
Vom 11. Jahrhundert bis ca. 1.600 war Mali ein islamisches Großreich. Später wurde das Land von den Mossi und Fulbe erobert und aufgeteilt. Mali galt vom 5. – 16. Jahrhundert als wichtiges Handels- und Kulturzentrum mit Timbuktu, Djenne und Gao als kulturellen und Bildungszentren. Durch die marokkanische Invasion im 17. Jahrhundert und die französische Kolonisation verlor Mali an Bedeutung im Handel und ist so eines der ärmsten Länder weltweit. Während dieser wichtigen Zeit als Handelsimperium spielte der Islam eine entscheidende Rolle. Viele Bewohner der Sahelzone nahmen im 15. Jahrhundert den muslimischen Glauben an, da er einen kommerziellen Vorteil brachte. Der traditionelle Glaube spielte aber weiterhin eine große Rolle und ist bei den Dogon, Mossi und Songhai bis heuet erhalten geblieben.
In dieser Zeit wurde viel Gold von Westafrika nach Nordafrika und in den Nahen Osten und weiter nach Europa transportiert, was den Städten einen Reichtum bescherte.
Die Invasion der Marokkaner beendete die lange Serie an verschiedenen Königreichen in der Sahel Region. Außerdem endete im 16. Jahrhundert bedingt durch die Entstehung der europäischen Maritimstaaten das muslimische Monopol über den Handel in Afrika und dem Indischen Ozean. Durch die marokkanische Invasion ging die Bedeutung des Islams in den großen Städten zurück. 1660 gründeten die Bambara in der Region Ségou einen Staat. Einen Staat Mali gab es zu der Zeit nicht.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts versuchte Amadu Hammadi Bubu das muslimische Massina Reich in Mali zu gründen. 1818 eroberte er Djenne und Timbuktu und Al-Haddsch Omar startete einen Dschihad im heutigen Mali und nahm so Massina und Ségou ein. Die Bambara und Fulbe Stämme konnten so jedoch nicht befriedigt werden und auch nach Omars Ermordung hatte sein reich weiter Bestand.
Seit 1883 besetzten französische Truppen Bamako und drangen in den folgenden Jahren immer weiter ins Landesinnere vor. Im Jahre 1893 wurde Timbuktu erobert und Mali wurde zur französischen Kolonie mit dem Namen Französisch-Sudan und ein ziviler Gouverneur wurde eingesetzt. Seit Modibo Kaita 1956 einen Sitz in der malischen Territorialvertretung und in der französischen Nationalversammlung einen Sitz gewinnen kommen strebte man Richtung Unabhängigkeit. Am 22. September 1960 erlangte Mali seine Unabhängigkeit. Dieser Tag ist seither Nationalfeiertag. Modibo Kaita wurde erster Präsident Malis und brachte Mali auf einen sozialistischen Kurs und leistete Widerstand gegen den französischen Imperialismus. SO stieg Mali aus dem Franc Verbund aus und führte eine eigene Währung ein. 1968 wurde Kaita in einem Putsch von General Moussa Traoré gestürzt und seither funktionierte Mali als Einparteienstaat von der sich 1968 General Moussa Traoré an die Macht putschte.
In den Achtzigern wuchs der Druck von internationalen Währungsfonds und die Regierung wurde zu innenpolitischen und ökonomischen Reformen gezwungen, welche hohe Oper für die Bevölkerung bedeuteten.
In den Jahren 1989 – 1994 kam es im Norden Malis mit den Tuareg zu einem Bürgerkrieg. 80.000 Menschen mussten fliehen, 2.000 starben. Grund hierfür waren die Dürre und die Rückkehr ausgewanderter Gastarbeiterfamilien. Diese sollten Wiedereingliederungshilfen bekommen, doch als diese ausblieben kam es zu Protesten, die Touareg griffen zu Waffen und das Militär brachte dem brutale Gewalt entgegen.1992 wurde Frieden geschlossen. Nach und nach werden die Opfer in die Verwaltung und Armee aufgenommen auf die zugesicherte Autonomie warten sie aber immer noch.
Nach dem Sturz von Moussa Traoré im März 1991 wurde eine neue Verfassung verabschiedet und erste demokratische Wahlen fanden statt. Trotz weiterer Unruhen und kleineren Konflikten scheint Mali eine relativ stabile Republik in Westafrika zu sein.