat sich die Tengzug-Region als das heilige Zentrum der Talensis, einer ethnischen Gruppe in Nord-Ghana entwickelt. Der Tengzug Schrein im Tongo Hügel soll Glück und Wohlstand für alle diejenigen verheißen, die diesen Ort besuchen.Das "Grab" von Naa Bbewaa, dem Gründer der Mole-Dagbon Stämme, liegt in der Stadt Pusiga. Eine Legende besagt, dass Naa Gbewaa nie gestorben, sondern während einer hitzigen Schlacht verschwunden sein soll. Vermutlich wurde der Schrein im 14. Jahrhundert zum Gedenken an Naa Gbewaa erbaut und gilt heute als ein Ort geistlicher Ehrfurcht.
Entlang der Grenze zu Burkina Faso, etwa vierzig Kilometer von Bolgatanga entfernt, liegt Paga, die Heimat der heiligen Krokodilteiche. Dabei handelt es sich angeblich um die "freundlichsten" Krokodile in Ghana denen nachgesagt wird, dass die Seelen der königlichen Familie in ihnen weiterleben.
Die Umgebung um Bolgatanga ist zudem das Handwerkszentrum von Nord-Ghana und bekannt für die mit Naturfarben bemalten Bolga-Hüte, Lederarbeiten und Flechtkörbe die auf dem Bolgatanga Market angeboten werden. Im örtlichen Museum werden außerdem regionale Objekte von historischer Bedeutung ausgestellt.
Kakum Nationalpark
Der 1990 gegründete Kakum Nationalpark ist einer der bekanntesten Schutzgebiete der Region. Aufgrund seiner Nähe zur südlich gelegenen Cape Coast und zu Elmina ist das Gebiet touristisch gut erschlossen. Die 350 km² große Fläche erstreckt sich über tropischen Regenwald wodurch die Tierbeobachtung einiger seltener Tierarten wie der Monameerkatzen, Waldelefanten, Zibetkatzen und Waldbüffel ein wenig erschwert wird.
Umso häufiger können Sie Schmetterlingen umherschwirren oder einheimischen Frosch- und Reptilienarten herum flitzen sehen. Geschulte Wildhüter erklären die medizinische Heilwirkung der tropischen Pflanzenwelt. Ein Erlebnis ist der Rundgang über Hängebrücken die zwischen den Regenwaldriesen gespannt sind. In einer Höhe von ca. 30 Metern und einer Länge von mehreren Hundert Metern wird Ihnen ein sehr umfassender Überblick über die Urwaldregion geboten.
Kyabobo Nationalpark
In der Volta Region, dem östlichsten Gebiet von Ghana liegt im Nkwanta District der Kyabobo Nationalpark. Er grenzt direkt an Togo und ist mit dem dort gelegenen Farao-Malfakasse Nationalpark verbunden. Beide Parks bilden zusammen ein bedeutsames Ökosystem in der westafrikanischen Subregion.
Das 1997 gegründete Naturschutzgebiet liegt in der Übergangszone zwischen Regenwald und Baumsavanne. Im unwegsamen Gelände des oberen Guineas Wald gelegen, verfügt der Park über zahlreiche Punkte die spektakuläre Ausblicke auf die schöne Landschaft bieten. Vom Dzebobo, Ghanas zweithöchsten Berg aus, haben Sie zudem eine unvergessliche Sicht auf den Volta-See.
Aktive Besucher des Parks können Aktivitäten wie Mountainbiking nachgehen oder einen der Wanderwage erkunden. Die Besonderheit des Kyabobo Nationalparks sind jedoch die vielen Wasserfälle, die sich von der togolesischen Seite in die Tiefe hinabstürzen.
Ankasa-Nini-Suhien Nationalpark
In der Western Region an der Grenze zur Elfenbeinküste befindet sich der Ankasa-Nini-Suhien Nationalpark. Das Gebiet ist besonders reich an biologischer Vielfalt. Auf rund einem Hektar lassen sich alleine 300 verschiedene Pflanzenarten verzeichnen. Darüber hinaus sind etwa 175 km² der insgesamt 510 km² großen Fläche von unberührtem tropischem Primärwald bewachsen. Die Flächen sind weitgehend unerforscht, aber 43 Säugetierarten, darunter die Bongo, Waldelefanten, 10 vom Aussterben bedrohten Affenarten, westafrikanische Schimpansen, Wildschweine, Antilopen, aber auch Vögel und Riesenschlagen konnten als Bewohner des Ankas-Nini-Suhien Nationalparks verzeichnet werden.