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Bevölkerung
Schätzungen zufolge zählt der Staat rund 155.000 São-Toméer. Die Mehrheit der relativ jungen Einwohner lebt auf dem Inselteil São Tomé. Überwiegend handelt es sich um „Forros“, Mischlinge und Nachkommen früherer Sklaven und hier sesshaft gewordene Einwanderer aus Nachbarländern am Golf. Aber auch „Angolares“, die Nachkommen von Insassen eines 1544 gekenterten Sklavenschiffes die noch heutzutage eine eigene Bevölkerungsgruppe bilden ebenso wie die "Servicais. Sie kommen größtenteils von den Kapverden und arbeiten auf den Plantagen der Insel. Die Kinder der "Servicais“, die auf São Tomé e Príncipe zur Welt kommen, werden „Tongas“ genannt. Desweiteren lebt noch ein kleiner Teil der portugiesischen Bevölkerung auf dem Inselstaat.
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Politik
Seit dem Jahr 1975 ist São Tomé e Príncipe eine präsidiale Republik, unabhängig und mit einer seit dem 20. September 1990 geltenden zweiten Verfassung. In ihr sind die fundamentalen Prinzipien eines demokratischen, durch ein Einkammersystem gekennzeichneten Rechtsstaates mit Gewaltenteilung verankert. Die 55 Mitglieder des Parlaments werden auf vier Jahre gewählt, die Präsidentschaftswahlen hingegen finden alle fünf Jahre statt. Das Staatsoberhaupt kann sich ein Mal zur Wiederwahl stellen.
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Wirtschaft
Die Landwirtschaft mit dem Kakaoanbau ist die Haupteinnahmequelle der São-Toméer. Trotz der bedeutsamen Rückgänge der Produktion durch Schädlingsbefall, fehlenden Kapitals und mangelnder Investoren trägt der Anbau nach dem Dienstleistungsgewerbe mit etwa 20% zum Bruttoinlandsprodukt bei und wird in die ganz Welt exportiert. Desweiteren führ das Land Agrarprodukte wie Kaffee, Palmöl, Palmkerne und Kopra aus. Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind der Fischfang und die Erdölindustrie. Die größten Exporte finden in die Niederlande satt. 70 % des Nahrungsmittelbedarfs für die Inselbewohner müssen importiert werden, unter anderem aus Portugal und Frankreich, darunter Tiere, Kapitalgüter und Brennstoffe.
2005 vergab São Tomé e Príncipe Lizenzen an internationale Konzerne für Probebohrungen und hofft seit dem auf einen Aufstieg zu einem Erdölförderland für das Jahr 2012. Der Tourismus ist trotz europäischer Investoren noch nicht besonders stark ausgebaut, dennoch sehr bedeutsam für São Tomé e Príncipe. Die politischen Parteien des Inselstaates sind jedoch bestrebt, die touristische Erschließung auszuweiten um eine notwendige und zweckmäßige Einnahmequelle zu erschließen um gegen die hohe Arbeitslosenquote anzukämpfen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.
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Kultur (Religion, Musik und Kunst, Essen und Trinken)
Das Christentum ist die dominierende Religion auf São Tomé e Príncipe. Davon sind schätzungsweise 80% der Gesamtbevölkerung römisch-katholisch und 15% sind Protestanten. Ungefähr 3% sind Muslime und über 2% sind Atheisten. Eine sehr kleine Zahl von Menschen üben auch Hexerei aus. Aber selbst sie sind eigentlich Anhänger einer der anderen großen Religionen.
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