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Geschichte

Zwei große Wasserstraßen durchziehen den Senegal: der namensgebende Senegalfluss im Norden und der Casamance Fluss im Süden des Senegal die beide mit zu den wichtigsten Wasserstraßen Westafrikas zählen.

Die Ufer der Flüsse sind schon Jahrhunderte lang bewohnt. Senegal, Dakar Senegal, Rundreise SenegalErste Funde stammen aus der Zeit von ca. 2000 vor Christi Geburt. Mit der Gründung des Ghanareiches durch die Sonikhen entstand etwa zum Ende des 3. Jahrhunderts die erste große westafrikanische Zivilisation. Ghana war das Älteste der 3 berühmten Königreiche Westafrikas. Seine Macht erhielt es durch Gold und die Kontrolle der Karavanenwege nach Norden. Den Almoraviden (eine Berberdynastie aus Marocco) gelang es aber die Herrschaft zu übernehmen.

Um 500 n. Chr. zogen die Wolof und die Serer aus dem Nordosten in die Region des heutigen Senegal. Erst im 9. Jahrhundert siedelten die Tukulor im Flusstal des Senegal. Die Tukulor beherrschten vom 11. bis zum 13 Jahrhundert den östlichen Teil des heutigen Senegals mit der Hauptstadt Podor, eines der frühsten staatenähnlichen Gebilde in dieser Region. Zu dieser Zeit nahm auch der Islam Einzug in die Region Sengambia.

Anfang des 13. Jahrhunderts übernahm das Volk der Mandinga die Herrschaft und gründete das Malireich. Seine große Blüte erlebte dieses Reich am Ende des Jahrhunderts. Es umfasste das Gebiet zwischen den Flüssen Niger, Senegal und Gambia. Dann übernahm die Songhay Dynastie die Macht bis zum Ende des 16. Jahrhunderts.Songhay wurde das mächtigste Reich das verwaltungstechnisch gut organisiert und strukturiert war. Die damalige Hauptstadt war Gao (heutiges Mali). Seine Höhepunkt errreichte das Songhay Reich unter Askia dem Großen. Askia herrschte über das Songhay Reich und gründete die berühmte Universität von Timbuktu.

Mit der Niederlage 1591 bei der Schlacht um Gao gegen einen Söldnerherr der MarokkanerSenegal, Geschichte Senegal, Rundreise Senegal begann der Niedergang des Songhay Reiches und es wurde im 16. Jahrundert vom Djolof Reich abgelöst. Die hervorstechenden Merkmale dieses Reiches, sind die strenge hierarchische Gesellschaftsstrucktur und die gemeinsame Sprache Wolof die die Völker der Region bis heute vereint. Zu dieser Zeit enttickeltte sich im Süden des Senegal eine Rivalitätzwischen der Volksgruppe der Wolof und dem  Mandinka Clan. Noch heute Träumen die Mandinga von der Wiedergeburt ihres alten Reiches.
Zur gleichen Zeit fingen die europäischen Länder mit der Ausbeutung dieses Teils der Welt an, welche speziell mit dem Sklavenhandel eine dramatische Gestalt annahm.  Das erste portugiesische Sklavenschiff fuhr schon Anfang des 16.  Jahrhunderts von Westafrika noch Amerika. Der Sklavenhandel war Teil eines Dreieckhandels: europäische Waren wurden gegen afrikanische Sklaven getauscht, diese wiederum wurden bei Händlern aus der Karibik gegen Zucker, Rum und Tabak eingetauscht.

Nachdem die Portugiesen als erste eine Handelsniederlassung in Senegal errichtet hatten, folgten ihnen im 16. Jahrhundert die Briten, Franzosen und Niederländer. Die Franzosen konnten sich Schluss endlich gegen die Niederländer, Briten und Portugiesen durchsetzten und erklärten Senegal zu Ihrer Kolonie. Saint Louis, die Lagunenstadt im Norden des Senegals wurde zur Hauptstadt Französisch-Westafrikas und von dort aus wurde Niger, Mauretanien, Senegal, Französisch-Sudan (heute Mali), Guinea, Dahomey (heute Benin) sowie die Elfenbeinküste regiert.

Bereits im Jahr 1807 verbot England die Sklaverei auf seinem gesamten Hoheitsgebiet, 1848 folgte Frankreich im Senegal diesem Verbot. 1895 wurde Dakar zur  Hauptstadt Französisch-Westafrikas und löste damit Saint Louis ab.

Senegal, Dakar Senegal, Rundreise SenegalIm 18. und 19. Jahrhundert rivalisierten die Engländer und Franzosen miteinander um die Herrschaft im Senegambiagebiet. Es waren unruhige Zeiten für die Region mit zahlreichen Auseinandersetzungen und permanenten kriegerischen Konflikten bis letztendlich die Ländergrenzen festgelegt waren und 1904 der Senegal und The Gambia jeweils einen getrennten Staat in seinen heutigen Grenzen bildeten.

Am 18. Juni 1960 erlangte der Senegal seine „Unabhängigkeit“ als Republik mit der Wahl des ersten Präsidenten Léopold Sédar Senghor blieb jedoch weiterhin wirtschaftlich abhängig von Frankreich.
Der Premierminister Abdou Diouf löst am 01. Januar 1981 den Präsidenten Léopold Sédar Senghor ab, der aus Altersgründen zurücktrat. Das ehemalige Einparteiensystem wurde 1976 in ein Dreiparteiensystem und unter dem neuen Präsidenten in ein Mehrparteiensystem gewandelt.

Infolge dieser Ereignisse wurde im Dezember 1981 der Senegambia - Bund gegründet. Senegal und Gambia unterschrieben einen Vertrag der den Zusammenschluss der militärischen Unterstützung und wirtschaftlichen Kooperation gesichert hat. Als Amtssprache wurde Wolof festgelegt und das Parlament tagte abwechselnd in Dakar und Banjul. Am 30. September 1989 wurde dieses Bündnis wieder aufgehoben.

Im April 1989 führt ein Konflikt zwischen Senegal und Mauretanien zur 3 jährigen Schließung der Grenzen. Ursache für den Streit sind die Weidegründe im Senegal Tal. Die ansässigen Bevölkerungssgruppen wurden in ihre ursprünglichen Länder zurückgetrieben und die Grenzen wurden geschlossen.

Im Januar 1994 kommt es zu schwerwigenden Ausschreitungen und Todesopfern durch die 50 prozentige Herrabsetzung des Franc CFA.

Der Jahrelange Konflikt in der Casamance bricht im August 1997 wieder aus. In den ersten Wochen sterben Senegal, Rundreise Senegal, Dakar SenegalHunderte durch Rebellen, Zivilisten und Soldaten der Senegalesischen Armee. Die Bewegeung M.F.D.C. (Mouvement des Forces démocratiques de la Casamance) kämpft für die unabhängigkeit der historisch, wirtschaftlich und sozial andersgeprägten Region.

1998 wird Mamadou Lamine Loum bei den Parlamentswahlen in Senegal als Premierminister gewählt. Es geht eine Regierung herrvor in der keine Oppositionspolitiker vertreten sind.  Eine Lösung für den Konflikt der Casamance ist noch nicht gefunden, jedoch wurden Gespräche aller Rebellenfraktionen des M.F.D.C. und der senegalesischen Regierung aufgenommen.

Im Februar 2000 gewinnt Abdoulaye Wane die Präsidentschaftswahl. Er bildet mit Niasse als Premierminister eine neue Regierung. Der Regierung gehört ein breites Bündnis von linken, sozialdemokratischen und liberalen Parteien an. Diese Bündnisse brechen 2001 nach der Entlassung des Premierministers Niasse auseinander. Durch eine Volksabstimmung im Januar 2001 wird das Grundgesetz geändert und die Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten auf maximal 2 Mandate  (insgesamt 10 Jahre) festgelegt.

Der Senegal ist alles in allem ein wirtschaftlich und politisch stabiles Land. Toleranz gegenüber allen Ethnien und Glaubensrichtungen ist eine der Grundlagen für das friedliche Miteinander. Die gegenwärtige Innenpolitik Senegals zeichnet sich durch rechtsstaatliche und demokratische Strukturen aus, welche die die Religions-, Presse- und Versammlungsfreiheit weitestgehend gewährleisten. Die Probleme in der Innenpolitik liegen zum einen im Casamance Konflikt (Bestrebungen um Autonomie) und in den Bildungsstandards. 65% der Menschen im Senegal sind Analphabeten und die Einschulungsquote liegt bei 60 %.


 

 

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